Fördertechnik

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Autonomer, intelligenter Transportroboter
Die Herstellung maßgeschneiderter Produkte – auch in geringen Losgrößen – wird zur Herausforderung für die europäische Wirtschaft. Mit dem Transportroboter Servus lässt sich sogar die Losgröße 1 realisieren. Acht Jahre entwickelte das österreichische Unternehmen Heron Robotunits am Servus-System, dem laut Anbieter weltweit ersten intelligenten Transportroboter. Er ermöglicht einfachere, flexiblere und wirtschaftlichere Systeme für Produktion und Intralogistik.

Das Servus-System besteht aus beliebig vielen Transportrobotern, die sich auf einem Schienensystem bewegen. Auf Grund ihrer eigenen Intelligenz kommunizieren sie direkt untereinander genauso wie mit ihren Assistenten und den von ihnen bedienten Arbeitsstationen. So entsteht ein intelligentes Netzwerk. Deshalb entfällt jegliche zentrale Steuerung. Servus reagiert laufend auf sich verändernde Arbeitssituationen. Gleichzeitig reagiert er auf alles, was im direkten Umfeld abläuft. „Der Paradigmenwechsel von Servus besteht darin, dass die Transportroboter erstmals die Freiheit erhalten, Entscheidungen selbst zu treffen“, erläutert Christian Beer, CEO von Heron Robotunits.

Neue Strategien in der Fließfertigung

Mit Hilfe seiner eigenen Intelligenz arbeitet ein Servus-Transportroboter die Operationsreihenfolge der herzustellenden Produkte ab. Er fährt die entsprechenden Arbeitsstationen selbständig auf dem schnellsten Weg an. Damit sich der Roboter ohne zentrale Steuerung orientieren kann, nahmen die Entwickler Anleihe bei der klaren Adress-Struktur Manhattans: Das Straßenmuster dieses New Yorker Stadtteils (alle Straßen in Ost-West-Richtung, alle Avenuen in Süd-Nord) wurde mit dem Prinzip des Kreisverkehrs verknüpft. So können die Transportroboter wie im Straßenverkehr einen Fließverkehr erzeugen und Wartezeiten vermeiden. Der Durchsatz in Produktion und Logistik steigt.

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Servus transportiert Werkstücke und Materialien vom Wareneingang durch die Produktion bis zum Warenausgang. Die Transportroboter bedienen Handarbeitsplätze genauso wie Automaten und Roboter mit Werkstücken und Materialien. Die Lösung hat noch einen weiteren Vorteil: Durch die eigene Intelligenz bringen die Roboter die für den Arbeitsablauf nötigen Daten und Operationshinweise selbst mit. Aktualisierte Qualitätsdaten werden nach den Arbeitsschritten gleich zur nächsten Station mitgenommen.

Die Installation ist einfach und anwenderfreundlich. Das Streckensystem, auf dem Servus arbeitet, wird kundenspezifisch gefertigt. Die Strecke kann am Boden, an der Decke, an der Wand oder auf einer ergonomischen Arbeitshöhe verlaufen. Die Assistenten werden nur an Strom und Druckluft angesteckt und die notwendige Zahl intelligenter Transportroboter eingesetzt – fertig! Das System ist sofort betriebsbereit. Mittels Lift besteht die Möglichkeit, Höhenunterschiede zu überwinden. An das System können viele Zusatzgeräte angebaut werden. Diese können ebenfalls intelligent sein und werden von Servus angesteuert. (gm)

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