Flotte beim Autozulieferer GKN intelligent gemanagt

Stapler treten die Energiebremse

In über 30 Ländern sind fast 40.000 Mitarbeiter bei Unternehmen und Joint Ventures des britischen Technologiekonzerns GKN mit Sitz in Redditch beschäftigt. Die GKN Driveline ist der größte Geschäftsbereich der GKN Gruppe und ein führender, globaler Zulieferer für die Automobilindustrie. GKN Driveline fertigt vorwiegend Antriebswellen mit Gleichlaufgelenken für PKW, Sperrdifferentiale und Visco-Kupplungen für den Allradantrieb. Beim globalen Unternehmen ist die Partnerschaft mit unterschiedlichen Zulieferern von zentraler Bedeutung. So beliefert die GKN Driveline in Trier nicht nur direkt die Automobilhersteller, sondern weltweit auch die Schwestergesellschaften des GKN Konzerns. In der Niederlassung Trier, einer bedeutenden GKN Schmiede, werden in speziellen Präzisionsverfahren hauptsächlich Teile für den Antriebsstrang umgeformt. Das Programm in Trier reicht von kalt fließgepressten Bauteilen mit einem Gewicht von 100 Gramm bis hin zu warm geschmiedeten Achswellen mit einem Gewicht von 30 Kilogramm.

Hohe Verfügbarkeit durch Nutzungsüberlassung

Früher war oftmals ein Stapler in der Werkstatt, wenn er gerade dringend benötigt wurde. Durch das Full-Service-Management der neuen Flotte wird die Einsatzbereitschaft der Staplerbei GKNt sichergestellt. (Fotos: Knehr)

Der innerbetriebliche Materialfluss zwischen den verschiedenen Produktionen auf dem Betriebsgelände wird mit einer neuen Staplerflotte des Hamburger Herstellers gewährleistet. Der GKN Produktionsleiter für Kugelnaben und -käfige, Gerhard Krütten, hebt hervor: "Früher war oftmals ein Stapler in der Werkstatt, wenn er gerade dringend benötigt wurde. Durch das Full-Service-Management der neuen Flotte wird die Einsatzbereitschaft der Stapler sichergestellt. Bevor wir uns für die Flotte von Still entschieden haben, wurden verschiedene Frontstapler mehrerer Hersteller über einen längeren Zeitraum getestet. Im Ergebnis erfüllte die jetzige Lösung die Anforderungen am besten. Die Fahrer bewerteten Handling, Komfort und Effektivität. Gemessen wurde auch der tatsächlichen Energieverbrauch der RX 70.¿ In der Trierer GKN Schmiede werden mit der neuen Mietflotte rund 86.000 Tonnen jährlich umgeschlagen. Nahezu 430 Tonnen Material werden täglich für LKW- und Bahntransporte be- und entladen. Die beiden Frontstaplern R 70-40 bewegen hierbei die schwersten Teile, mit Gewichten von bis zu vier Tonnen. Planungssicherheit und günstige Kostenstruktur ermöglichen 23 Treibgas-Stapler vom Typ RX 70 mit einer Hubkraft zwischen 2,5 und 3,5 Tonnen, fünf weitere Elektro-Stapler sowie vier Lagertechnikgeräte und ein Standby-Fahrzeug. "Durch den Einsatz der neuen RX 70-Treibgasstapler konnten wir den Flottenverbrauch um 16,3 Prozent senken. Ferner wird über die intelligente Blue-Q-Funktion Energie eingespart. Elektrische Verbraucher, wie etwa die Sitzheizung, werden beim Verlassen der Kabine einfach abgestellt¿, ergänzt Gerhard Krütten. Der für Still verantwortliche Bezirksverkaufsleiter Ralf Lellig fügt an: ¿Um die volle Einsatzfähigkeit der Stapler gewährleisten zu können, ist ein regelmäßiger Service einfach unerlässlich. Mit unseren regional verfügbaren und trainierten Kundendienstmitarbeitern garantieren wir einen schnellen und zuverlässigen Full-Service. Außerdem übernehmen wir die Terminplanungen für die Stapler-Wartungen oder den Batteriecheck.¿ Regelmäßige Wartungsintervalle führen zu weiteren Kostenreduzierungen und erhöhen die Einsatzbereitschaft.

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Fleet-Manager steuert Zugangsberechtigung

Mit den Web-basierten Softwaremodulen der Fleet Data Services wird die Nutzung der Staplerflotte für Staplerbetreiber transparenter als bisher. Hierbei wird online auf Fahrzeug- und optional auf Fahrerdaten zugegriffen, so dass verschiedene, intelligent aufbereitete Informationen zeitnah und aktuell verfügbar sind. Zu Fleet Data Services gehören die Produkte FleetManager 4.x, Still-Report und Still-ProActive. Mit diesen Tools kann die gesamte Flotte analysiert, optimiert und organisiert werden. Der Report ermöglicht sowohl einen schnellen als auch einfachen Überblick, insbesondere hinsichtlich der Kosten über eine gesamte Fahrzeugflotte. Störungen an einem Stapler werden mittels Fehlercodes über die Software ProActive an den Kundendienst und den jeweils zuständigen Still-Monteur übertragen. Thomas Mertes, zuständig für das Thema Flotten im Hause Still ergänzt: "Mit dem FleetManager 4.x werden die Flottennutzung und die Zugangsberechtigung zu einzelnen Fahrzeugen gesteuert. Diese Web-Applikation ermöglicht die Erfassung, Aufbereitung und Online-Verfügbarkeit vieler Fahrzeug- und optional von Fahrerdaten. Mit dem FleetManager sind auf einen Blick grundlegende Informationen jederzeit verfügbar, z.B. Zuweisungen der Staplerfahrer zu den Flurförderzeugen, Termine für Fahrertrainings, Unfallberichte sowie Informationen zur gesamten Fahrzeugflotte und zu einzelnen Fahrzeugen. Durch diese Transparenz im Zusammenspiel allen Fleet Data Services-Produkten können Kostenreduktionen einfach und unkompliziert realisiert werden.¿

Anonymer Modus

Mittels Chip, dessen ID-Nummer sowie Fahrername werden Zugangsberechtigungen zu Fahrzeugen sicher geregelt. GKN hat sich für den sogenannten anonymen Modus entschieden, was bedeutet, Fahrernamen werden im FleetManager-Programm nicht angelegt. Die ID-Nummern werden per Funk zwischen Stapler und der FleetManager-Datenbank synchronisiert. GKN hat sich für Funk im Nahbereich entschieden. Eine weitere Option ist die Online-Datenübertragung per GPRS. Zugangsberechtigungen können jederzeit einfach verändert werden, z.B. wenn neue Fahrer hinzukommen. Möchte ein Fahrer ein Fahrzeug nutzen, so muss er den Stapler zunächst einschalten. Anschließend hält er den Chip vor das am Fahrzeug befindliche Lesegerät. Nur wenn der Chip mit dessen ID erkannt wird, kann der Fahrer das Gerät nutzen. Nicht berechtigte Fahrer können somit ausgeschlossen werden. Da Sicherheit bei GKN groß geschrieben wird, unterstützt der FleetManager auch diese Themenstellung.

Unfallrekorder verbessert die Sicherheit

Mit dem Unfallrekorder kann die Sicherheit am Arbeitsplatz verbessert werden. Um die Gewaltschäden bei GKN Driveline in Trier zu reduzieren, wurden die Fahrzeuge mit einem Beschleunigungssensor - dem Unfallrekorder - ausgestattet. Werden festgelegte Beschleunigungswerte bei einem Staplereinsatz überschritten, kann das Fahrzeug je nach Einstellung zum Beispiel in eine Schleichfahrt versetzt werden. Diese Reaktion kann auch gewählt werden, wenn ein Fahrzeug zu schnell über extrem unebene Böden bewegt wird. Produktionsleiter Gerhard Krütten bestätigt: "Mit den Unfallauswertungen des FleetManagers werden auch außergewöhnliche Belastungen aufgezeichnet wie zum Beispiel zu schnelle Fahrten über Bahngleise. Durch die Analyse können Kosten an den Fahrzeugen, z.B. durch Achsschäden vermieden werden.¿ Die Erfahrung zeigt, dass durch Gewaltschäden erzeugte Kosten sich zuweilen um bis zu 1/3 reduzieren lassen, in Extremfällen auch bis zu 70 Prozent. Gerd Knehr/bw

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