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Contacless Power System (CPS)

Unsichtbare Schienen

Berührungslose Energieübertragung in der Intralogistik
Ohne Fahrer, ohne Schiene, ohne Hindernis: Das CPS eröffnet neue Freiheiten in Produktionshallen und in der Logistik.
CPS steht für Contactless Power System und ist inzwischen in vielen Einsatzbereichen fest etabliert. Die Technik liefert elektrische Energie ohne mechanischen Kontakt nach dem Induktionsprinzip und schafft neue Möglichkeiten für Produktion und Logistik.

Das System funktioniert seit Jahren zuverlässig: Fahrerlose Transportsysteme (FTS) mit der von Vahle entwickelten berührungslosen Energieübertragung sind bereits weltweit installiert. Das Contactless Power System (CPS) bringt Bodentransportsysteme, Elektrohängebahnen und Krananlagen zum Fahren und wird häufig im Automotivebereich eingesetzt, aber auch in der Reinraumtechnik, in der Warenverteillogistik, bei Aufzügen oder in der Bahntechnik. In Industriezweigen, in denen durch eine hohe Verfügbarkeit der Förderanlage eine kostengünstige Produktion erst möglich wird, wächst der Bedarf.

Die Energieübertragung erfolgt induktiv – ähnlich wie bei einem Transformator. In das System kann auch eine Datenübertragung und Spurführung integriert werden. Aufgrund der hohen Übertragungsfrequenz und der besonderen konstruktiven Ausführung der Komponenten ist es möglich, die Energie über eine Distanz bis 20 Millimeter nahezu verlustfrei induktiv zu übertragen. Die „Spur“, über der die Transportwagen durch die Produktionshalle fahren, ist etwa 100 Millimeter breit. Die Pick-up Einheit am Transportwagen – der Stromabnehmer – gleitet üblicherweise zehn Millimeter über dieser Spur und holt sich die Energie aus dem Boden, ohne diesen dabei zu berühren.

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1998 hatte der Hersteller sein Produktspektrum um CPS erweitert – damals betrieb die Technische Universität Braunschweig als wichtige Forschungsstätte für Elektrotechnik die Grundlagenforschung und Entwicklung des Systems. Vahle hat das System dann für den industriellen Einsatz tauglich gemacht. Zuvor konnten höhere elektrische Leistungen nur mit herkömmlichen Stromzuführungen – Stromschienen und Schleifleitungen – übertragen werden. Durch die CPS-Technik ist der Fahrweg frei von störenden Aufbauten, und somit können auch andere Fahrzeuge, die noch in der Montagehalle herumfahren, diesen Fahrweg problemlos kreuzen. Der „unsichtbare“ Einbau von Weichen und Hebern ist ebenso denkbar wie das Abschalten einzelner Streckenabschnitte.
Die Versorgungsspannung für die Antriebsmotoren der fahrerlosen Transportwagen wird ebenso zur Verfügung gestellt wie die Versorgungsspannung für die Fahrzeugsteuerung. Das berührungslose System ist verschleiß- und wartungsarm und verursacht erheblich weniger Wartungskosten. im Vergleich zur konventionellen Technik. Stillstandszeiten für die Aufladung der Batterien oder den Austausch von Schleifkohlen entfallen. Das System arbeitet geräuschlos und kann auch in stark verschmutzter Umgebung oder unter chemischen Einflüssen eingesetzt werden – sogar ein Einsatz unter Wasser ist denkbar. PR/pb

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