Flughafenlogistik in Moskau

Gepäckabfertigung termingerecht zur WM

Termingerecht zur Fußball-Weltmeisterschaft im Juni 2018 in Russland hat Beumer am Flughafen Moskau-Scheremetjewo das neue Gepäckabfertigungssystem an den Betreiber übergeben. Das Autover läuft durch einen fast zwei Kilometer langen Tunnel, der den Nord- mit dem Südteil des Flughafens verbindet.

Beumer hat das Hochgeschwindigkeits-Gepäckfördersystem Autover mit weiterentwickelten Autoca ausgerüstet. (Bild: Beumer)

Das Gepäckabfertigungssystem Beumer Autover läuft am Flughafen Moskau-Scheremetjewo durch einen zwei Kilometer langen Tunnel, der sich direkt unter den Start- und Landebahnen befindet. Mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde gelangt das Gepäck zum Zielort. Für die Passagiere steht ebenfalls ein Tunnel bereit.

In Moskau besteht das Autover-System aus einem etwa 4,8 Kilometer langen Schienensystem sowie 187 sogenannten Autoca. Jedes dieser Fahrzeuge nimmt ein Gepäckstück auf und ermöglicht somit eine hundertprozentige Gepäckverfolgung. In der Stunde lassen sich mehr als 900 Gepäckstücke transportieren. Durch die Wahl des Beumer-Systems wird Moskau-Scheremetjewo die Gepäckanschlusszeit zwischen den Terminals auf ein Minimum reduzieren können. Die berührungslose Energie- und Datenübertragung hält zudem die Wartungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten des Autover gering. Und weil so gut wie keine Verschleißteile verbaut sind und das Schienensystem nahezu wartungsfrei ist, kommt es kaum zu Folgekosten.

Scheremetjewo ist mit mehr als 40 Millionen Passagieren im Jahr der größte Flughafen Russlands. Der Ausbau des neuen Nordterminals erhöht die Kapazität auf 59 Millionen. Das Gesamtkonzept sieht vor, die Anzahl der Fluggäste bis zum Jahr 2026 auf 85 Millionen pro Jahr zu steigern. „Wir werden die optimalen Voraussetzungen für unsere Partner schaffen“, sagt Andrey Nikulin, stellvertretender Generaldirektor des Flughafens. Dazu gehört auch Aeroflot, die größte russische Fluggesellschaft. „Damit wollen wir weltweit zu einem der größten Luftfahrt-Drehkreuze werden“, erläutert Nikulin. „Für die Fußball-Weltmeisterschaft können wir Gäste und Teilnehmer auf höchstem Niveau in Empfang nehmen.“

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Bei dem Projekt gab es für Beumer einige Herausforderungen, die der Systemanbieter aber sicher meistern konnte. „Wir mussten zum einen unser Beumer Autover unter den bestehenden Start- und Landebahnen installieren und zum anderen einen reibungslosen Betrieb für die Weltmeisterschaft sicherstellen“, sagt Klaus Schäfer, Geschäftsführer der dänischen Beumer-Gruppengesellschaft in Aarhus. „Die geplante Übergabe konnten wir erfolgreich abschließen.” as

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