Transporthilfen einfach bewegen

Mit den richtigen Rollen läuft’s

Muskel- und Skeletterkrankungen sind die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit – vor allem in Berufen, in denen Ziehen und Schieben von Lasten zum Alltag gehören. Der Einsatz von optimierten Rädern und Rollen kann diese anstrengenden Tätigkeiten erleichtern und das Gesundheitsrisiko verringern.

Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen Fahrzeuge und Transporthilfen mit Rädern oder Rollen zum Einsatz. (Bild: Blickle)

Ziehen und Schieben gehören zu den häufigsten Arbeitsschritten, wenn Menschen Lasten von Hand bewegen müssen. Diese immer wiederkehrenden, anstrengenden Tätigkeiten sollten so ergonomisch wie möglich gestaltet werden. Ist etwas zum Halten oder Tragen zu schwer, kommen Fahrzeuge und Transporthilfen zum Einsatz. Doch auch diese zu bewegen kann wegen der Widerstände, die beim Anfahren, bei Richtungsänderungen und beim Überfahren von Hindernissen entstehen, mühsam sein. „Die Widerstände hängen von zahlreichen Faktoren ab: vom Untergrund, vom Gewicht der bewegten Last, aber in hohem Maße auch von der Beschaffenheit der Räder“, erklärt Martin Wiest, Produktmanager beim Räder- und Rollenspezialisten Blickle.

Auswahl des optimalen Laufbelags

Der Anfahr- und Rollwiderstand kommt bei jedem Zieh- und Schiebevorgang zum Tragen. „Durch ein permanentes Ein- und Ausfedern des Laufbelags während des Abrollens treten Energieverluste auf Grund der innen Reibung der Laufbelagswerkstoffe auf“, beschreibt Wiest. Durch eine Vergrößerung des Raddurchmessers lässt sich der Rollwiderstand verringern, aber auch durch die Auswahl des optimalen Laufbelags. Blickle setzt bei vielen seiner Produkte auf Polyurethan-Laufbeläge und hat mehrere selbst entwickelte Werkstoffe im Portfolio, die sich durch hervorragende Laufeigenschaften auszeichnen. Das reaktionsgegossene Polyurethan-Elastomer Blickle Besthane beispielsweise habe eine hohe Rückprallelastizität und zudem eine speziell leichte Balligkeit nach außen hin, so Wiest. Das verringert die Auflagefläche sowie das Ein- und Ausfedern beim Abrollen – mit dem Ergebnis, dass der Rollwiderstand bis zu 40 Prozent niedriger ist. Aufgrund der Härte von 92 Shore A sind die Räder auch für höhere Geschwindigkeiten geeignet.

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Beim Einsatz von Lenkrollen erschwert zudem der Schwenkwiderstand viele Zieh- und Schiebetätigkeiten. Beeinflusst wird er auch durch die Ausladung des Rollengehäuses, also den horizontalen Abstand zwischen den Drehachsen des Schwenklagers und des Rades. Auch die Beschaffenheit des Untergrunds ist ein wichtiger Punkt: Ist das Rad härter als der Boden, kann es einsinken – besonders bei schweren Lasten.

Eine weitere Frage ist, ob viele Unebenheiten und Hindernisse zu überfahren sind. Hier punkten weichere Beläge aufgrund ihrer höheren Dämpfung und Einfederung. Großen Einfluss hat auch die Art der Radlagerung: Kugellager überzeugen im Vergleich mit Rollen- und Gleitlagern durch eine deutlich geringere Reibung, weswegen sie in vielen hochwertigen Blickle-Lösungen zum Einsatz kommen. Die Anordnung aus beweglichen Lenk- und festen Bockrollen ist ein zusätzlicher Faktor. Und nicht zuletzt muss die Tragfähigkeit der Räder und Rollen für die bewegten Lasten ausreichend ausgelegt sein. Sonst drohen Verschleiß, Schäden oder gar Unfälle. Blickle ist sowohl auf die Serienproduktion hochwertiger Standard-Räder und -Rollen wie auch auf individuelle Lösungen spezialisiert. as

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