Flurförderzeuge

„Die perfekte Gelegenheit“

Hubtex auf der Logimat. Flurförderzeughersteller Hubtex unterstreicht seine Technologieführerschaft bei Spezialfahrzeugen für den Transport langer, schwerer und sperriger Güter. Über die „Stapler-Manufaktur“ in Fulda unterhielt sich handling-Chefredakteurin Petra Born mit dem Geschäftsführer für Vertrieb und Einkauf Hans-Joachim Finger.

Hans-Joachim Finger, Geschäftsführung Vertrieb und Einkauf Hubtex, Fulda. (Foto: Hubtex)

Herr Finger, Sie sind mit Ihrem Unternehmen Hubtex auf der diesjährigen Logimat präsent. Mit welcher Zielvorgabe fahren Sie nach Stuttgart?
Die Logimat ist bereits seit einigen Jahren die Leitmesse der Intralogistik – und das sowohl für unsere Kunden als auch für alle unsere Vertriebspartner und Netzwerker in der Branche. Für uns ist die Messe die perfekte Gelegenheit, die aktuellen Highlights aus unserer „Stapler-Manufaktur“ vorzustellen und mit Interessenten sowie Experten aus der Intralogistik ins Gespräch zu kommen.

Das Angebot an Flurförderzeugen erscheint uns sehr differenziert. Warum sollten Anwender sich für Hubtex-Geräte interessieren – was ist der besondere Nutzen?
Innerhalb der logistischen Kette hat jeder Anwender seine individuellen Bedürfnisse. Wir legen unsere Geräte immer genau auf diese Anforderungen hin aus – genau das wissen unsere Kunden auf der ganzen Welt an uns zu schätzen. Fahrzeuge von Hubtex sind ganz besonders für das Handling von langen, sperrigen und schweren Lasten konzipiert. Dabei gilt: Wenn in Serie gefertigte Stapler an ihre Grenzen stoßen, kommen unsere Flurförderzeuge ins Spiel. Vor allem unsere Qualität in diesem Bereich, die Zuverlässigkeit und am Ende des Tages auch die TCO-Betrachtung spielen hier eine wichtige Rolle. Wir entwickeln unsere Fahrzeuge ständig mit innovativen Features weiter. Dazu zählt unter anderem unsere patentierte Mehrwege-Lenkung. Wir haben den Anspruch, unsere Technologieführerschaft auch in Zukunft weiter auszubauen. Jeden Tag wollen wir „Einzigartiges schaffen“.

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Wo genau produzieren Sie – und wie hoch ist Ihre Fertigungstiefe?
Ausschließlich am Standort in Fulda (Hessen). Wir sind sehr stolz auf unsere Belegschaft von mittlerweile 400 Mitarbeitern und sind uns auch unserer sozialen Verantwortung der Region und dem Produktions- und Technologiestandort Deutschland gegenüber bewusst. Unsere Fertigungstiefe ist daher sehr hoch.

Ein Produktbeispiel aus Fulda: Der Hubtex-Vierwegestapler DQX. (Foto: Hubtex)

In welchen Branchen sind Sie hauptsächlich unterwegs?
Unsere Fahrzeuge werden in der Regel kundenindividuell entwickelt, konstruiert und gebaut. Deshalb sind unsere Geräte in sehr vielen Industrien und Branchen im Einsatz. Jeden Tag entwickeln Berater von Hubtex Lösungen für verschiedenste Anwendungsfälle: Dazu zählen beispielsweise das Kommissionieren von schweren Holzplatten, der Bau von Flugzeugen oder aber auch das Handling von Käse in den Niederlanden. Wir sehen unsere Rolle als Dienstleister, der für seine Kunden die innerbetriebliche Supply Chain mit dem Transport von schwierigen und sperrigen Gütern optimiert.

Sie meldeten eine Umsatzsteigerung für 2017. Worin ist dieses Wachstum begründet?
Wir befinden uns bereits seit einigen Jahren im Wachstum. Zu diesem Erfolg tragen natürlich unsere neuen Fahrzeuge FluX, MaxX und DQX bei, die wir 2016 in unser Standardportfolio aufgenommen haben. Darüber hinaus verspüren wir vor allem bei den Sondergeräten ein hohes Marktinteresse.

Was sind die gegenwärtigen Entwicklungstrends bei den Geräten?
Die Automatisierung von Kommissionierprozessen und die damit verbundene Vernetzung der Fahrzeuge spielen eine immer wichtigere Rolle. Insgesamt sehen wir deshalb, dass die Grenzen zwischen Standardfahrzeugen und spezialentwickelten Sonderfahrzeugen mit dem Internet of Things als Treiber der Industrie-4.0-Bewegung immer weiter verschwimmen. Wir unterstützen die Entwicklung hin zu einer vernetzten Produktion mit unseren intelligent ausgerüsteten Fahrzeugen in besonderer Weise. Ein weiterer Entwicklungstrend auf dem Markt ist der Ausbau der Energieeffizienz mit Elektrofahrzeugen. Wir haben bereits vor einiger Zeit unser Portfolio erweitert und bieten seitdem die gesamte Fahrzeugflotte auch mit leistungsstarken 48-V- und 80-V-Lithium-Ionen-Batterien an. Unser Grundsatz bei allen Entwicklungen und Trends ist immer, die Kunden auf dem Weg zur wirtschaftlichsten und effizientesten Lösung individuell zu beraten.

Werden wir Sie auch auf der Cemat in Hannover sehen?
Nein, wir haben uns in diesem Jahr gegen eine Teilnahme an der Cemat entschieden. Der Trend der vergangenen Jahre auf der Cemat, die Zusammenlegung mit der Hannover Messe sowie der Zeitpunkt der Messe – das sind alles Faktoren, die für uns nicht optimal sind und die deshalb zu dieser Entscheidung geführt haben.

Wie sehen Sie Ihre Marktposition in fünf Jahren?
Durch die Kooperation mit Dimos Maschinenbau sehen wir den Technologiestandort Fulda im Bereich der Elektro-Mehrwegestapler und der Sonderfahrzeuge gefestigt. Wir würden uns freuen, wenn wir unsere weltweiten Aktivitäten demzufolge ausbauen können. Mit der Zusammenarbeit sichern wir langfristig unsere Wettbewerbsfähigkeit und schaffen gleichzeitig neue Entwicklungskapazitäten. So wollen wir unseren Technologievorsprung weiter vergrößern. Aufgrund der sich immer schneller verändernden Logistikprozesse wird es dabei auch darum gehen, unser spezialisiertes Know-how in den Bereichen autonome Fahrzeuge und automatisierte Logistik weiter auszubauen.

Die Jury des handling award 2017 hat Ihr Fahrzeug Flux auf den dritten Platz gehoben. Wie hat diese Auszeichnung auf Ihre Mitarbeiter gewirkt?
Freudig motivierend! Das war gleichzeitig ein Lob und ein Dank an die Mannschaft für den Innovationsgeist. Mit der Entwicklung und dem Bau unseres Universaltalents Flux haben wir unser Unternehmensmotto erneut unter Beweis gestellt: „Wir schaffen Einzigartiges“.

Herr Finger, besten Dank für das Gespräch!


Kerngeschäft der HUBTEX Maschinenbau GmbH & Co. KG in Fulda ist die Herstellung von spezialgefertigten Flurförderzeugen, Seitenstaplern und Sondergeräten für schwere und sperrige Güter. Das 1981 gegründete Unternehmen beschäftigt derzeit 400 Mitarbeiter und beziffert den Umsatz für das abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 65 Millionen Euro. Zur Führungsriege gehören Jürgen Keller, Geschäftsführer Entwicklung, Produktion und Service, Marco Goldbach, Geschäftsführer Personal, Finanzen und IT, sowie Hans-Joachim Finger, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf.

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