Transportroboter bei Bierbaum

Ein neuer Roboter für die Bettwäsche-Flotte

Bettwäschehersteller Bierbaum erweitert am Standort Borken seine Roboterflotte auf fünf Transportroboter der Proant-Plattform 490 von Insystems. Das neue Proant lässt sich flexibel in die bestehende Prozessautomation einbinden.

Bierbaum hat am Standort Borken seine Roboterflotte von vier auf fünf autonom navigierende Transportroboter der Prant-Plattform 490 erweitert. © Insystems

Das deutsche Textilunternehmen Bierbaum mit Hauptsitz in Borken beschäftigt 750 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Jahresumsatz von 112,5 Millionen Euro. Die beiden Schwerpunkte der Bierbaum-Produktion sind technische Vliese und vor allem Bettwäsche. Letztere wird unter Marken wie Bierbaum Wohnen, Irisette, Strenesse und zahlreichen Eigenmarken des Handels vertrieben.

Um die Produktion effizienter gestalten zu können und die eigenen Mitarbeiter von nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten zu erlösen, lässt Bierbaum seit nunmehr einem Jahr vier autonom navigierende Transportroboter den Transport offener Farbfässer verrichten, die früher von vielen Mitarbeitern mit einer Sackkarre bewegt wurden. Jetzt hat das Unternehmen einen weiteren Transportroboter der Proant-Plattform 490 von Insystem Automation gekauft. Innerhalb der bereits bestehenden Flotte kann der Transportroboter ohne großen Aufwand eingebunden werden. Das neue Fahrzeug wird am Flottenmanager angemeldet und unmittelbar in der Auftragsverwaltung berücksichtigt. Durch diese Technik lässt sich die Flotte auch später nach Belieben skalieren.

Flexible Einbindung in die Prozessautomation
Jan-Frederic Bierbaum, Geschäftsführer der Unternehmensgruppe: „Durch die wachsende Nachfrage für unsere Produkte haben sich auch unsere internen Transportaufträge erhöht. Mit der Erweiterung der Transportroboter-Flotte können wir auf diese Entwicklung sinnvoll reagieren und zusätzlich eine Backup-Lösung schaffen, sollte eines der Fahrzeuge einmal in die Wartung oder repariert werden.“ Er ergänzt: „Neue Automatisierungstechniken und eine lückenlose drahtlose Kommunikations-Infrastruktur können entscheidend dazu beitragen werden, künftig wieder da zu produzieren, wo auch der Bedarf ist.“

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Die Transportroboter bewegen sich bei Bierbaum selbständig zwischen der Farbküche und den vier Druckmaschinen mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich einem Meter pro Sekunde durch die Halle und suchen sich die optimale Route zu ihrem Ziel. Transportiert werden dabei offene Kunststoffeimer mit unterschiedlichen Dimensionen und Gewichten bis zu Kilogramm.

Die Fahrzeuge sind durch einen eingebauten Sick-Sicherheits-Laserscanner personensicher konzipiert, der permanent seine Umgebung in Fahrtrichtung scannt und das Fahrzeug mittels geschwindigkeitsabhängigen Warn- und Schutzfelder bei auftretenden Hindernissen bremst oder ausweichen lässt. Über ein geschütztes WLAN-Netzwerk erfolgt die Kommunikation der Fahrzeuge untereinander sowie mit dem Flottenmanagement und der Auftragsverwaltung. Aufgrund moderner hochstromfähiger, zyklenfester Batterietechnik (LiFeYPO4 Zellen) können die Transportroboter außerdem schnell geladen werden. as

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