Lastmanagementsystem RM5 Reflex Master

Vorbeugen statt Stürzen

Lebensdauerbestimmung von Krananlagen
Wenn Getriebe oder Maschinenbauteile brechen, bewahrt das patentierte und TÜV-geprüfte, selbstüberwachende System „RM5 ReflexMaster“ Krananlagen vor Absturz.
Ein Lastmanagementsystem berechnet selbstständig und dynamisch die Restlebensdauer von Anlagen. Im Fehlerfall verhindert es durch Zwangsabschaltung des Hubvorgangs den möglichen Bruch und Einsturz von hebenden Anlagen. Das System RM5 ReflexMaster von Bruger+Fischer, Berlin, macht Anlagen nicht nur sicherer, sondern hilft auch bei der Einsparung von Budget.

Beim Bruch von Getrieben oder Maschinenbauteilen schützt das System RM5 ReflexMaster Krananlagen vor Absturz – durch Überwachung der Restlebensdauer und seiner redundanten Ausführung nach SIL3. Es handelt sich hierbei um ein selbstüberwachendes System mit dreifacher Sicherheit, die vom TÜV bestätigt wird. RM5 hat ein Europa-Patent; sein Messverfahren entspricht der FEM 9.755 und ist auch für BGV C1 (ehemals VBG 70) betriebene Winden über Personen TÜV-zugelassen. Das System ermittelt automatisch, was die jeweilige Anlage noch zu leisten vermag, indem es die Restlaufzeit anhand von sieben unterschiedlichen Lastklassen berechnet. Durch das Zeit/Last-Messsystem aller Traglastbereiche wird minutiös aufgezeichnet, wie hoch die Hebeeinrichtung beansprucht wurde und wie viel Kapazität noch zur Verfügung steht. Diese präzise Berechnung hebt sich deutlich von der ungenauen Funktionalität von Betriebsstundenzählern ab, die lediglich Volllaststunden aufzeichnen.

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Die Berliner Firma Bruger+Fischer sieht ihr Produkt als betriebswirtschaftliche Investition, die unnötige Wartungs- und Instandhaltungskosten vermeidet, etwa die vorzeitige und kostenintensive Generalüberholung. Das Lastmanagementsystem unterstützt bei der langfristigen Planung von Kosten und bietet die Möglichkeit der leistungsabhängigen Abschreibung von Anlagen bei starker Nutzung. Bei älteren Anlagen wird die sichere Nutzung von verbliebenen Volllaststunden ermöglicht.

Das Anlagenmonitoring erfolgt durch die automatische Reporterstellung, eine TÜV-zertifizierte Dokumentation. Diese kann in Form von Hardcopies für das Prüfbuch ausgedruckt werden. Es gibt insgesamt drei Protokollvarianten: das Lastmessprotokoll mit berechneter Restlaufzeit, das Lastmessdiagramm (Tortendiagramm) mit Restlebensdauer sowie ein reines Überlastprotokoll. Für ein Anlagenmonitoring auf den ersten Blick ist vom Systemäußeren ein Lastmessauge sichtbar, das durch den Farbwandel von Grün nach Rot die prozentuale Belastung visualisiert. Darüber hinaus kann man auf dem Display die Restlebensdauer ablesen.

Die Erfassung der Werte erfolgt anhand einer Dokumentation der verbrauchten Zeit pro Lastklasse und Woche. Das System RM5 führt ein 53-Wochen-Protokoll. Darüber hinaus erfolgt eine Abspeicherung der letzten 32 prozentualen Überlastungen mit Datum und Uhrzeit.

Vielfältige Kommunikation

Vom handling her einfach und (handyähnlich) über fünf Programmtaster zu bedienen, lässt sich RM5 ReflexMaster optional per PDA über Bluetooth per Notebook mit USB-Adapter konfigurieren. Die Fernwartung ist über ein GSM-Modul möglich. Dieser busfähige Lastkollektivspeicher ist zu allen Maschinen kompatibel, er hat jeweils vier digitale und analoge Eingänge, zwei Ausgänge, einen USB-Anschluss, eine Bluetooth-Antenne und eine AC/DC-Einspeisung (24 bis 48 Volt).

Insgesamt acht Messkanäle lassen sich einfach kalibrieren. Somit kann man bis zu acht Lastmessbolzen anschließen. Eine Summierungsfunktion kann über alle Kanäle erfolgen. Das System lässt sich in allen gewünschten Messmodi betreiben, beispielsweise vier bis 20 Milliampere, null bis zehn Volt oder im Demag-FAW-Modus.

Ein zweites Ausgangssignal ist editierbar, etwa zur Weitergabe an Großanzeigen. Der RM5 ReflexMaster hat eine 24-Bit-Auflösung. Die Nennlast wird in 16,7 Millionen Teile geteilt – somit stellt ein 16,7-Millionstel die kleinste Messgröße dar.

Aktuell prüft ein großes Versicherungshaus die Möglichkeit, Anlagenversicherungskosten durch den Einsatz des ReflexMaster zu individualisieren. Damit würde sich die Anschaffung des Systems schon nach kurzer Zeit amortisieren. Stillstandszeiten während der Auslesung werden vermieden, Versicherungskosten minimiert und Generalüberholungs-Intervalle verlängert. Somit kann auf den gesamten Lebenszyklus der Anlage ein Einsparpotenzial realisiert werden, das nicht selten die Investitionssumme beim Kauf erreicht. (gm)

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