FTF der Leichtklasse von DS Automotion

Sally kurvt flink durchs Areal

DS Automotion lanciert auf der Logimat Sally. Das fahrerlose Transportfahrzeug eröffnet eine neue Kompaktklasse für kleinere Lasten bis ca. 100 Kilogramm. Mittels mechatronischer Schnittstellen lässt sich Sally flexibel an unterschiedliche Transportaufgaben anpassen. Die Einheit navigiert per SLAM-Technologie und schließt aus Anbietersicht eine Lücke in der innerbetrieblichen Transportkette auf dem Weg zu Industrie 4.0.

Auch die Ausstattung mit Subsystemen als Teil der Gesamtautomatisierung oder zur Bedienerführung wurde bereits bei der Produktdefinition des FTF Sally mitgedacht. (Foto: DS Automotion)

„Um eine weitreichende Individualisierung der Produktion zu erreichen, müssen für jedes Stück die richtigen Baugruppen, Teile und Werkzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenkommen“, weiß Wolfgang Holl, Leitung Technologie & Produktentwicklung bei der DS Automotion. „Das geht über die Möglichkeiten fest installierter Handhabungsgeräte und Fördersysteme hinaus. Hier sind flexiblere, frei navigierende Systeme gefragt.“

Ausgereifte Lösungen in Form automatischer Flurfördersysteme mit fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF). für den Materialtransport schwerer Gegenstände oder ganzer Paletten sind bereits seit geraumer Zeit verfügbar. In künftigen Produktionsanlagen gewinnt jedoch der automatisierte Transport auch kleinerer Einheiten an Bedeutung.

DS ist seit über 30 Jahren auf Automatisierungslösungen für die Intralogistik spezialisiert. Der Anbieter von fahrerlosen Transportsystemen (FTS) schließt nun die Angebotslücke im unteren Nutzlastsegment. Das österreichische Unternehmen aus Linz bringt ein kompaktes und voll industrietaugliches FTF-Trägersystem für Kleinlasten bis ca. 100 Kilogramm auf den Markt. Das Fahrzeug versteht sich als flexibles Bindeglied zwischen unterschiedlichen Maschinen und Handarbeitsplätzen, das der Gesamtanlage die Tauglichkeit für die Herausforderungen von Industrie 4.0 verleiht.

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Das wendige und leichte Basisfahrzeug heißt Sally und wurde mit Unterstützung des Industriedesigners Christoph Weiermayer gestaltet. Sally ist in Schutzart IP44 ausgeführt und leicht zu reinigen. Das Fahrzeug verfügt über Lithium-Akkus. Diese liefern die Energie für einen langen unterbrechungsfreien Betrieb. Sie werden über kontaktlose Ladestationen nachgeladen. Das entbindet von der Notwendigkeit offener Kontakte in den Ladestationen und ermöglicht durchgehende geschlossene Oberflächen, die leicht zu reinigen sind. Das von Grund auf neu entwickelte Fahrzeug wird von bürstenlosen Motoren angetrieben und weist eine hohe Energieeffizienz auf. Mechanische, elektrische und datentechnische Schnittstellen erlauben die einfache individuelle Anpassung von Sally an den jeweiligen Einsatzzweck mittels aufgabenspezifisch gestalteter Aufbauten.

Ein Navi für Sally

Für die Navigation nutzt die 1,8 Meter/Sekunde flinke Sally die Technologie SLAM (Simultaneous Localization and Mapping), um anhand natürlicher Umgebungsmerkmale ihre Bahn zu überprüfen. „Dazu tastet Sally mit einem Laser-Scanner die Konturen des umgebenden Raums ab und erstellt eine Art Landkarte mit leicht wiederauffindbaren Merkmalen“, erklärt Wolfgang Holl. „Laufende Veränderungen im Raum – etwa durch Menschen, Fahrzeuge oder abgestelltes Material – kann sie auf Basis der aufgenommenen Raummerkmale ausblenden.“ Zusätzlich kann sie – etwa zur automatischen Lastübergabe – künstliche Landmarken nutzen, denn ihr hybrides Navigationssystem erlaubt die Kombination unterschiedlicher Ortungsmethoden.

Sallys Sicherheitseinrichtungen für Kollisionsvermeidung und Personenschutz sind aus bisherigen FTF von DS bekannt. Sally ist darüber hinaus für den Einsatz zusätzlicher 3D-Sensoren und Signaleinrichtungen ausgelegt. bw

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