Spänekübellogistik

Voll hin, leer zurück – aber automatisch

Spänekübel aus der Metallverarbeitung als Logistikproblem. Späne aus der Metallbearbeitung benötigen viel Platz. Für einen besseren Durchsatz hat der Intralogistikexperte CSP Cut System Pfronstetten ein Spänekübel-Fördersystem zur automatisierten Beschickung von Brecheranlagen entwickelt.

Die vollen Spänekübel werden auf den Zuführförderer geschoben, alles Weitere erledigt die Anlage selbsttätig und stellt am Ende die leeren Behälter zur Abholung bereit. (Foto: CSP)

In vielen Betrieben werden die Spänekübel per Routenzug zum Brecher gebracht, was die nötigen Fahrten reduziert, allerdings auch den Fahrer oft längere Zeit aufhält: Er muss jeden Wagen einzeln zur Anlage bringen und mit dem nächsten warten, bis der vorige abgearbeitet ist – was je nach Maschine rund fünf bis zehn Minuten dauern kann. Erst wenn alle Kübel leer sind, kann er die Behälter zu den Arbeitsplätzen zurückbringen. CSP hat daher bei seinem Kübel-Fördersystem einen Pufferspeicher integriert. Die vollen Wagen werden hier einfach direkt hintereinander eingeschoben und von einem elektrischen Längsförderer übernommen. Um Lücken zu schließen, wie sie etwa bei schwankenden Beschickungszeiten entstehen, prüfen Sensoren, ob noch ein Leerplatz vorhanden ist und starten erst dann den zentralen Schubtransport weiter in die Anlage. Zusätzlich stellt ein speziell gestaltetes, mechanisches Klinkensystem sicher, dass die Spänekübel nur vorwärts bewegt werden können, wenn davor noch Platz ist. Sonst können sich die Mitnehmer nicht an dem Wagen einhaken. Der Fahrer des Routenzugs kann so seine gesamte Ladung auf einmal abgeben und leere Wagen von einem zweiten, gegenläufigen Förderer wieder aufladen, um seine Tour sofort fortzusetzen. Die weitere Verarbeitung erledigt die Anlage selbsttätig.

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Dazu nimmt am Ende der Zuführspur ein Querverschiebewagen (QVW) den ersten Spänekübel in der Schlange mittels Hub- und Teleskopiergabel auf. Sensoren an der Gabel erkennen die Größe des jeweiligen Behälters und passen die weitere Positionierung entsprechend an, sodass verschiedene Modelle auf einer Anlage in beliebiger Reihenfolge abgewickelt werden können – solange sie sich prinzipiell für das Förderkonzept eignen. CSP bietet hierfür standardmäßig drei Wagenformate mit 805 mal 500 mal 565, mit 840 mal 500 mal 650 oder mit 910 mal 500 mal 800 Millimetern an. Der QVW bewegt den vollen Spänekübel auf einer eigenen Bahn zum Brecher beziehungsweise zur Entsorgungsanlage, während gleichzeitig die Wagen auf dem Längsförderer eine Position vorgefahren werden, sodass bereits die nächste Ladung an der Übergabestelle wartet. Hat der Brecher über eine Schnittstelle seine Bereitschaft mitgeteilt, setzt der QVW den aktuellen Wagen mittels Teleskopiereinrichtung im dortigen Aufnahmekorb ab und startet per Signal den Zerkleinerungsprozess. Anschließend holt sich der QVW den nächsten vollen Kübel – und der Vorgang beginnt von vorn.

Der gesamte Prozess – von der Zuführung über das Umsetzen und Entleeren bis zum Abtransport – erfolgt ohne menschliche Eingriffe, was Arbeitszeit spart und die Belastung für die Mitarbeiter deutlich reduziert. Auch Unfällen im Umgang mit den oft scharfen oder spitzen Spänen wird so vorgebeugt. Die konkrete Leistung des Spänekübelförderers und die Größe der Pufferzone passt CSP je nach Bedarf des Anwenders bei der Konstruktion an udn stimmt das System auf den Brechertyp ab. Die ganze Anlage lässt sich bequem von einem Schaltschrank aus steuern. bw

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