Verguss unter Vakuum

Verguss unter Vakuum

Staub, Feuchtigkeit, Hitze, Druck und Vibrationen – das sind Umwelteinflüsse, die sich auf die Funktionalität elektrischer Bauteile auswirken. Ihr gegen erhebliche und wechselhafte Bedingungen ist immer wieder eine komplexe Aufgabe. Sowohl in der Automobilindustrie als auch in der Elektro- und Elektronikindustrie steigen die Anforderungen an die Bauteile und somit auch an die verwendete Vergussmasse; alltägliche Umgebungseinflüsse verkürzen die Einsatzdauer eines Bauteils erheblich. Vor diesem Hintergrund hat das Expertenteam der Bartec Dispensing Technology für einen belgischen Transformatorenhersteller eine vollautomatische Fertigungslinie zum Dosieren unter Vakuum konzipiert. Das Anforderungsprofil lautet unter anderem: Projektierung einer Misch- und Dosieranlage, mittels der etliche Varianten von Transformatoren mit unterschiedlichen Prozessanforderungen luftblasenfrei vergossen werden können. Um dem Kunden eine 24-Stunden-Produktion zusichern zu können, werden die Bauteile auf zwei voneinander unabhängig funktionierenden Anlagen vergossen. Die Idee: Zwei Fertigungslinien, die von der Palettierung bis hin zur Entnahme der Bauteile die Transformatoren automatisch produzieren. Vergossen werden die Bauteile unter Einsatz von Vakuum. Das Verfahren garantiert dem Kunden ein optimales und luftblasenfreies Vergussergebnis und somit einen bestmöglichen Schutz der Transformatoren vor Umwelteinflüssen. Damit sich die Fertigungslinien platzsparend einsetzen lassen, nutzen die beiden Produktionslinien gemeinsam eine Vorheizstation sowie eine Aushärtestation.

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Die Bauteile aus den vorgelagerten Prozessen werden mittels Werkstückträgern der Misch- und Dosieranlage automatisch zugeführt. Ein Transportband befördert die besetzten Werkstückträger durch einen Vorheiztunnel zur Kamerastation, in der der jeweilige Bauteiltyp via Barcodescanner identifiziert wird. Die in der Kamerastation ermittelten Informationen werden an die Misch- und Dosieranlage übertragen und leiten die nachfolgenden Prozessschritte automatisch ein. Die Werkstückträger laufen mittels Transportband in die Vakuumkammer ein. Diese dichtet sich nach außen unverzüglich ab und beginnt automatisch mit dem Evakuieren. Sobald das Vakuumniveau erreicht wird, startet der Verguss der Bauteile. Der in der Vakuumkammer herrschende Unterdruck lässt das Vergussmaterial in die Bauteilkomponente fließen und sorgt auch in den kleinsten Hohlräumen des Bauteils für ein gleichmäßiges und luftblasenfreies Vergussergebnis. Nach Beendigung des Dosiervorgangs öffnet sich die Kammerschleuse, und der Werkstückträger wird ausgetaktet. Während der nächsten Prozessschritte werden die Bauteile ausgehärtet und abgekühlt, um dann durch den Bediener der Maschine entnommen zu werden. pb

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