BSH in Nauen als Umschlagschwerpunkt für Hausgeräte

Drei Stufen zur Transparenz

Mit Software-Lösungen lassen sich verborgene Potentiale beim Staplermanagement heben, wie das Praxisbeispiel BSH beweist. (Foto: Born)

Seit Kurzem sind bei der Bosch Siemens Hausgeräte (BSH) in Nauen drei Elektrostapler der neuen RX 50 Baureihe von Still in Betrieb. Im Logistikzentrum des Hausgeräteherstellers sind sie bei sämtlichen intralogistischen Prozessen ¿ vom Wareneingang über den Warentransport bis hin zum Warenausgang ¿ im Einsatz. Täglich werden in Nauen bis zu 85 LKW, Container oder Eisenbahnwaggons be- und entladen. Auch beim Facility- Management und im Bereich Neuverpackung unterstützen die Stapler die Mitarbeiter des Logistikzentrums. Nauen hat sich in den letzten zu einem wichtigen Knotenpunkt im internationalen Logistiknetz der BSH entwickelt. Hier kommt ein Großteil der Warenströme aus dem osteuropäischen Raum und aus Übersee zusammen, die für Kunden in Zentral- und Westeuropa bestimmt sind Eine besondere Herausforderung für die Stapler in Nauen ist der Einsatz auf dem Rangiergerät WRG-SL6. Damit können bis zu zwölf Bahnwaggons an die richtige Verladeposition geschoben werden. Hier kommt der stärkste Elektrostapler als Antriebseinheit zum Einsatz, ein RX 60-50 mit einer Tragfähigkeit von ca. fünf Tonnen. Eine spezielle Dienstleistung sorgt dafür, dass die Logistikleitung den ständigen Überblick über die Wartungssteuerung und Kosten der Staplerflotte behält: Der Still-Report ¿ ein webgestütztes Software-Tool - ermöglicht den BSH-Logistikern jederzeit vollständige Transparenz zu allen eingesetzten Flurförderzeugen. Der Report besteht aus drei Stufen, die aufeinander aufbauen und jede für sich nützliche Funktionen für eine bessere Planung, Umsetzung und Kontrolle liefern. Der erste Baustein ¿Organisation¿ bringt Ordnung in den Fuhrpark mittels verschiedener Formulare, die im Internet verfügbar sind. Auf einen Blick ist so die Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge erkennbar. Alle Serviceberichte, Übersichten über geleistete Arbeiten, Reparatur- oder Wartungsberichte sind als elektronische Kopien verfügbar. Entsprechende Dokumente enthalten darüber hinaus die komplette Fahrzeughistorie. Dieses Merkmal entspricht einem erweiterten Servicebuch, das webbasiert gepflegt wird. Statistische Werte wie das durchschnittliche Alter der Flurförderzeuge sind ebenso erfasst. Die zweite Stufe ¿Analyse¿ ermittelt mit dem vorhandenen Datenmaterial unter anderem die Servicekosten pro vorwählbarer Zeit-Periode. Die Analyse gestattet außerdem detaillierte Aussagen für jedes einzelne Fahrzeug ¿ zum Beispiel hinsichtlich der Einsatzzeiten oder der geleisteten Kilometer. In welchem technischen Zustand sind die Fahrzeuge, wie lange sind sie noch einsatzbereit, welcher Stapler hat das größte Pensum ¿ auf diese Fragen weiß der Report eine Antwort. Die dritte Stufe, die die beiden vorangehenden mit einschließt, nutzt die Möglichkeiten aus ¿Organisation¿ und ¿Analyse¿ und hebt damit verborgene Verbesserungspotentiale. Unter der Bezeichnung ¿Optimierung¿ lassen sich detaillierte Wartungspläne erstellen, die exakt in die Betriebsabläufe passen. Excel-Tabellen geben schnell erfassbare Übersichten über die BSH-Fahrzeugflotte in Nauen. In vielen Abläufen der Intralogistik stecken noch Verbesserungschancen, die so erkannt und umgesetzt werden können. So lassen sich auch die Kostenstrukturen darstellen und verändern. Für ihr internes Logistikkonzept wurde die BSH bereits 1997 mit dem Deutschen Logistikpreis ausgezeichnet. bw

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