Heben und Bewegen

Optimierter Holztransport

Nicht auf den Leim gegangen
Die Steigerung der Effizienz im Produktionsablauf ist genau die richtige Aufgabenstellung für einen Schweizer Kranbauprofi und einen Hebezeugspezialisten aus Mannheim. Zusammen planten und realisierten sie eine Krananlage für den Einsatz im Holzleimbau.

Die Produktionshalle der Firma Hüsser Holzleimbau ist 110 Meter lang, 26 Meter breit und zweigeschossig. Die obere Etage befindet sich in einer Höhe von 9,35 Metern. Im Erdgeschoss befinden sich die Lagerräumlichkeiten der Rohware, im ersten Stock die Brettschichtholz-Produktion. Durch Expansion im Segment Holztragwerke hatte das Unternehmen Platzprobleme. Im Erdgeschoss schafften die Verantwortlichen durch Optimierung des Lagers zusätzlichen Raum. Aufgrund der Volumensteigerungen waren auch die zwei bestehenden Krane im Obergeschoss überlastet. Deshalb installieren die Kranspezialisten von SWF und Gersag einen dritten Hallenkran. Er bringt das angelieferte Material nach oben in die Produktion. Die Aufgabenstellung wurde mit einem Vier-Tonnen-Kran gelöst, der ein Elektroseilzug als Hubwerk (16 m/min) hat. Mit einer speziellen Funkfernsteuerung – zwei Sender kombiniert mit einem Empfänger – lässt sich der Kran vom Erd- oder Obergeschoss aus bedienen.

Kran mit Überhang

Die beiden bestehenden Krane in der Produktion mussten nicht verändert werden. Das fertig geleimte Material wird durch eine Bodenöffnung (5,6 mal 22 Meter) in das Erdgeschoss abgesenkt. Hier transportieren zwei Deckenlaufkrane mit einer so genannten Auskargung die Halbfabrikate zur nächsten Bearbeitungsstelle. Eine Auskargung ist ein Überhang des Kranes, so dass der auch Lasten aufnehmen kann, die außerhalb der eigentlichen Kranbahn liegen. Ein Deckenlaufkran hängt an der Decke – statt wie üblicherweise auf einer Kranbahn auf Schienen zu laufen. Für besonders lange Lasten haben die beiden Neukrane eine Parallelsteuerung. Damit lassen sie sich mit einer Funkfernbedienung synchron bewegen (Tandemsteuerung).

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Mit dem gesamten Kransystem ist es nun möglich, von der Produktionsebene im Obergeschoss die Halbfabrikate durch die Bodenöffnung abzusenken und mit dem Deckenlaufkran im Erdgeschoss wieder aufzunehmen und für die weitere Bearbeitung weg zu transportieren. Die beschriebenen Neuanlagen sind für die so genannte 2mTriebwerksgruppe ausgelegt. Damit ist die Anlage etwas massiver konzipiert und eignet sich auch für einen Zweischichtbetrieb. Zu berücksichtigen war auch die Betriebsnutzungsdauer, damit es einerseits keine Ermüdungserscheinungen gibt und andererseits das System nicht zu teurer wird. W. Oberli (ma)

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