Forum Intralogistik

Mensch im Mittelpunkt

Zur Situation der Intralogistik-Branche
Pressekonferenz in Frankfurt, von links: Wolfgang Albrecht (Geschäftsführer PSI Logistics und Vorstandsvorsitzender der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme), Peter Günther (Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Logistiksysteme sowie der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme), Christoph Hahn-Woernle (Geschäftsführender Gesellschafter Viastore Systems und Sprecher des Forum Intralogistik)
Auf einer Pressekonferenz im Februar 2009 informierte das Forum Intralogistik über die Entwicklung der Branche. Das Jahr 2008 brachte neun Prozent Umsatzwachstum und 5.000 neue Arbeitsplätze. Für 2009 wird ein Umsatzrückgang um acht Prozent erwartet. Trotzdem muss an der Nachwuchsförderung festgehalten werden, appellierte Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des Forum Intralogistik. Auch Forschung und Innovation bleiben weiter im Fokus, unterstrich Wolfgang Albrecht, Vorstandsvorsitzender der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme.

Das Jahr 2008 war ein sehr gutes für die deutsche Intralogistik-Branche. Die Anbieter haben ihren Umsatz gegenüber 2007 um neun Prozent von 17,8 auf historische 19,4 Milliarden Euro gesteigert. Der Zuwachs resultiert aus einem guten Auftragseingang 2007 und in der ersten Jahreshälfte 2008, die auch von einer hervorragenden Cemat beflügelt wurde. Christoph Hahn-Woernle: „Die Situation, in der sich die gesamte Weltwirtschaft derzeit befindet, ist von enormer Unsicherheit geprägt. Etwas Vergleichbares haben wir alle wohl noch nicht gesehen.“ Wobei er bewusst historische Vergleiche mit Anfang der 90er Jahre oder gar mit der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren vermied. „Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird man möglicherweise zu dem Schluss kommen: Jammern auf hohem Niveau. In der Tat werden wir in diesem Jahr ungefähr an das Niveau von 2007 heranreichen, das ja wirklich sehr ordentlich war. Nur wenn die Branche einen Zuwachs von fünf bis sechs Prozent pro Jahr hat, können wir das Beschäftigungsniveau halten.“

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2008 hat die deutsche Intralogistik viele Arbeitsplätze geschaffen. Die Firmen dieser Branche haben 5,5 Prozent mehr Menschen beschäftigt als 2007. Für mittelständische Unternehmen ist das ein enormer Zuwachs. Dabei sind die Mitarbeiter dieser Branche hervorragend qualifiziert: 69 Prozent haben eine abgeschlossene Ausbildung, 22 Prozent einen Hochschulabschluss. „Wir hoffen,“ so Hahn-Woernle, „dass wir unsere Mitarbeiter so lange halten können, bis die Konjunktur wieder anspringt. Denn das Wichtigste, was die kleinen und mittleren Unternehmen vorweisen können, sind qualifizierte Mitarbeiter.“ Der Sprecher des Forum Intralogistik appellierte an die Firmen: „Seien Sie sich Ihrer Verantwortung gegenüber den jungen Menschen, den Auszubildenden bewusst. Es wäre gerade jetzt kontraproduktiv, junge Menschen auszubilden, um sie dann freizusetzen. Mein Appell lautet, dass Sie Ihre Bemühungen um die Jugend nicht abbrechen, auch wenn im Augenblick die Lage nicht zum Besten bestellt ist.“

Forschungsschwerpunkt Energieeffizienz

„In den schwierigen Zeiten eines globalen wirtschaftlichen Umbruchs,“ so Wolfgang Albrecht, „ist gerade die Logistik gefordert, neue Konzepte und Lösungen zu entwickeln und dem Markt anzubieten. Die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme nimmt hier einen besonderen Stellenwert ein. Sie bündelt das Know-how einer sehr heterogenen Branche und erschließt dabei Potenziale bei Entwicklung und Finanzierung von Innovationen.“ Ein sehr wichtiges Thema der Forschungsgemeinschaft ist der Themenkomplex Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Projekte wie „Erhöhung der Energieeffizienz von Unstetigförderern durch den Einsatz moderner Faserverbundwerkstoffe“ und „Hochfeste Faserseile für Hubbewegungen in der Lagertechnik“ helfen, Produkte und Systeme in der Intralogistik energieeffizienter zu gestalten und so Nachhaltigkeitsaspekte besser zu berücksichtigen. Gunthart Mau

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