Fachpack 2019

Drei Fragen an…Eckhard Bluhm

40 Jahre Fachpack und Kennzeichungstechnik. Wie sich die Messe und Branche seither entwickelt haben welche Rolle die Digitalisierung spielt, berichtet Eckhard Bluhm, Firmengründer undGeschäftsführer der Bluhm Systeme, einem Unternehmen, das seit der ersten Fachpack zu den Ausstellern gehört.

Eckhard Bluhm, Firmengründer und Geschäftsführer von Bluhm Systeme. © Bluhm Systeme

Die Fachpack feiert in diesem Jahr 40-jähriges Jubiläum. Bluhm Systeme gehört zu den Austellern der ersten Stunde. Wie haben sich die Messe und die Verpackungstechnik seither entwickelt?
Angefangen hat es mit nur wenigen Ausstellern aus dem Bereich Verpackungstechnik. Damals waren wir eines der 80 Unternehmen, die „den Stein ins Rollen gebracht haben“! Niemand konnte ahnen, dass die Fachpack sich zu einer der wichtigsten und größten europäischen Messen für Verpackungen, Prozesse und Technik entwickeln wird. Analog zur Entwicklung der Messe präsentiert sich auch Bluhm Systeme im Markt – der Messestand heute macht dies deutlich – er ist 20-mal so groß wie im Jahre 1979. Die Zeiten von damals und die Anforderungen von heute sind nicht mehr vergleichbar. Die Kennzeichnungstechnik war früher im Reinen auf die Kennzeichnung beschränkt. Heute zeigen die Aussteller immer mehr finale Projekte und flexible Kennzeichnungs- und Verpackungslösungen. Auch die Besucher kommen mit konkreten Vorstellungen dessen, was Sie brauchen.

Was werden wir von Bluhm in diesem Jahr auf der Fachpack zu sehen bekommen?
Unser Stand steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Leitthemas „Umweltgerechtes Verpacken“. Wir haben neue und vor allem umweltfreundliche Systemlösungen im Gepäck. Außerdem haben wir uns für alle Standbesucher mehr als ein Highlight einfallen lassen: Zum Beispiel eine Nachhaltigkeitswand mit Etiketten aus natürlichen Ressourcen. Diese zeigt, wie umweltgerechte Etikettierung mit speziellen Stein-, Gras- oder auch Zuckerrohr-Etiketten ermöglicht wird. Im BluhmTV-Bereich entführen wir die Besucher unter anderem in die interaktive Welt von Bluhm Systeme. Mithilfe einer VR-Brille werden sie von dem Messestand in verschiedene Produktionshallen teleportiert, wo sie den Kennzeichnungssystemen direkt selbst bei der Arbeit zuschauen können.

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Die Digitalisierung macht auch vor der Kennzeichnungstechnik nicht halt. Welche Aufgaben und Trends sehen Sie hier?
Digitalisierung und Prozessautomation sind Themen, mit welchen sich die Kennzeichnungstechnik weiterhin verstärkt beschäftigen wird. Dabei geht es um zwei wichtige Aufgaben. Zum einen die Vernetzung der Anlagen, um bestmögliche Gesamttransparenz zu schaffen. Maschinen müssen ein Stück weit selbst vorausdenken um richtig reagieren zu können, wenn irgendwas nicht optimal läuft. Die zweite Aufgabe besteht darin die Kennzeichnungssysteme auf individuelle Produktbeschriftung einzustellen. Heute rücken häufige Produktwechsel immer mehr in Vordergrund. Da Stillstandzeiten der Fertigungsanlage Zeit und Geld kosten, ist eines unserer Hauptziele diese Zeiten signifikant zu verkürzen. Auch hierzu erweitern sich kontinuierlich unsere Konzepte. Auf Knopfdruck kann der Kunde alle Produktionsdaten aus diesem Grund demnächst automatisiert an alle Produktionsmaschinen übertragen. Diese stellen sich dann automatisch auf das neue Produkt ein, das bearbeitet werden soll. Ein manuelles Einstellen an der Maschine wird dadurch entfallen, was die Produktionszeiten noch einmal stark beschleunigt. Durch die Umsetzung dieser Ziele entstehen völlig neue Möglichkeiten.

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