Heben und Bewegen

Mehr Sicherheit

Verladezone im Fokus
Eine Unfallverhütungsvorschrift aus dem 19ten Jahrhundert hat heute noch ihre Gültigkeit. Ein Hersteller von Verladesystemen meint, dass sie nicht immer ausreichend beachtet wird und hat gehandelt. Das Ergebnis ist ein ganzes System von Schutzeinrichtungen.

Die Sicherheit von Arbeitern und Angestellten ist in der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) festgelegt. Hier ein Auszug: „Gewerbeunternehmer sind verpflichtet, durch Betriebsmaßnahmen die Arbeiter gegen die in der Natur des Betriebes oder der Betriebsstätte liegenden Gefahren für Leben und Gesundheit zu schützen.“ Sie wurde bereits im Deutschen Reich am 1. Juni 1891 erlassen. Laut Arnold aus Stuttgart, einem Hersteller von Verladesystemen, ist die Forderung aus der UVV bis heute nicht immer ausreichend erfüllt. Im Folgenden sollen daher die Möglichkeiten zur Unfallverhütung im Bereich der Verladezone aus Sicht der Stuttgarter Verladespezialisten näher beleuchtet werden. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei neben der eingebauten Anpassrampe, der Verladewetterschutz und die Puffersysteme. Des Weiteren werden verschiedene Fahrzeugrückhaltesysteme vorgestellt.

Teilbereiche

Das erste Bindeglied zwischen Fahrzeug und Gebäude stellt der Wetterschutz dar. Er dient dazu das Verladepersonal und die Ladung vor ungünstigen klimatischen Verhältnissen zu schützen. Als nächstes Element gibt es die Pufferung zwischen Gebäude und dem Fahrzeug. Sie dient nicht nur der Dämpfung eines eventuellen Aufpralls, sondern kann durch eine optimierte Auslegung zum Schutz des Personals während des Andockvorgangs beitragen. Um aber auch das Gebäude und den LKW besser vor Schäden wie Rissen oder Dellen zu schützen, sollte ein Ausrüster auch bei der Wahl der Pufferart Sorgfalt walten lassen. So kann es unzureichend sein nur einen Gummi-Puffer zu verwenden, da er weder eine optimal dämpfende Komponente, noch die nötige Langlebigkeit hat. Hier empfiehlt es sich, für die höhere Lebensdauer einen Polyäthylen- oder noch besser einen Federstahlpuffer zu verwenden. Der hat gute Dämpfungseigenschaften, einen minimalen Verschleiß und eine bessere Alterungsbeständigkeit. Es gibt ihn bei den Verladesystemspezialisten in der Simplex- oder Dual-Ausführung und er ist als Option elektrisch höhenverstellbar. Das ermöglicht unter anderem ein Andocken von LKW mit geschlossenen Türen.

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Der nächste Schritt

Steht das Fahrzeug nun an der Verladestation, so kann eine Anpassrampe zum Einsatz kommen. Die sollte der Planer möglichst breit und lang wählen. Der Vorteil einer langen Rampe liegt in dem daraus resultierenden schwächeren Gefälle. Eine breite Ausführung verhindert zudem, dass zu große „tote Ecken“ entstehen, also Ladeflächen am Rand des Fahrzeugs, auf denen keine Rampe aufliegt. Die Unfallstatistik des Hauptverbandes der Berufsgenossenschaften zeigt, dass noch weitere Gefahrenpotenziale in dem Bereich liegen. So entstehen trotz der Unfallverhütungsvorschrift, die das Verwenden von Unterlegkeilen während der Be- und Entladung fordert, zahlreiche Unfälle allein durch ungesicherte Fahrzeuge. Um solche Unfälle zu vermeiden, kann der Fahrer beziehungsweise der Be- und Entlader Standsicherungen verwenden. Der einfachste Vertreter der Systeme ist der Unterlegkeil. Er hat keinerlei elektrischen Anschluss, ist leicht manuell unter zu legen, hat aber keine integrierte Kontrollfunktion. Eine bessere Alternative stellt der Elektrokeil dar. Der wird zwar ebenfalls manuell untergelegt, ist aber durch ein Spiralkabel mit der Rampensteuerung verbunden. Sein Hauptvorteil ist, dass der Verladevorgang erst freigegeben wird, wenn der Arbeiter den E-Keil fachgerecht unter das Rad gelegt hat.

Um die Sicherung noch zu erhöhen, lässt sich ein so genanntes Anti-Roll-System (ARS) der Sicherungsspezialisten einsetzen. Dabei handelt es sich um eine stationäre, in den Boden eingelassene, Standsicherung. Sie besteht aus acht pneumatisch gesteuerten Radkeilen, in die eine mechanische Verriegelung integriert ist. Die Sperren fahren nach dem Andocken des LKWs an der Verladestation hoch. Die Tatsache, dass das System in den Boden versenkt wird, hat den Vorteil, dass der Rangiervorgang störungsfrei abläuft, weil sich keine Elemente des Systems oberhalb des Straßenniveaus befinden. Das ARS hat keine Kugellager oder Kettenförderer. Somit ist es ziemlich robust und weitgehend wartungsfrei. Außerdem ist die Anlage feuerverzinkt und dadurch witterungsbeständig. Als Eingangsenergien benötigt das System ausschließlich elektrischen Strom und Druckluft. Die ganze Breite der Sicherungsmaßnahmen kann die Sicherheit der Arbeiter und Fahrer erhöhen und so können die UVV aus dem 19ten Jahrhundert helfen, sie nicht alt aussehen zu lassen.Annette Arnold (ma)

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