Fördertechnik

Werkstück-Intralogistik

Transferanlage für Trägersysteme
Verschiedene Anlagenkonzepte zeigt der Katalog einer Pfälzer Maschinenbaufirma. Zählt der Leser noch die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten hinzu, versteht er warum der Hersteller von einem flexiblen System spricht.

Eine der Hauptaufgaben von Werkstückträger-Transportanlagen ist das Befördern von Teilen an die vom Anwender vorgegebenen Plätze. Das Transfersystem TSG 200 der Firma Minitec besteht aus standardisierten Modulen, die sich beliebig zu maßgeschneiderten Lösungen kombinieren lassen und so die verschiedenen Anforderungen erfüllt. Es vereint die Vorteile von schneller Montage, einfacher Integration in vorhandene Anlagen durch exakt aufeinander abgestimmte Bauelemente und einfacher Handhabung.

Zur Aufnahme der Teile kommen zwei verschiedene Ausführungen zum Einsatz: Die Standardversion hält einer Belastung bis zu 100 Newton Stand, die Schwerlastvariante ist mit maximal 300 Newton belastbar. Um bei einem eventuell auftretenden Stau den Antrieb zu entlasten, hat der Schwerlastträger eine Mechanik zum Abheben vom Förderriemen, das reduziert die erforderliche Antriebsleistung. Die Werkstückträger bewegt ein Zahnriemen der mit Stahlfasern verstärkt ist und auf der Ober- und Unterseite eine Kunststoffschicht hat. Die mindert den Abrieb und verbessert gleichzeitig die Gleiteigenschaften. Mit der ausreichend dimensionierten Spannschraube (maximaler Spannweg 120 Millimeter) gibt es genügend Reserven zum Nachspannen. Das kann der Techniker übrigens im montierten Zustand durchführen. Ebenso einfach sind Ein- und Ausbau, da lediglich jeweils vier Schrauben zu befestigen beziehungsweise zu lösen sind.

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Führungsbolzen steuern die Werkstückträger von ihrer Unterseite aus, so dass für Quertransport, Kurvenfahrten und Einführen in Schleusen keine zusätzlichen Hilfsmittel erforderlich sind. Schleusen und Hubstationen arbeiten mit Pneumatikzylindern. Der modulare Aufbau des Transfersystems ermöglicht eine gute Anpassung an räumliche und technologische Erfordernisse des zukünftigen Nutzers. Raumsparende und effektive Lösungen schaffen zum Beispiel Liftstationen für Anlagen mit Vertikalumlauf, 180 Grad Umlenkungen für einen kompakten Kurs, Hubstationen und Positionierer zur Bearbeitung der Werkstücke auf dem Träger. Durch Nebenanschlüsse lassen sich Anlagenerweiterungen oder Änderungen leicht durchführen.

Auch die elektronische Steuerungseinheit ist modular aufgebaut, so dass sich mit Einzelkomponenten und konfektionierten Kabelsätzen Installation, Inbetriebnahme und Wartung relativ einfach gestalten lassen. Darüber hinaus ist die Steuerung mit dem AS-I-Interface sehr wirtschaftlich bei der Verwaltung aller Vorgänge und der Zustandskontrolle im System. Planung und Layout der Anlage kann der Hersteller nach Kundenspezifikation übernehmen. Für einfache Anforderungen genügt dem Konstrukteur ein Blick auf die Checklisten im Anhang des Katalogs. ma

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