Elektro-Geh-Hochhubwagen

Coils kommen ferngesteuert

Effizientes Coil-Handling. Anlässlich eines Neubaus stellte Nussbaum die Kernfrage: Wie könnten die verschiedenen Coils vom Lagerplatz ohne Kran zur Weiterverarbeitung auf die Anlagen gebracht werden? Die Entscheidung fiel auf den Coil-Transport durch einen Elektro-Geh-Hochhubwagen mit Prismengabelzinken von Genkinger.

Das Spezialgerät des schwäbischen Herstellers Genkinger nimmt den Coil am Wendetisch auf. (Bild: Genkinger)

Nussbaum Metallhandel beliefert den deutschen Markt sowie einige europäische Länder mit Halbzeugen aus Kupfer, Messing und Bronze an Kunden die Federteile und Steckkontakte für die Automobil- und Elektro-Industrie. Mit der Entscheidung, in einen Neubau umzuziehen, überprüfte Nussbaum die Effizienz und die Sicherheit des Coil-Handlings. Zunächst suchte Nussbaum Rat beim Hauslieferanten für Standardgeräte, die jedoch für diese Spezialaufgabe nicht konzipiert waren. Nachdem feststand, dass nur ein Sondergerät in Frage käme, fiel die Wahl schnell auf Genkinger als renommiertem Lieferanten für lagertechnische Standard- und Spezialprodukte.

Bis vor zwei Jahren wurden die Coils bei Nussbaum mit einem C-Haken aufgestellt und hochgehoben. Durch einen Dreh-/Wendetisch erreichte das Unternehmen noch im Altbau eine Verbesserung des Handlings in punkto Sicherheit. Doch immer noch mussten von dort die Coils per Kran aufgenommen und transportiert werden. Nachdem Nussbaum und Genkinger alle Abläufe analysiert und umorganisiert haben, wird nun im neuen Gebäude der folgende Prozess abgebildet: Der Dreh-/Wendetisch steht außerhalb der Fertigungsanlage. In dessen Nähe stellt der Lagerist üblicherweise das komplette Material für einen Arbeitstag bereit. Daraufhin fahren Kollegen einzelne Coils auf den Dreh-/Wendetisch, platzieren es für die weitere Verarbeitung auf die richtige Seite, entnehmen es mit dem Spezial-Hochhubwagen von diesem Tisch und fahren es in den Fertigungsbereich auf definierte Stellflächen oder direkt auf die Haspeln der Maschinen.

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Die heutige Nussbaum-Metallverarbeitung wird von einer komplett neuen Anlage vorgenommen sowie einer, die schon im Altbau vorhanden war. Genkinger-Vertriebsberater Elmar Mößlang erklärt: „Der spezialgefertigte Hochhubwagen wird beiden Nussbaum-Anlagen und unterschiedlich schweren und großen Coils bis 3,5 Tonnen gerecht. Auch sehr schmale Coils, die durch Prismengabeln und einen Niederhalter gesichert sind, übergibt das Gerät an die Maschine.“ Es laufen etwa zehn bis 15 Hubspiele pro Schicht, wobei Nussbaum sich Potenzial für zukünftiges Wachstum geschaffen hat. Die meisten Coils haben zurzeit ein Gewicht zwischen 1,8 und 2,4 Tonnen, aber auch die schmalen Coils mit einer Breite von nur 19 Millimeter bewältigt das Genkinger-Gerät präzise und schnell. „Durch eine Fernbedienung bewegen sich die Mitarbeiter fernab der Gefahrenzone und sind damit stets in Sicherheit, selbst wenn einmal ein Coil abrutschen sollte“, sagt Fertigungsleiter Wilfried Herzog. Durch den Sicherheitsgewinn habe sich der Stresspegel der Mitarbeiter spürbar gesenkt. „Das Spezial-Gerät funktioniert so, wie es sein soll; die Investition hat sich als sehr sinnvoll erweisen. Durch den Transport schmaler Coils haben wir sogar einen Einsatzbereich mehr abdecken können“, lautet Herzogs Fazit. as

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