Leichtlauf mit sechs Profilen

Neues aus dem Leichtbaukasten

Mit dem Anspruch, Ergonomie neu zu definieren, hat Terex Material Handling das Demag Leichtkransystem KBK Aluline grundlegend erneuert. Weiter reduzierte Rollwiderstände ermöglichen es, auch schwere Lasten bis 2.000 Kilogramm mit geringerem Kraftaufwand komfortabel mit der Hand verfahren zu können.

Beispiel für den Einsatz eines Leichtkransystems mit Manulift in der Automobilindustrie.

KBK Aluline ist Bestandteil des Demag Kranbaukasten KBK und wurde entwickelt, um Lasten leichtgängig und somit komfortabel bewegen zu können. "Mit der Vorstellung des Demag Kranbaukastens KBK wurde vor mehr als 50 Jahren ein neues Kransegment geschaffen, und wir haben uns zum Weltmarktführer auf dem Gebiet der Leichtkransysteme entwickelt", sagt Marc Rieser, Leiter der Business Line Modulkrane bei Terex Material Handling. Der durchgängig verfolgte Systemgedanke habe entscheidend zu diesem Erfolg beigetragen. Folglich sind Modularität, Ergonomie und Sicherheit auch kennzeichnend für das neue Leichtkransystem KBK Aluline.

Dieses Leichtgewicht unter den Kranen ist immer dann gefragt, wenn eine Krananlage viel leisten, aber wenig wiegen soll. Gewicht hat dies zum Beispiel in der Automobilindustrie. Denn nicht selten fallen hier am Montagearbeitsplatz mehrere hundert Lastbewegungen pro Tag an, die von den Mitarbeitern zu bewältigen sind. Diese Vorgaben sind ohne ein maßgeschneidertes Kransystem, welches die aufkommenden Ermüdungserscheinungen minimiert, nicht zu erfüllen. Das Leichtkransystem KBK Aluline umfasst sechs Aluminiumprofile in vier Größen, von denen zwei optional mit integrierter Schleifleitung ausgestattet werden können. Damit wird die Bediensicherheit weiter erhöht wird und mögliche Kollisionen mit Schleppleitungen sind ausgeschlossen. Die größere Profilvielfalt und durchdachte Abstufung bietet dem Kunden immer das passende Produkt für einen Traglastbereich von bis zu 2.000 Kilogramm.

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Ein wichtiges Kennzeichen des neuen Systems ist der reduzierte Rollwiderstand. "Durch eine gezielte Optimierung des Zusammenspiels der einzelnen Komponenten haben wir nicht nur den Anrollwiderstand senken können, sondern erzielen auch beim Fahrwiderstand sehr gute Werte. Damit ist KBK Aluline aktuell das leichtgängigste System auf dem Markt", betont Marc Rieser und stützt seine Aussage dabei auf die Ergebnisse breit angelegter Testreihen im eigenen Versuchsfeld.

Ergonomie nochmals verbessert
Der geringe Rollwiderstand punktet zudem mit vergleichsweise leisen Fahrbewegungen und wirkt sich so positiv auf die Geräuschentwicklung aus, was eine zusätzliche Entlastung der Mitarbeiter bedeutet. Darüber hinaus ist eine komfortable Handhabung der Last bei verringerter körperlicher Anstrengung möglich. Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die die Mitarbeiter in ihrer Arbeit unterstützt. Dank des optimierten Verhältnisses von Tragfähigkeit zu Eigengewicht sowie des deutlich reduzierten Rollwiderstands seien die Krane noch komfortabler und leichter per Hand verfahrbar. Die ergonomische Auslegung führe zu weniger Ermüdung, einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und letztlich zu weniger krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Wichtig sei dies auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, betont Marc Rieser. KBK Aluline helfe dabei, die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter möglichst lange zu erhalten.

Flexibel in vielerlei Hinsicht
Das Einsatzspektrum des Leichtkransystems erstreckt sich von einfachen Werkstätten bis hin zu komplexen, verketteten Materialflusslösungen. Als flurfreies System ermöglicht es dabei nahezu beliebig dimensionierte Hängekran- und Hängebahnanlagen. Diese Flexibilität wird durch den Baukasten noch größer. "Mit dem neuen System haben wir die Planungsfreiheit für Bauherren und Anlagenbetreiber nochmals deutlich erhöht", erklärt Marc Rieser. "Es werden weniger Aufhängepunkte benötigt, und zusätzlicher Stahlbau ist in den meisten Fällen überflüssig. Das senkt die Gesamtinvestitionskosten, und die vorhandene Fläche lässt sich flexibel für weitere wertschöpfende Arbeiten nutzen." Voraussetzung für diese Verbesserungen sind hoch belastbare Schienenverbindungen für Kranbahnen. Gegenüber früher konnte eine deutliche Vergrößerung des Abstands zwischen dem Profilverbinder und der nächsten Aufhängungen erzielt werden.

Ein System für jede Anforderung
Da der Schienenstoß nun nicht mehr zwingend in unmittelbarer Nähe zum nächsten Aufhängepunkt angebracht werden muss, steigt die Planungsfreiheit insgesamt auf ein neues Niveau. Das gesamte System kann innerhalb kurzer Zeit montiert werden und ist nahezu wartungsfrei. Sämtliche Aluminiumprofile lassen sich innerhalb einer Anlage auch nachträglich mit KBK Stahlprofilen kombinieren. Die "Neuen" im Leichtkranbaukasten sind zudem kompatibel mit bestehenden KBK Aluline-Systemen, so dass bei Anlagenerweiterungen kein Austausch bereits installierter Profile erforderlich ist.

Bereits bei der Entwicklung des Kranbaukastens KBK vor rund 50 Jahren stand für die Demag-Ingenieure der Systemgedanke im Vordergrund. Modularität, Flexibilität, Sicherheit und Bedienkomfort sollten dazu beitragen, die Qualität zu sichern und gleichzeitig Kosten insgesamt zu senken. Laut Marc Rieser sind diese zentralen Eckpfeiler eines Systems seither konsequent weiterentwickelt worden und im neuen Leichtkransystems ausgeprägter denn je: "In Verbindung mit dem Programm an Demag-Kompakthebezeugen erweitern wir somit unser Angebot für vielfältige Aufgaben der Kran- und Handhabungstechnik."

KBK Aluline bietet Lösungen sowohl für den linearen als auch flächendeckenden flurfreien Materialtransport: Einschienenbahnen, Ein- und Zweiträgerlaufkrane, starre Handhabungsgeräte, zum Beispiel Manipulatorkrane und auch Ausschiebekrane zur Nutzung von Hallenflächen, die auch seitlich einer Montagelinie liegen.  bw

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