Mitfahrband

Rollen statt gleiten

Denipro bringt den Car & People Mover „Denimove heavy“ auf die Messe. Neu sind daran unter anderem die Rahmenstruktur, die zusätzlich an Stabilität gewonnen hat, und die flexible Anordnung der lastaufnehmenden Denirug-Elemente.

Car & People Mover „Denimove heavy“

Mit der Entwicklung zielt Denipro vor allem auf die Automobilproduktion, aber auch auf die Montagelinien von Bussen, Baumaschinen und Nutzfahrzeugen. Dort lässt sich Denimove zum Beispiel im Rohbau, in der Endmontage oder bei der Qualitätskontrolle als Werker-Mitfahrband und als Fördersystem von Karossen und Fahrzeugen einsetzen. Darüber hinaus ist Denimove als einziges Produkt auf dem Markt bei niedrigen Geschwindigkeiten in der Lage, absolut ruckfrei ohne Slip-Stick-Effekt zu transportieren. So sehen die Schweizer auch Potenzial in der Fließ- und Feinmontage in anderen Industriezweigen, etwa bei der Produktion von Haushalts- und Küchengeräten.

Die Laufruhe ermöglicht dem Werker in der Fahrzeugfertigung ein sanftes und sicheres Dahingleiten, um synchron und in komfortabler Haltung an der sich ebenfalls bewegenden Karosse die unterschiedlichsten Montagearbeiten auszuführen. Zudem läuft das System ohne jeden Ruck an und stoppt bei Bedarf genauso behutsam wieder. Das dieser von den meisten Menschen als angenehm empfundenen Kinematik zu Grunde liegende Konstruktionsprinzip offenbart sich erst auf den zweiten Blick: Die Modulbänder gleiten nicht, sondern sie rollen. Der Grund für diesen Kniff: Rollreibung verursacht weitaus weniger Widerstand als Gleitreibung. Deshalb verbraucht das System weniger Energie als herkömmliche Bodenförderer. Die von Denipro entwickelte Technologie arbeitet praktisch verschleiß- und wartungsfrei. Dabei bewegt zum Beispiel der Denimove heavy Lasten bis 5.000 Kilogramm.

Anzeige

Zu den ersten Unternehmen, die das System als Werker-Mitfahrband und zum Transport von Karossen einsetzen, zählt der Volkswagen-Konzern. Der Autobauer nutzt die Technologie der Schweizer unter anderem im Karosseriebau des Standortes Emden auf einer Strecke von gut 60 Metern. Dabei montieren Werker die Anbauteile (unter anderem Heckklappe beziehungsweise Rückwandklappe, Motorhaube) für zwei VW-Passat-Modelle (Limousine und Variant) im bunten Mix. bw

Halle 7, Stand 7512

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Digitaler Ladungsverstärker

Digitaler Durchbruch

Ein Durchbruch in der industriellen Messtechnik ist Kistler nach eigenen Angaben mit dem ersten digitalen Ladungsverstärker gelungen: Mit seiner Hilfe können Maschinen- und Anlagenbauer erstmals beliebige piezoelektrische Sensoren in ihre...

mehr...
Anzeige

Robotik

Die Robotik boomt weltweit

Treiber sind die Elektro und Elektronikindustrie sowie die Automobilbranche. Die Roboterindustrie ist weltweit auf dem Vormarsch. Laut VDMA stieg das Umsatzvolumen zuletzt auf einen neuen Rekord von 12,8 Milliarden Euro (2016).

mehr...

Tubus-Strukturdämpfer

Gesichert gegen Crash

Der Tubus-Strukturdämpfer vom Typ TA17-7 von ACE hat einen Außendurchmesser von 17 Millimeter, einem Hub von sieben Millimeter und wiegt nur 40 Gramm. Lisco, Hersteller von Linearachsen, schätzt ihn als variabel einsetzbare, leicht einzubauende...

mehr...