Multilevel-Shuttle

Alle Vorteile vereint

Klinkhammer präsentiert das Lagerfahrzeug Klincat, ein in Leichtbauweise ausgeführtes Hybrid-System zwischen Regalbediengerät und Shuttle-System.

Das Multilevel-Shuttle Klincat in Leichtbauweise bündelt die Vorteile von RBG und Shuttle. (Foto: Klinkhammer)

Shuttle-Systeme bieten im Vergleich zu herkömmlichen Regalbediengeräten (RBG) mehr Leistung bei ähnlicher Kapazität. Allerdings sind der technische Aufwand und das Investitionsvolumen für ein Lagersystem je nach Ausbaustufe höher. Mit dem neuen Multilevel-Shuttle-System Klincat will Klinkhammer zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Leistungsfähigkeit bei vergleichsweise niedrigen Investitionskosten. Bei einer Hubhöhe von etwa 1,5 Meter erreicht das System bis zu neun Behälterebenen und kann wie ein Shuttle mehrfach übereinander eingesetzt werden. Es ist also fast beliebig skalierbar. Das Lastaufnahmemittel des Geräts ist für Kartons, Tablare oder Behälter mit den Grundmaßen 300 mal 400, 600 mal 400 beziehungsweise 800 mal 600 Millimeter bei einem Maximalgewicht von jeweils 50 Kilogramm je Ladehilfsmittel ausgelegt. Die geringe Höhe ermöglicht eine kompakte Konstruktion und den Einsatz eines spielfreien Spindelantriebs für den Hubmechanismus. Im Fahrparameter-Vergleich zu Regalbediengeräten mit rund fünf Meter pro Sekunde Geschwindigkeit und Shuttle-Systemen mit rund zwei Meter pro Sekunde erreicht Klincat vier Meter pro Sekunde; die Beschleunigung beträgt zwei Meter pro Quadratsekunde.

Klincat ermöglicht insgesamt eine Reduzierung der Komplexität – weniger nötige Lagerfahrzeuge sowie weniger Aufwand beim Regalstahlbau und bei der Gesamtsteuerung der Logistikanlage. Bei mehreren Klincats übereinander werden die Systeme über einen Vertikalheber verbunden. Beim Systemvergleich für ein eingassiges, zweifachtiefes automatisches Kleiteilelager (AKL) mit zwölf Meter Höhe, 35 Meter Länge und 600 mal 400 Millimeter Behältergröße erreicht die Klinkhammer-Lösung die dreifache Leistung im Vergleich zu konventionellen Regalbediengeräten. Bei diesem Beispiel wurden zwei Vertikalheber bei Klincat und den Shuttle-Systemen angenommen.

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Die Leichtbauweise der Lagerfahrzeuge und das hieraus resultierende geringe Gewicht des Teleskoptisches tragen zu einer besseren Dynamik bei. Ein weiteres Plus sind die geringen Anfahrmaße: Der bei mehrfach übereinander angeordneten Klincats im Regal auftretende Leerraum zwischen der oberen Behälterebene eines Gerätes und der unteren Behälterebene des darüber befindlichen Gerätes ist durch ein geringstmögliches unteres und oberes Anfahrmaß des Klincats optimiert. Die Antriebe sind seitlich angebracht; dadurch bleibt das untere Anfahrmaß des Shuttles gering, und die Gesamtkonstruktion der Regalanlage ist platzsparend ausgelegt. Das ermöglicht eine hohe Lagerdichte und Raumnutzung. Auch das Antriebskonzept ist Teil der Leichtbaukonstruktion: Fahr- und Hubmotoren sind leichter konzipiert. Das Energiezuführungskonzept vernetzt alle Antriebe in einer Gasse und reduziert mitfahrende Komponenten, was die Rekuperation ermöglicht. Im Einsatz ist außerdem ein energieeffizienter Spindelantrieb.

Im Vergleich zu herkömmlichen Shuttle-Systemen fallen geringere Wartungs- und Betriebskosten aufgrund der geringeren Anzahl von Lagerfahrzeugen an. Auf jeder Fahrebene ist eine Wartungsebene integriert, wodurch der manuelle Zugriff auf einzelne Lagerplätze möglich ist und Wartungsarbeiten schnell und gezielt ausgeführt werden können.

pb

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