Palettieren von Inhalatoren

Palettieren von Inhalatoren

Versandbereites Stapeln in Trays und auf Europaletten
Aufbau der Palettieranlage für Inhalatoren. (Foto: IEF Werner)
In nur acht Monaten wurde eine Anlage geplant und geliefert, mit der Inhalatoren in Trays palettiert und auf Europaletten gestapelt werden können – ein Resultat aus der umfangreichen Erfahrung im Palettieren unterschiedlicher Teile sowie aus der weitgehenden Verwendung standardisierter Handlingkomponenten.



Die Aufgabenstellung war: Palettieren der von der Endmontage und -kontrolle auf einem Förderband ankommenden Inhalatoren (Respimate) in Trays und versandbereites Stapeln der gefüllten Trays auf Europaletten. Für die dafür erforderlichen Bewegungsabläufe konzipierte der Handhabungs- und Automatisierungsspezialist IEF Werner aus Furtwangen ein Hauptgestell aus Stahlrohr, das den Palettierer sowie die verschiedenen Baugruppen und Lineareinheiten aufnimmt. Auf zwei parallel angeordneten Übergabebändern an seiner Rückseite werden die in Puks stehenden Inhalatoren zu- und die leeren Puks abgeführt. Zum Handhaben der Puks wählte IEF folgenden Ablauf: Zuführen einer Europalette mit 20 leeren Trays in zwei Stapeln, Vereinzeln der Trays und Bereitstellen zum Bestücken, Zuführen der Puks mit je vier Inhaliergeräten auf einem Förderband, Entnehmen der Geräte und Umsetzten in die Trays, Ausschleusen der leeren Puks, Abstapeln und Ausschleusen der bestückten Trays auf Europaletten für den Weitertransport zum Versand.

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Kernpunkt der Anlage ist der an die Aufgabenstellung und den Platzbedarf angepasste Palettierer euroSTACK. In der Standardausführung ist er für Paletten bis 1.200 mal 800 mal 144 Millimeter und ein Stapelgewicht von 150 Kilogramm ausgelegt. Bis zu 1.500 Millimeter hohe Palettenstapel lassen sich manuell oder mit einem Bandlader von der Frontseite her zuführen. Sie werden dann im automatischen Ablauf vereinzelt, zur Be- und Entladung bereitgestellt und wieder abgestapelt. Die Palettenwechselzeit beträgt maximal zehn Sekunden. Mit dem integrierten Produkthandling, bestehend aus IEF-Lineareinheiten der Baureihe Modul 15 mit Spindel-, Zahnriemen- oder Direktantrieb, ist das Bestücken und Entladen der Paletten bei Geschwindigkeiten bis fünf Meter pro Sekunde der jeweiligen Applikation anpassbar. Die Einheiten mit Spindelantrieb können maximal 40 Kilogramm mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,2 Millimeter positionieren. Einheiten mit Zahnriemenantrieb tragen 15 Kilogramm und positionieren mit plus/minus 0,05 Millimeter. Bei den Ausführungen mit Direktantrieb lassen sich acht Kilogramm mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,05 Millimeter handhaben.

Alle Parameter wie Palettenraster, Verfahrgeschwindigkeiten und -positionen, Bewegungen der Greifer und andere teileabhängige Funktionen sind am Display direkt programmierbar. Mit den Programmvarianten lassen sich vordefinierte Palettenraster aufrufen. Auf Wunsch ist das automatische Einlesen von Palettengrößen und Lagebildern möglich. E/A- und Busschnittstellen erlauben die Kommunikation mit einem übergeordneten Prozess.

Zu Beginn des Inhalatorenhandlings stellt der Bediener eine mit leeren Trays beladene Europalette im Einlaufschacht des Palettierers ab. Dort prüfen Sensoren die Anwesenheit und Lage der Palette, bevor die Hubachse mit dem Palettengreifer im Eil- und danach im Schleichgang in die Greifposition fährt. Ihre beiden Greifer fassen ein Tray an den kurzen Seiten und heben es in einer programmierten Bewegung von dem darunter liegenden ab – wahlweise sind spezielle Abdrückvorrichtungen lieferbar –, um danach im Eilgang in Z-Richtung zu verfahren. Auf diesem Weg liest ein Barcode-Scanner das Reinigungsetikett des Trays. Nach der positiven Rückmeldung und Freigabe durch die Steuerung wird es in Y-Richtung verfahren und auf dem Palettentisch zur Bestückung mit den Inhalatoren abgesenkt. Die Greifereinheit zum Aufnehmen und Absetzen der Paletten basiert auf IEF-Einheiten und wurde den besonderen Gegebenheiten angepasst. PR/pb

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