Material Handling

Gefährdungen ausschließen

Unter modernen Bedingungen plant, entwickelt und baut Sitec ECM-Anlagen und ¿Vorrichtungen. Außerdem fertigt das Unternehmen selbst Komponenten in Klein- und Großserien. Das Unternehmen begleitet seine Kunden von Anfang an durch den Produktentstehungsprozess. Von der Planung bis zur industriellen Einführung in die Fertigung stehen ihnen erfahrene Projektleiter sowie Applikationsingenieure zur Verfügung. Im eigenen ECM-Applikationszentrum erfolgen die technologische Entwicklung, die Erstmusterbearbeitung und die Prototypenfertigung. Auf dieser Basis erfolgt die Entwicklung des Maschinenkonzeptes. Hier werden Anlagentyp, Automatisierungsgrad, Qualitätssicherungskonzept, Vorrichtungskonzept sowie Steuerungs-, Maschinen- und Prozessdatenkonzept definiert. Montage, Inbetriebnahme und Erprobung der Anlagen erfolgen in den eigenen Fertigungshallen. Mit der Überprüfung der Serienparameter wird die Funktionalität der Maschinen bereits vor Auslieferung an den Kunden sichergestellt. Nach erfolgreichem Serienstart am Fertigungsstandort des Auftraggebers sorgt der Hersteller mit seinem Serviceteam auch für die Wartung der Anlagen und Sicherung der Produktion. Eine 24h-Rufbereitschaft gehört dabei zum Leistungsumfang. Beim Einsatz der ECM-Technologie steht der Schutz von Mensch und Umwelt im Vordergrund. Entscheidend für die Akzeptanz des Verfahrens in der Industrie sind zunehmend ökologische Gesichtspunkte. Deshalb wurde in den letzten Jahren der Prozess und seine Anlagen genau analysiert. Viele Lösungen aus dem Unternehmensbereich Forschung und Entwicklung wurden in den Maschinenkonzepten realisiert. Durch die verfahrensbedingt geschlossenen Medienkreisläufe sind Gefährdungen nahezu ausgeschlossen. Bei den meisten Anwendungen kommt außerdem ein pH-neutraler Elektrolyt, das eigentliche Werkzeug des Verfahrens, zum Einsatz. Lediglich das Metallhydroxid wird im Bypass mit geeigneten peripheren Einrichtungen ausgefiltert und dem Prozess entnommen. Dabei handelt es sich um einen festen Filterkuchen, der nichts anderes ist als bei der mechanischen Metallbearbeitung die Späne. Allerdings werden während der ECM-Bearbeitung von chromhaltigen Stählen Chrom-Ionen in den Elektrolyt eingetragen. Die ungiftigen Chrom(III)-Ionen reagieren wie die Eisen(III)-Ionen und fallen als Chrom(III)-Hydroxid aus. So können diese zusammen mit dem Eisenhydroxid ausgefiltert werden. Gleichzeitig werden auch Chrom(VI)-Ionen eingetragen, die bei einer entsprechenden Konzentration als sehr giftig eingestuft sind. Im Gegensatz zu den Chrom(III)-Ionen sind diese sehr gut wasserlöslich und reichern sich so im Elektrolyt an. Der Mensch an der Anlage wäre also durch Hautkontakt mit Elektrolyt bzw. Einatmen von Elektrolyt-Aerosol gefährdet. Hauptsächlich bei stark chromhaltigen Stählen und hohen Materialabtragsraten (z.B. beim Senken und Bohren) müssen entsprechende technische Lösungen in die Anlagen integriert werden. Sitec hat dazu ein Verfahren entwickelt, mit dem das Chrom (VI) ausgefällt werden kann. Die Zugabe des Fällungsmittels erfolgt dabei geregelt und das so entstehende Fällungsprodukt kann mit einer Kammerfilterpresse aus dem Elektrolyt entfernt werden. Die wesentlichen Vorteile dieser technischen Lösung liegen klar auf der Hand. Zu jedem Zeitpunkt ist die Chrom(VI)-Konzentration bekannt. Es wird nur so viel Fällungsmittel zudosiert wie notwendig, um die vorgeschriebenen Grenzwerte einzuhalten. Damit wir der Mensch keiner Gefährdung ausgesetzt und der Einsatz von Chemikalien stark reduziert. Auch gibt es einen technologischen Vorteil. Das Fällungsprodukt wird komplett aus dem Elektrolyt ausgefiltert. Im Vergleich zu anderen Lösungen wird der ECM-Prozess nicht behindert und die Standzeit des Elektrolyten wesentlich verlängert. Dipl.-Ing. Jens Lämmel/bw

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