Dresdner Verpackungstagung

Neuer Leitfaden

19. Dresdner Verpackungstagung optimiert Prozesse
Canaletto-Blick bei der 19. Dresdner Verpackungstagung: Die Aussichten sind noch ein wenig diesig, aber insgesamt sieht es in der Branche nach schönem Wetter aus. (Foto: Born)
Effizienzsteigerung im Verpackungsprozess – Anforderungen und Lösungen: Unter diesem Titel veranstaltete das Deutsche Verpackungsinstitut (DVI) in Kooperation mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Fördertechnik und Verpackung (WGFV) die 19. Dresdner Verpackungstagung am 3. und 4. Dezember 2009. Die jährliche Tagung richtet sich an Ingenieure, Techniker, Kaufleute, Wissenschaftler
und Entscheider aus der
Verpackungsindustrie.

Mit interessanten und aufeinander abgestimmten Vorträgen zur effizienten Gestaltung des Verpackungsprozesses und zahlreichen Referenten aus namhaften Unternehmen traf die traditionelle Veranstaltung in Dresden auch in diesem Jahr wieder die Bedürfnisse der Branche. Experten und hochkarätige Referenten zeigten vielfältige Möglichkeiten der Optimierung und Effizienzsteigerung im Management, bei Produktions- und Geschäftsprozessen sowie bei der Mensch-Maschine Interaktion. Die Resonanz der rund 150 Teilnehmer war durchweg positiv.

Während auf der Tagung 2008 in der Dresdner Dreikönigskirche die beginnende Rezession spürbar wurde, blickten die anwesenden Vertreter der Unternehmen diesmal wieder optimistischer in die Zukunft. „Können wir einpacken?“ fragte der Bankkaufmann, Börsenmakler und Analyst Dirk Müller – das Gesicht der Frankfurter Börse. In seinem Referat erläuterte er das aktuelle Finanzmarktgeschehen, die Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auch auf die Verpackungsindustrie – durchaus mit markiger Beschreibung der Lage: „Der Motor ist abgesoffen, die Lichtmaschine kaputt, also kann die Batterie nicht geladen werden“. Es fehle eindeutig der Export als Anschub, hob Müller hervor, und während der kommenden Monate dürfe man sich wohl in weiterer „Leidensfähigkeit“ üben. Und der Finanzexperte riet: „Never give up!“

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Rainer Frerich-Sagurna, Geschäftsführer von Kellogg Manufacturing, eröffnete die Vortragsreihe zur „Effizienzsteigerung durch intelligente Prozesse“ mit den besonderen Anforderungen und dem Effizienzmanagement bei einem Markenartikler. Weitere Beiträge reichten von der automatischen Effizienzanalyse bei Abfüll- und Verpackungsanlagen über die energieeffiziente Fabrik bis hin zur neuen Steuerungs- und Antriebstechnik, die Steffen Winkler von der Bosch Rexroth vorstellte. Über mehr Produktivität durch den Einsatz moderner Sensorkonzepte referierte Ralf Jäger von Sick. Der Vortrag von Dr. Holger Oortmann von Siemens zur Interaktion von Mensch und Maschine zeigte ein aktuelles Arbeitsergebnis des DVI-Arbeitskreises Automatisierung, das als Leitfaden zur Vereinheitlichung der Bedienstruktur für Verpackungsmaschinen beim DVI erhältlich ist. Weitere Fachbeiträge behandelten wichtige Aspekte zur Verbesserung der Materialeffizienz, eindrucksvoll am Beispiel von MAP-Verpackungen für Fleisch dargestellt, sowie die Optimierung von Logistik- und Geschäftsprozessen. Einen Blick in die Zukunft der Produktion gestattete der Beitrag von Prof. Dr. Detlef Zühlke, Direktor des neuen Forschungsbereichs Innovative Fabriksysteme am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern, zur SmartFactory.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.verpackungstagung.org. Die nächste Dresdner Verpackungstagung – dann mit 20jährigem Jubiläum – wird am 2./3.12.2010 stattfinden. pb

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