Elektrokommissionierer-/Dreiseitenstapler EKX 513-515

Er kann beides

Intelligente Steuerung für neuen Kombistapler
Mit viel Platz, ergonomischer Ausstattung in ansprechendem Design macht Stapeln Spaß.
In den nächsten Wochen verlässt ein neuer Elektro- Kommissionier-/Dreiseitenstapler die Werkhallen in Moosburg. Er kann stapeln und kommisionieren. Ein in dieser Form bisher noch nicht eingesetztes Staplermanagement steuert das Gerät – mittels RFID bestimmt der Boden, was das Fahrzeug zu tun oder zu lassen hat.

Das neue Flurförderzeug von Jungheinrich schlicht Gabelstapler zu nennen, wäre wohl ein Affront. Obwohl es mit seinen Gabeln stapeln kann. Aber es kann mehr: Stapeln und kommissionieren. Dieser Kombistapler mit dem Namen EKX 513-515 ist ein Hochregalstapler mit einer Tragkraft bis 1.500 Kilogramm. Er erreicht Hubhöhen von mehr als 14 Metern und steht mit seiner 80-Volt-Drehstromtechnik für Leistungsfähigkeit im „High-End-Bereich“ des Schmalganglagers. Im Mai geht er in Serie.

Um der steifen Brise auf dem Markt standzuhalten setzen Logistikunternehmen zunehmend auf Modularität und Flexibilisierung in ihren Strukturen. Der Hamburger Hersteller von Flurförderzeugen reagiert mit dem Neuling auf diese Anforderungen. Der Systembaukasten mit vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten samt intelligentem Fahrzeugmanagement mit TÜV-zertifiziertem Steuerungs- und CAN-Bus-System hält neue Sicherheitsmerkmale vor und passt den EKX an Bedürfnisse in Lager und Logistik an.

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Der Boden bestimmt

Die Leistungs- und Geschwindigkeitswerte des EKX sind mittels RFID durch den Lagerboden determiniert. Das Modul „Bodentopologie“ gleicht in Verbindung mit der RFID-Bodensteuerung die Geschwindigkeitsprofile mit den Bodenverhältnissen im Schmalganglager ab. Die Fahrzeugsteuerung erfolgt durch Transponder, die niveaugleich in den Lagerboden eingelassen sind. Aufwendig montierte Bodenmagnete entfallen. Die Transponder übernehmen eine permanente Wegmessung. Auf diese Weise „unterhält“ sich der Stapler permanent mit seinem Lager: Er weiß zu jeder Zeit, wo er ist und was er wie zu tun hat. Das bringt dem Kunden Flexibilität und Sicherheit bei der täglichen Arbeit, zum Beispiel Gangendsicherung, Hub- und Fahrabschaltung und Bereichserkennung. Die Bodentopologie sowie die daraus resultierenden Geschwindigkeitsanpassungen können im Speicher des Fahrzeugs hinterlegt werden. Mittels USB-Stick können diese Informationen von einem Masterfahrzeug an jedes andere im Schmalgang eingesetzte Fahrzeug weitergegeben werden. Auch wenn der Stapler vieles weiß und kann: Entbehrlich ist der Fahrer deshalb nicht.

Aktive Stabilisatoren

Hinter dem Modul „Resttragfähigkeit plus“ verbergen sich zwei aktive, selbstjustierende Stabilisatoren. Sie fahren beim Ein- und Ausstapeln automatisch aus, stabilisieren den Stapler und erhöhen somit die Resttragfähigkeit in großen Höhen. Das Einstapeln geht stabiler, schneller und sicherer vonstatten - das hilft insgesamt die Umschlagleistung zu erhöhen.

Drehstromtechnik der dritten Generation

Mit der 80-Volt-Drehstromtechnik der dritten Generation steht der EKX 513-515 für große Umschlagleistung und dynamische Bewegungsabläufe bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch. Die hohen Drehmomente sorgen für eine effektive Beschleunigung des Geräts, einen schnellen Hub sowie dynamische Nebenbewegungen und machen das gleichzeitige Heben und Senken von Haupt- und Zusatzhub möglich. Durch regeneratives Abbremsen des Fahrzeugs und das so genannte „Nutzsenken“ lässt sich während des Betriebs gleich „doppelt Energie“ zurückgewinnen. Das führt zu längeren Einsatzzeiten mit nur einer Batterieladung: Im üblichen Betrieb packt der Kombistapler seine Arbeit über zwei Schichten. Hinzu kommt ein aktives Energie- und Batteriemanagement. Es optimiert vorausschauend Energieflüsse für den jeweiligen Einsatz so, dass Energiebedarfsspitzen vermieden werden. Der EKX leistet zehn Prozent mehr bei 20 Prozent weniger Energieverbrauch.

Ergonomie und Komfort

Mensch und Maschine müssen sich gut vertragen – vor allem in Gabelstaplern und Lagertechnik. Der neue Kombi hat deshalb eine geräumige Kabine mit einem großzügig dimensionierten Einstieg. Durch die niedrige Schwenkschubführung und die Freihubgerüste hat der Fahrer eine hervorragende Sicht auf Fahrbahn und Last. Für sein Wohlbefinden und damit sein sicheres, konzentriertes und motiviertes Arbeiten sorgt ein gefederter, verstell- und klappbarer Komfortsitz, der auf Wunsch mit Heizung und Lendenwirbelstütze ausgestattet werden kann.

Immer mit zwei Händen

Ein schalterloses Zweihand-Bedienkonzept gibt dem Staplerfahrer mehr Komfort und Sicherheit bei der Arbeit. Im Mittelpunkt steht das elektrisch verstellbare Bedienpult als zentrale Steuerungs- und Informationseinheit. Es hat ein Farbdisplay mit robuster Folientastatur und Ziffernblock. Über einen Zugangscode kann der Bediener individuell angepasste Fahrerprogramme abrufen. Die schalterlosen Sensoren registrieren die Berührung durch den Bediener und geben diese Informationen an den Bordrechner weiter. Die Fahr- und Hydrauliksteuerung selbst wird mit der bewährten Daumenbetätigung gesteuert. pb

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