Kransystem

Kran mit Intelligenz

Flexibilität von Kransystemen spürbar erhöht
Ein Human Interface gibt Informationen, zum Beispiel über Lasten, direkt auf das Bedienteil.
Nach dreieinalb Jahren Entwicklungsarbeit soll das neue Kranssystem Smarton Maßstäbe in der Hebetechnik setzen, hofft Konecranes und verweist auf das Steuerungskonzept.

Holger Schauer, Sales Manager von Konecranes Heavy Lifting in Berlin, lobt die Neuentwicklung: „Smarton ist ein umfassender Ansatz für das gesamte Spektrum an Hebeaufgaben, die ein Kran übernehmen kann.“ So reicht das Einsatzgebiet des neuen Systems von klassischen Handlingaufgaben in automatisierten Lagerlogistik-Umgebungen über Einsätze in der produzierenden und verarbeitenden Industrie bis zu komplexen Aufgaben in der Chemie-, Stahl- und Bergbauindustrie.

Eines der wesentlichen Charakteristika des Geräts sind die intelligente Steuerung und die ergonomische Bedienung per Funksteuerung, die einfach und selbsterklärend zu handhaben ist und dabei über Displays permanent gut ablesbar über wesentliche Last- und Krandaten informiert. Wichtige Merkmale sind in seinem Namen, dem Akronym Smarton zusammengefasst: So steht das „S“ für „space-making“, raumschaffend, auch weil der auf Basis des Vorgängermodells bauraumoptimiert konstruierte Kran sich platzsparend und damit insgesamt wirtschaftlicher installieren lässt. Das „M“ leitet sich von „maintenance-friendly and modular“ ab: Die Entwicklung ist wartungsfreundlich konzipiert, bietet generell längere Wartungsintervalle und lässt sich seinem Systemcharakter entsprechend je nach Erfordernissen der Anwender modular mit weiteren Funktionsbausteinen und zusätzlichen Steuerungs-IT-Features erweitern. Hinter dem „A“ verbergen sich Attribute wie „adjustable and applicable“: Der Kran ist für jeden gewünschten Einsatzzweck maßgeschneidert konfigurierbar. Das „R“ bedeutet „reliable“, verweist damit auf die Zuverlässigkeit des Systems, und „Ton“ schließlich steht für die Lasten, die der Kran mit einem Tragkraft-Spektrum von 30 bis 500 Tonnen bewegen kann.

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Der modulare Aufbau sei Garant für das branchenübergreifende Einsatzspektrum. So kann der Anwender exakt die für seinen individuellen Einsatz erforderlichen Funktionen auswählen und das Leistungsspektrum sukzessive sowie je nach Bedarf erweitern. Als Schnittstelle für die Fixierung der jeweiligen Lastaufnahmemittel (LAM) dient der Kranhaken. Konecranes bietet LAM für jeden Einsatzzweck gemeinsam mit dem Kran an, so auch für das Coil-Handling oder Tambour-Traversen für die Papierindustrie.

Als entscheidend für die multiple Einsatzfähigkeit und Performance erweist sich die Steuerung. So setzt der Hersteller serienmäßig speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) ein. Das HIM (Human Interface to Machine) informiert per Display über Faktoren wie Lastgewichte sowie Positionskoordinaten direkt auf der Funkfernsteuerung. Dank des HIM kann der Anwender die Gerätefunktionen weitgehend ohne Zuhilfenahme von Handbüchern erlernen.

Zudem übernimmt das System – nach der Installation zusätzlicher Leistungsfeatures – die automatische Lastplatzierung, erweiterte Geschwindigkeitsbereiche und definierte Arbeitsbereiche, informiert über anstehende Wartungen wie Ölwechsel oder Justierung der Bremsen. bw

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