Vermessung in Förderanlagen

Masse und Volumen

Vermessung in Förderanlagen. Die Erfassung von Frachtdaten ist ein wichtiges Thema in der Intralogistik. Eine leicht nachrüstbare Durchlaufwaage in Kombination mit einer Volumenmessanlage sorgt hier für eine lückenlose Vermessung und Dokumentation der Ware.

Um genaue Daten von zu versendenden Gütern und Waren zu erhalten, ist eine automatische Frachtvermessung in Förderanlagen ein guter Ansatz. Mit einer leicht nachzurüstenden Durchlaufwaage in Kombination mit den scharfen „Augen“ einer Volumenmessanlage ist die lückenlose Vermessung und Dokumentation leicht zu erreichen. Ein Unternehmen, das Waagen für das Vermessen und Wiegen von Fracht in vielen Bereichen der Logistik anbietet, ist Soehnle aus Murrhardt. Gemeinsam mit den Messanlagen von AKL-tec in Alsdorf sind die neuen Systeme zur Vermessung im Durchlauf, gegenüber den bereits seit Mitte der 90er Jahre integrierten Volumen- und Gewichtserfassungen, einen guten Schritt weiter.

Was Autofahrern eher ein ungutes Gefühl bereitet, nämlich wenn während der Fahrt am Straßenrand eine Messeinrichtung „lauert“ und die Geschwindigkeit oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug misst, ist bei den Förderanlagen gewollt. Aber statt Geschwindigkeit und Abstand, vermisst das System Apache (Conveyor System) der Alsdorfer das Volumen und Aussehen der Fracht. Für die Volumenmessung wird die Bewegung des Messobjektes ausgenutzt, um ein lückenloses 3D-Bild des Frachtgefüges aufzunehmen. Anhand dieses Bildes ermittelt die Systemsoftware dann wichtige Frachteigenschaften wie Länge, Breite und Höhe des Messobjektes und das reale Volumen. Mit Hilfe diverser, programmierter Kriterien und durch die direkte Kommunikation zum überlagerten IT-System entscheidet das Gerät, auf welcher Basis Volumen und Gewicht berechnet werden müssen. Weiterhin erkennt die Software automatisch im Bild, welches Hilfsmittel, welcher Hubwagen und welche Palette sie ausblenden muss. Zusätzlich wird mit einer Waage das Gewicht der Ware im Durchlauf – also ohne Stopp des Fördervorganges – erfasst. An die Art der Vermessung muss sich die Fracht in modernen Logistikzentren gewöhnen, wenn sie auf Förderanlagen durch Umschlaghallen und Lager unterwegs ist. Denn die dort installierten Systeme der Spezialisten für Frachtvolumenvermessung erfassen so ziemlich alles, was sich auf den Transportanlagen befindet.

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Vielseitige Waagen
Die flexiblen Durchlaufwaagen lassen sich in konventionelle Palettenförderer aber auch in Unterflurkettenanlagen (bei denen Hubwagen als Transportmittel dienen) einbauen. Die Anlagenplaner können das ohne großen Aufwand in neue oder bereits vorhandene Systeme erledigen, weil dafür nur ein 140 Millimeter tiefer Bodenausschnitt erforderlich ist. Selbst die Integration in unterkellerte Anlagen ist möglich und die dafür benötigten Waagen sind speziell für Staple­r­überfahrten ausgelegt.

Die Identifikation der zu vermessenden Fracht erfolgt über manuelle oder automatische Strichcodelesung, über Transponder (RFID) oder über eine direkte Verbindung zur Materialflusskontrolle. Einmal vermessen und registriert, stellt die Messsoftware die ermittelten Daten über systemgerechte Schnittstellen den weiterverarbeitenden Systemen zur Verfügung. Dadurch ist eine lückenlose Dokumentation möglich. Diese Anlagen gehen schon einen Stück weiter als die einfache Personenwaage, die in vielen Haushalten steht und die – speziell nach Weihnachten oder Ostern – der ein oder andere liebend gerne aus seinem Blickfeld bannen möchte. (ma)

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