1. Halbjahr 2019

Jungheinrich steigert weiter den Umsatz

Trotz des zunehmend herausfordernden Marktumfeldes sind Umsatz und Auftragseingang bei Jungheinrich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Wesentlicher Treiber war das Neugeschäft mit zweistelligen Wachstumsraten.

Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes von Jungheinrich. © Jungheinrich

Weltweit sank das Marktvolumen für Flurförderzeuge im ersten Halbjahr 2019 um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht knapp 42.000 Fahrzeugen. Die rückläufige Entwicklung sei im zweiten Quartal 2019 deutlich stärker, insbesondere in Europa. Insgesamt sei der Rückgang in der Berichtsperiode auf die stark gesunkenen Bestellungen im nordamerikanischen und europäischen Markt zurückzuführen, so Jungheinrich. Der Anstieg des Marktvolumens in China hingegen resultiere aus der sehr guten Nachfrage nach lagertechnischen Geräten, die jedoch zu einem Großteil durch die rückläufige Marktentwicklung bei Staplern mit verbrennungsmotorischem Antrieb aufgezehrt wurde.

Geschäftsentwicklung von Jungheinrich
Der stückzahlbezogene Auftragseingang im Neugeschäft, der die Bestellungen für Neufahrzeuge einschließlich der für Mietgeräte enthält, lag mit 67.000 Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2019 – trotz deutlich rückläufigem Kernmarkt – auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (67.400. Fahrzeuge). Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder – Neugeschäft, Miete und Gebrauchtgeräte sowie Kundendienst – umfasst, übertraf im Berichtszeitraum mit 2.065 Millionen Euro den Vorjahreswert von 1.946 Millionen Euro um sechs Prozent.

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Der Auftragsbestand des Neugeschäftes erreichte zum 30. Juni 2019 1.015 Millionen Euro und war somit um 118 Millionen Euro beziehungsweise 13 Prozent höher als der Vorjahreswert (897 Millionen Euro). In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden mit 58.800 Fahrzeugen in etwa so viele Fahrzeuge produziert wie im Vorjahr (58.900 Fahrzeuge). Der Konzernumsatz erreichte im ersten Halbjahr 2019 mit 1.956 Millionen Euro einen um 10 Prozent höheren Wert als im Vorjahreszeitraum (1.784 Millionen Euro).

Allerdings habe sich im zweiten Quartal des Jahres 2019 die Marktdynamik gegenüber dem ersten Quartal weiter abgeschwächt. Ursächlich hierfür sind die sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der damit verbundene aktuelle Marktrückgang für Flurförderzeuge. Der Vorstand hat angesichts dieser Entwicklung die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angepasst: Der Auftragseingang soll nun zwischen 3,80 und 4,05 Milliarden Euro (bisher: 4,05 bis 4,20 Milliarden Euro) liegen. Der Konzernumsatz dürfte sich nach wie vor innerhalb der bisher prognostizierten Bandbreite von 3,85 - 4,05 Milliarden Euro bewegen.

Unverändert legt Jungheinrich einen besonderen Fokus auf strategisch wichtige Tätigkeitsgebiete und investiert beispielsweise in die Batterietechnologie Lithium-Ionen. Dazu hat Jungheinrich Anfang 2019 als erster Intralogistikanbieter gemeinsam mit Triathlon ein Kompetenzzentrum für die Produktion und Wiederaufarbeitung von Lithium-Ionen-Batteriesystemen gegründet: die „JT Energy Systems“. Bereits vor dem operativen Start werden die Kapazitäten massiv ausgebaut. Hierzu wurde jetzt das ehemalige Solarworld-Werk in Freiberg nahe Dresden übernommen.

„Das erste Halbjahr 2019 verlief insgesamt gut für Jungheinrich. Nach einem starken Start in das laufende Geschäftsjahr spüren wir allerdings seit kurzem einen deutlichen Rückgang der Investitionstätigkeit der Kunden. Die Unsicherheiten aus den andauernden Handelskonflikten wirken sich damit auch auf unsere Branche aus. Daher haben wir frühzeitig unsere Prognose für das Jahr 2019 aktualisiert und gehen von einer etwas niedrigeren Entwicklung bei Auftragseingang und EBIT aus“, so Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes von Jungheinrich. as

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