Material handling

Sparsame Stärke

Großstapler im Traglastbereich von zehn bis 18 Tonnen
Die neuen Modelle des 2006 eingeführten, größten Hydrostaten aus dem Linde-Produktprogramm erfüllen die seit Januar 2011 geltenden Abgasvorschriften. (Foto: Linde MH)
Linde Material Handling löst die bisherige Großstaplerbaureihe H100 bis H180 im Traglastbereich von zehn bis 18 Tonnen ab. Die neuen Modelle des 2006 eingeführten, größten Hydrostaten des Aschaffenburger Herstellers erfüllen die neuen Abgasvorschriften der Stufe IIIB/Tier 4 Interim.

Zehn verschiedene Modelltypen mit Lastschwerpunkten von 600 und 1.200 Millimeter stehen den Kunden für eine Vielzahl industrieller Anwendungen zur Wahl. Die Fahrzeuge bieten dem Fahrer mit der bewährten Doppelpedalsteuerung, den Bedienhebeln zur Ansteuerung der Hubfunktionen (Linde Load Control) und dem speziell geformten Lenkrad viel Komfort. Hinzu kommen verbesserte Service-Zugänge, eine zusätzliche Modellvariante (H100 mit zehn Tonnen Tragkraft und 1.200 Millimeter Lastschwerpunkt), ein erweitertes, integriertes CAN-gestütztes Display (das unter anderem Ladegewicht, Kraftstoffverbrauch, Tankstand und Betriebszustand anzeigt), eine rollengeführte Aufhängung der Gabelzinken und universelle Gabelträger sowie die optionale Beleuchtung der Trittstufen.

Der Hersteller aus Aschaffenburg hat die Fahrzeuge serienmäßig verbessert durch längere Gabelzinken (gilt für Modelle mit 600 Millimeter Lastschwerpunkt), zusätzliche, am Chassis befestigte Heckspiegel, einen Spritzschutz für die Hinterräder, Schiebefenster, eine ausziehbare Lenksäule und eine 12-V-Steckdose im Bereich der Fahrerkabine. Die Kapazität des Treibstofftanks wurde um mehr als 60 Prozent erhöht und ermöglicht längere Einsatzzeiten bis zum nächsten Tankstopp. Diese Staplerbaureihe verbindet den feinfühligen, sparsamen Linde Hydrostatikantrieb mit bewährten Cummins Motoren, die die aktuellen Vorschriften zur Abgassenkung erfüllen. Diese Motoren haben serienmäßig verbaute Dieselpartikelfilter (DPF), die das Partikel- und Stickoxid (NOX)-Emissionsniveau um 90 Prozent beziehungsweise 50 Prozent im Vergleich zu den Werten der Stufe IIIA/Tier 3 senken. Für die am 1.1.2014 in Kraft tretende Stufe IV/Tier 4 plant Linde eine zusätzliche Abgasnachbehandlung zur Senkung des Stickoxid-Ausstoßes auf Basis einer Kombination von EGR-(Exhaust Gas Reduction) Technologie und SCR- (Selective Catalytic Reduction) Technologie.
Ein wichtiges Entwicklungsziel dieser Baureihe hat der Hersteller mit dem modularen Aufbau von Chassis und Rahmen realisiert, um so den Zugang zu den Servicekomponenten zu vereinfachen. Die Kühlereinheit befindet sich am Heck des Staplers oberhalb des Gegengewichts. Über beidseitig am Stapler angebrachte Schlitze wird die Luft angesogen, durch die Kühleinheit gezogen und vom Motorraum und der Fahrerkabine weggeleitet. Der modulare Aufbau des Gegengewichts ermöglicht flexible Fahrzeugkonfigurationen, um die gewünschte Resttragfähigkeit bei Anbaugeräten zu erreichen. Die Fahrerkabine lässt sich hydraulisch zur Seite wegklappen und erleichtert den Servicezugang zu Motor und hydrostatischem Antrieb. Häufiger zu wartende Komponenten wie Öl-, Kraftstoff- und Luftfilter, Wischwasserbehälter, Batterien, Sicherungen, Kabinenkippvorrichtung und Canbus-Stecker sind über eine große Bedienklappe zugänglich. Die Fahrerkabine wurde um 100 Millimeter erhöht, um dem Fahrer eine bessere Rundumsicht zu ermöglichen und bodennahe Wartungsarbeiten zu erleichtern. Der Fahrer erreicht seinen Arbeitsplatz ab sofort über gut sichtbare, breite und tiefe Gitterstufen mit Locheisenprofil. pb

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