Fördertechnikzubehör

Wider den Schieflauf

Flexco sieht sich als Partner für Lösungen rund um Förderanlagen. Flexco Europe aus Rosenfeld gilt als international führender Anbieter von mechanischen Transportbandverbindesystemen, Bandabstreifern, Bandzentrierstationen, Prallbetten und Trommelbelägen für leichte und schwere Transportbänder. Die Produkte erhöhen die Lebensdauer der Anlagen und senken die Wartungskosten.

Trommelbeläge steigern die Leistung der Förderanlage, sorgen für eine erhöhte Lebensdauer und lassen sich einfach installieren. (Foto: Flexco)

Die Flexible Steel Lacing Company aus Downers Grove in Illinois/USA ist die Muttergesellschaft der Flexco Europe. Flexco beschäftigt sich bereits seit 1907 damit, Förderanlagen mit sogenannten schweren Transportbändern, wie sie zum Beispiel im Kohlebergbau oder in Stahlwerken eingesetzt werden, bei den Anwendern zu optimieren. Im Lauf der Zeit konnte sich das Unternehmen viel Know-how aneignen und damit ein umfangreiches Zubehörprogramm entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel Band- und Pflugabstreifer, die dafür sorgen, dass nach dem Übergabepunkt kein Schüttgut am Band haften bleibt. Trommelbeläge verhindern den Bandschlupf an der Antriebstrommel, Bandführungssysteme vermeiden den Schieflauf. Weiter stellen Seitenabdichtungssysteme und Prallbetten sicher, dass kein Fördergut beim Transport verschüttet wird. Zum Portfolio gehören zudem mechanische Verbinder, die Wartungs- und Reparaturarbeiten an Bandanlagen vereinfachen. Mit den Lösungen können Anwender Stillstandzeiten erheblich reduzieren und ihre Produktivität steigern.

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Bis 2012 war die Gruppe mit den Firmen Walther Sülzle und Anker-Flexco am Markt tätig. Im August 2012 wurden diese beiden Firmen auf die neu gegründete Flexco Europe verschmolzen. Geschäftsführer der Firmen ist seit 1991 Walther Sülzle, der Urenkel des Firmengründers Wilhelm Sülzle. Seit 2013 wird er von Joerg Schairer an der Unternehmensspitze unterstützt, der für die strategische Führung sowie für Administration und Vertrieb der Europa-Tochter verantwortlich ist.

Wie alles begann

Zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald liegt das beschauliche Rosenfeld. Hier gründete Wilhelm Sülzle im Jahr 1880 eine Zeugschmiede, die zunächst Kleingeräte aus Eisen und Stahl für den örtlichen Bedarf herstellte - in der Regel in Handarbeit. Mit der Technisierung der Landwirtschaft und der Industrie in den 1920er Jahren wurden landwirtschaftliche Geräte und Maschinen als Handelsprodukt verkauft. Damals gehörten auch Riemenhaken, Riemenverbinder und Verbindeapparate zum Programm. Sie wurden benötigt, um in der Industrie und Landwirtschaft Ledertransmissionen zu verbinden. 1949 begann das Unternehmen, unter der Marke Anker Verbinder und die dazu benötigten Montagegeräte selbst herzustellen und zu verkaufen. Die Transportbandverbinder waren bereits damals mit einem eingeschweißten Querdraht versehen, der für hohe Stabilität der Hakengeometrie sorgte. Die Marke wurde in den Folgejahren konsequent für mechanische Verbindesysteme, "leichte" Transportbänder, Filterbänder und Gurte in der Wäschereiindustrie aufgebaut. Um die Vertriebsaktivitäten in Europa, Russland und Nordafrika zu koordinieren, gründete das schwäbische Unternehmen gemeinsam mit der amerikanischen Flexco 1991 am Standort Rosenfeld die Anker-Flexco. Von da an erfolgte der Vertrieb der Produkte nicht mehr direkt an die Endkunden sondern über technische Händler und Vulkaniseure. 2012 verkaufte Walther Sülzle seine Anteile an die Amerikaner. Im Sommer 2012 wurden die beiden Unternehmen schließlich auf die Flexco Europe verschmolzen. Die Unternehmensgruppe beschäftigt derzeit 60 Mitarbeiter am Standort Rosenfeld und erwirtschaftet einen Umsatz von 18 Millionen Euro im Jahr.

Innovative Technik, die überzeugt

Die Transportbandverbindungssysteme setzen sich aus drei Komponenten zusammen: den Anker Transportbandverbindern, den Kupplungsdrähten und Kupplungsstäben sowie den Montagegeräten und Maschinen. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt. Aus langer Entwicklungsarbeit mit Anwendern, Erstausrüstern und Materiallieferanten sind Lösungen entstanden, die heute den Stand der Technik bilden. Je nach Industrie, Anlage und Fördergut kommen verschiedene Verbindungssysteme und Verbindermetalle zum Einsatz. Diese sind zum Beispiel besonders abriebfest oder beständig gegen Säuren und Chemikalien. Auf mehr als 5.000 Quadratmetern Produktions- und Lagerfläche werden die Systeme entwickelt und produziert. Bei der Herstellung gewährleisten Stichprobenkontrollen am Profilprojektor eine stimmige Hakengeometrie. Mit Pressproben an verschiedenen Bandmaterialien wird die Gesamtfunktion überprüft, anschließend erfolgt eine 100-prozentige Sichtkontrolle. Anwender können somit immer sicher sein, einwandfreie Produkte geliefert zu bekommen. Die Montagegeräte und Einpressmaschinen entstehen im firmeneigenen Apparatebau in Rosenfeld. Die einzelnen Geräteteile werden auf modernen CNC-Maschinen hergestellt. Einzelteile für Maschinen und Universalkämme werden zum Teil erodiert. Im Werkzeug- und Vorrichtungsbau stellen die Mitarbeiter sämtliche Fertigungseinrichtungen her und warten sie. "Unser Ziel ist es, mit weiteren innovativen Produkten die Anforderungen der Anwender jederzeit erfüllen zu können", sagt Joerg Schairer. "Für die Region wollen wir zudem stets ein attraktiver Arbeitgeber sein."  bw

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