easychain-Projekt von Denipro

Gebäck läuft über drei Kilometer Kettenstrecke

Denipro rüstet die durch ihre weltweit exportierten Löffelbiskuits bekannt gewordene, italienische Großkonditorei Forno Bonomi mit Easychain-Linien samt Wendeln aus. Das Projekt umfasst drei Bauabschnitte, in denen jeweils über mehrere Linien und Förderstrecken verteilt, fast drei Kilometer Kettenlänge verbaut werden.

Ein Easychain-Förderer in Aktion: Das System kommt im günstigsten Fall – etwa bei der first line von Forno Bonomi – mit nur einem Antrieb pro Linie (150-200 Meter Kettenlänge) aus. (Bild: Denipro)

Der Auftrag ist das größte Easychain-Projekt, das der Schweizer Systemanbieter in seiner über 30jährigen Geschichte an Land gezogen hat. Die neuen Easychain-Linien, die Denipro bis zum Sommer 2017 installieren wird, bilden über mehrere Etappen die Brücke vom first packaging zum second packaging bis hin zum Palettierer. Sie bieten Forno Bonomi eine weitaus höhere Verfügbarkeit bei wesentlich geringerer Wartung und eine flexiblere Auslastung der Palettier-Stationen im End-of-Line-Bereich.

Mit den – durch ihre schwarz-gelb gestreiften Platten leicht identifizierbaren – Förderern lassen sich sehr enge Kurvenradien realisieren. Dies ist zum Beispiel von entscheidender Bedeutung, wenn – wie im Falle von Forno Bonomi im Stammwerk Roverè Veronese – ein Großteil der Förderstrecke über Kopf stattfindet, um Platz am Boden einzusparen. So lässt sich das Fördergut über kompakte Wendeln erst nach oben und dann auch wieder nach unten führen. Wird alles nach Plan umgesetzt, übernehmen bei der italienischen Großkonditorei zehn Easychain-Linien unmittelbar nach dem first packaging das in Zellophan verpackte Süßgebäck und leiten es per Wendel über mehr als vier Meter nach oben in den Mezzanine-Bereich der mit zehn Backöfen ausgestatteten Produktionshalle.

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Sortieren und neu zusammenstellen

Der Denipro-Kunde wünschte außerdem, dass er die einzelnen Gebäcksorten der Zuführlinien beliebig hin- und her schleusen und auf diese Weise komfortabel sortieren und neu zusammenstellen kann. Dies wird durch zehn weitere Easychain-Linien plus einer Reserve in der zweiten Fördertechnik-Etappe ermöglicht. Ohne großen Aufwand werden die selektierbaren Päckchen über einen Abweiser gezielt, aber produktschonend von den Zuführlinien auf die Easychain-Linien des zweiten Abschnitts geführt. Dieser wird bei Forno Bonomi auch als first line bezeichnet.

Über diese geht es in den End-of-Line-Bereich, wo die Produkte nach Inbetriebnahme ab Sommer 2017 über einen Wendel von vier Meter Höhe auf ein Niveau von 90 Zentimetern herunterdrehen und so zu einer von zehn Zweitverpackungsmaschinen gelangen. Diese stecken jeweils mehrere Gebinde in größere Schachteln. Nächster Schritt: Von dort stoßen eigens von Denipro entwickelte Highspeed-Pusher die großen Boxen zügig und doch sanft auf einen einzelnen, 200 Meter langen Rundkurs (Loop), der fünf Palettier-Stationen versorgt. An dieser Stelle spiele die Easychain-Technologie ihre ganze Stärke aus, so der Hersteller: Als Fördersystem, das pro Minute bis zu 75 Boxen transportieren könne und für den kompletten Loop nur drei Antriebe benötige, bilde sie eine der effizientesten Schnittstelle zwischen der vorgelagerten Produktion und dem Palettierer, die derzeit im Markt verfügbar sei. as

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