Niederhubkommissionierer

Eine neue Generation zum Kommissionieren

Linde erneuert und erweitert sein Programm für Kommissionier-Anwendungen. Den Anfang machen acht neue Modelle des Niederhubkommissionierers N20 C für den Traglastbereich von 1,2 bis 2,5 Tonnen.

Linde hat acht neue Modelle des Niederhubkommissionierers Linde N20 C auf den Markt gebracht. © Linde Material Handling

Vom Baumarkt bis zum Lebensmittelgroßhandel, von der Automobilindustrie bis zur Kontraktlogistik: Das Kommissionieren von Waren zählt zu den Kernaufgaben in jedem Lager. Gleichzeitig sind diese aufgrund des hohen Anteils an manuellen Tätigkeiten kostenintensiv. Deshalb legte Linde Material Handling bei der Entwicklung der neuen Fahrzeuge besonderen Wert auf die Unterstützung der Anwender: Bereits in der Standardausführung verfügen die bis zu 14 km/h schnellen Geräte über einen hohen Bedienerkomfort, der sich durch zusätzliche Optionen je nach Einsatzerfordernis erweitern lässt.

Klar ist: Die Ansprüche sind in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Auf kürzere Lieferzeiten muss ebenso adäquat reagiert werden wie auf saisonale Spitzen – zum Beispiel im Weihnachtsgeschäft – oder auf steigende Arbeitskosten. Pickraten und Durchlaufzeiten sollen gesteigert, Fehlerquoten gesenkt und gesundheitsbedingten Ausfällen der Mitarbeiter vorgebeugt werden. „Mit den unterschiedlichen Varianten des neuen Kommissionierers behalten unsere Kunden ihre Logistikkosten bei klassischen Mann-zu-Ware-Anwendungen im Griff und steigern die Effizienz ihres Lagers“, fasst Eloïse Lévêque, International Product Manager bei Linde Material Handling, zusammen.

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Mehr Ergonomie für effizientere Prozesse
Mit der Anordnung von Batterie, Fahrerstand und Lastaufnahmemodul folgt Linde beim N20 C der marktüblichen Konstruktionsweise, was insbesondere Betreibern von Mischflotten entgegenkommt: Die Mitarbeiter müssen nicht umdenken, wenn sie zwischen Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller hin und her wechseln. Die niedrige Einstiegshöhe von lediglich 130 Millimetern und der breite Fahrzeugzugang (je nach Modell 428 oder 418 Millimeter) machen das im Kommissionieralltag häufige Betreten und Verlassen des Bedienstandes mühelos.

Ergonomisch platzierte Griffe geben sicheren Halt – auch beim Reversieren. Zu den optionalen Ausstattungsmerkmalen gehört die luftgefederte Fahrerplattform. Sie mildert für den Bediener belastende und ermüdende Stöße und Erschütterungen ab, wenn das Gerät auf unebenen Böden unterwegs ist. Die standardmäßig gepolsterte Rückenlehne lässt sich optional auf die Körpergröße des Bedieners anpassen. Sie sorgt für einen sicheren Stand während der Fahrt. Integriert ist zudem ein ausklappbarer Fahrersitz (mit Sensor zur Fahrererkennung) für längere Wegstrecken oder Wartezeiten. Für zusätzlichen Komfort beim Sitzen sorgt der optional erhältliche gepolsterte Knieschutz.

Mit dem N20 C lassen sich Waren im Traglastbereich von 1,2 bis 2,5 Tonnen kommissionieren. © Linde Material Handling

Vernetzt und alles im Blick
Bedient wird der Linde N20 C über das neue, höhenverstellbare Lenkrad. Integriert in die runde Form mit gummierter Oberfläche für optimalen Grip sind Fahrschalter für Vorwärts- und Rückwärtsfahrt. Sie lassen sich beidseitig mit Daumen oder Zeigefinger betätigen. Um möglichst ablenkungsfreies Fahren zu gewährleisten, haben die Linde-Ingenieure das Multifunktions-Farbdisplay bewusst unterhalb des Lenkrads platziert. Auf dem Screen kann der Bediener die wichtigsten fahrzeugrelevanten Informationen ablesen – vom Ladezustand der Batterie bis hin zu Servicehinweisen. Auf Wunsch ebenfalls mit an Bord: die modulare Flottenmanagement-Software Linde connect mit Zugangskontrolle, Schadensüberwachung und Nutzungsanalyse.

Wo kommissioniert wird, geht es meist geschäftig zu, wodurch die Gefahr von Sachschäden und Unfällen steigt – und damit das Risiko ungeplanter Folgekosten und Störungen im Betriebsablauf. Um dies zu verhindern, hat der N20 C eine Reihe werksseitig verbauter oder optional wählbarer Sicherheitsfeatures. Denkbar wichtig für den Bediener: die Sicht auf Fahrstrecke und Last.

Dazu kommen Besonderheiten wie die hydraulisch unterstützte Bremseinheit – eines von insgesamt drei Bremssystemen an Bord. Sie variiert die Bremswirkung des Kommissionierers in Relation zur aufgenommenen Last. Die Linde Curve Control drosselt die Fahrgeschwindigkeit in Abhängigkeit zum Lenkeinschlag und beugt Kippunfällen in Kurven vor. Um teure Anfahrschäden an Regalen, Waren oder dem Gerät selbst zu reduzieren, lassen sich an der Fahrzeugfront spezielle Stoßfänger montieren. Ergänzende Ausstattungsmerkmale wie lichtstarke LED-Frontschweinwerfer, der Linde Bluespot, ein Front-Panoramaspiegel, Schutzscheiben oder -gitter für den Mast sowie diverse Lastschutzgitter sind ebenfalls im Angebot.

Bedarfsgenaue Lösung
Vielfältige Wahlmöglichkeiten haben Flottenbetreiber zudem bei der generellen Auslegung der neuen Baureihe: Der N20 C ist in Doppelstock-Ausführung (D), mit langen Radarmen und Gabelzinken (LoL), mit Scherenhubfunktion (LX), mit verlängerten Gabeln von bis zu 3.100 Millimetern oder als High-Performance-Ausführung (HP) für das 2,5-Tonnen-Modell bestellbar. So lässt sich das Fahrzeug gezielt und damit möglichst wirtschaftlich auf den jeweiligen Anwendungsfall anpassen. Da in immer mehr Lagern aus Platzgründen Pickpositionen nicht nur in der untersten, sondern auch der darüberliegenden Regalebene angelegt werden, hat Linde darüber hinaus für nahezu alle genannten Varianten eine hebbare Fahrerplattform im Portfolio: Dank ihr kann der Bediener Teile und Waren in einer Höhe von bis zu 2,8 Metern sicher erreichen.  

Antriebsseitig stehen für den N20 C sowohl Blei-Säure-Batterien als auch Lithium-Ionen-Akkus in Kombination mit unterschiedlichen Ladegeräten zur Verfügung. Der Batteriewechsel ist vertikal oder seitlich möglich. as

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