Bekleidungskommissionierung

Anzug-Transport

Dresscode bei der Kommissionierung
Ein vordefinierter Abstand sorgt im Puffer für die schonende Lagerung.
Eduard Dressler steht für klassische Herrenbekleidung. Am Firmensitz befindet sich neben der Hauptverwaltung auch ein von Dürkopp Fördertechnik realisiertes 92.500 Hängewarenteile fassendes Lager, das als Kommissionslager arbeitet.

Die in drei Ebenen realisierte Anlage teilt sich in zwei Lagerbereiche auf: In der ersten Ebene befindet sich ein nach Artikelnummern geführtes Lager, in der zweiten Ebene das Kunden-Kommissionslager. Dank seiner Flexibilität lassen sich die Kunden- und Reservierungsbereiche kurzfristig anpassen, so dass für jeden Kunden die benötigte Fläche individuell zur Verfügung gestellt wird. Im komplett automatisierten Wareneingang wird jedes der mit individueller Identnummer ausgestatteten Kleidungsstücke einzeln erfasst, an das Dressler-eigene WMS gemeldet und ist damit unmittelbar im Wareneingangsbestand geführt. Da sich alle Transportaufträge stets auf diese Identnummer beziehen, lässt sich jedes Kleidungsstück über Tracking und Tracing bis zum Kunden verfolgen.

Für den Materialfluss der intralogistischen Prozesse hat Dürkopp für das neue Kundenlager eine Kombination trolleyloser Systeme installiert. Sie umfasst sowohl unterschiedliche Fördertechniken als auch die Materialfluss-Software für die Steuerung der intralogistischen Prozesse. Im Wareineingang werden die auf Bügeln hängenden Kleidungsstücke einzeln mit den Rolladaptern verbunden. Artikel und RFiD-Chip des Rolladapters bilden ab diesem Punkt ebenfalls eine individuelle Einheit, deren Lagerposition im System jederzeit abrufbar ist.Bei Warenabruf werden die entsprechenden Order-Chargen wieder in das Erdgeschoß befördert und auf vier Abnahmeplätze verteilt. Die hier stattfindende Qualitätskontrolle wird bei jedem Teil durchgeführt. Nach erfolgter Kontrolle und eventuellen Nacharbeiten hängen die Mitarbeiter die Ware nun in einen Gitterförderer.
Innerhalb der betreffenden Gasse hängen, entsprechend der Philosophie des Kundenlagers, alle Teile zusammen, die ein Kunde innerhalb einer Saison bestellt. Analog beliefert Dressler die Kunden nicht mit Einzelteilen. Die gesammelte Ware wird als kompletter Batch gleichzeitig versandt.

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Was die Kommissionierung der versandbereiten Ware anbetrifft, entschied man sich für eine manuelle Entnahme. So werden die abrufbereiten Waren-Chargen auf einer Schieberohr-Förderanlage bewegt. Dank des Kunststoff-Gleitbelags auf den Rohren lässt sich auch eine größere Anzahl an Kleidungsstücken leicht transportieren. Vor dem Transport wird vor jedes Bundle ein ausgedrucktes Etikett gehängt. Für die im Erdgeschoss stattfindende Verpackung verfügt Eduard Dressler über zwei Varianten: Die meisten Artikel werden für den schonenden Hängeversand von einem Folien-Verpackungsautomaten von Polypack verpackt. Alternativ werden die Kleidungsstücke in Seidenpapier gehüllt und transportsicher unterfüttert und anschließend einzeln von Hand in Hängekartons gepackt. Reinhard Irrgang/bw

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