Sorter

Beim Sorter genau hingeschaut

Retrofit für Sorter beim Brillenglashersteller. Essilor hat sich auf die Entwicklung, Herstellung und Personalisierung von Brillengläsern spezialisiert. Täglich verlassen im Durchschnitt 20.000 bis 25.000 Aufträge das Haus. Ein derartiger Durchsatz erfordert reibungslose Prozesse und eine entsprechende Qualitätssicherung.

Die Performance des Essilor-Sorters wurde beim Brillenglashersteller um mehr als zehn Prozent erhöht, nachdem Ami-Fördertechnik ein Retrofit durchgeführt hatte. (Bild: Ami)

Essilor gilt als einer der innovativen Anbieter im Bereich der Augenoptik und ist auf fünf Kontinenten vertreten. Das Unternehmen bietet mit Varilux, Crizal, Xperio, Optifog und Essilor führende Marken an Brillengläsern für Kurz-, Weitsichtigkeit und Presbyopie. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt Essilor Instrumente sowie Serviceleistungen für Augenoptiker. „Um dauerhaft an der Spitze dieses Marktes agieren zu können, ist eine hohe Effizienz in der gesamten Supply Chain erforderlich. Wir passen im Zuge dessen auch unsere Logistiklösungen immer wieder dem neuesten Stand der Technik an. Auch im Bereich Verpackung und Versand bedarf es daher ausgefeilter Systeme, die kurze Lieferzeiten bei hoher Zuverlässigkeit und Qualität sicherstellen“, erklärt Klaus-Dieter Muttke bei Essilor.

Verpackung und Versand im Griff
Aus diesem Grund führte Essilor unter anderem neue Lieferscheine ein. Das Format erlaubte jedoch keine störungsfreie Führung durch den bis dato eingesetzten Sorter. Es waren demnach zusätzliche Ziele erforderlich. Denn durch die Änderung des Lieferscheinformates musste ein Mindestabstand der Päckchen eingehalten werden, und ein Schrägziehen sollte vermieden werden. Die Motoren der Auswerfer waren nicht mehr lieferbar, was neue Auswerfer erforderlich machte. Daher entschied sich das Unternehmen für neue Sorter mit Kettenausschleusern als Retrofit des bestehenden Sorters mit Erweiterungen. Diese Lösung wurde von AMI Förder- und Lagertechnik entwickelt und implementiert. Umgesetzt haben die Verantwortlichen dabei eine Erweiterung der Sorterziele auf eine zweite Ebene sowie die Erneuerung des Auflegebandes und den Austausch der Kettenauswerfer.

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Die Implementierung erfolgte in drei Schritten. Zunächst umfasste dies die Erweiterung um zwölf neue Ziele in einer neuen zweiten Ebene. Im Anschluss erfolgte die Erneuerung des Auflegebandes mit zwölf neuen Arbeitsplätzen und im letzten Schritt der Austausch der bereits vorhandenen zwanzig Kettenauswerfer. Der Umbau und Austausch wurden im laufenden Betrieb, jeweils an den Wochenenden, vorgenommen. Denn der laufende Betrieb durfte nicht behindert werden, und die neuen Komponenten mussten mit den alten Komponenten im Parallelbetrieb laufen. Durch die Umstellung auf die AMI-Lösung können die neuen Lieferscheine künftig problemlos über den Sorter geführt werden. Zudem hat sich die Performance des Sorters um rund zehn bis 15 Prozent erhöht und die Fehlerrate reduziert. Durch einen flexiblen Aufbau der neuen Komponenten sind jederzeit einfache Änderungen und Erweiterungen möglich, so dass das Unternehmen auch für zukünftige Anforderungen gerüstet ist.      bw

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