Fahrerlose Transportsysteme

Emsig wie ein Wiesel

Rund eine Millionen Sendungen im Jahr bewältigt SSi-Schäfer mit seinem FTS. Bei der Automation der innerbetrieblichen Transporte setzt Bachmann Forming auf fahrerlose Transportfahrzeuge. Der Weasel von SSI Schäfer konnte innerhalb fünf Wochen realisiert werden – und hat sich bereits nach wenigen Monaten amortisiert.

An einer Übergabeeinheit werden die Kartons automatisch vom Weasel an die Fördertechnik abgegeben.

Maximale Flexibilität, hohe Effizienz und Skalierbarkeit, kurze Projekt- und Implementierungszeit sowie ein schneller Return of Invest (ROI) sind die Attribute, mit denen das Fahrerlose Transportsystem (FTS) Weasel von SSI Schäfer einen komfortablen Einstieg in automatisierte Transportlösungen bietet. Vorteile, die auch die Bachmann-Gruppe mit Sitz in Hochdorf bei Luzern überzeugten. Seit wenigen Monaten übernehmen FTS im Produktionsbereich die innerbetrieblichen Transporte zwischen den Produktions-Arbeitsplätzen und der bestehenden Fördertechnik zum Versandbereich. Mit einem beachtlichen Ergebnis: Der Wechsel von manuellen zu automatisierten innerbetrieblichen Transporten mit den eingesetzten Weasel bringt dem Unternehmen eine Zeitersparnis von rund 7.000 Stunden pro Jahr, welche zu einem ROI des Systems von deutlich unter einem Jahr führt.

Mit seinen im Tiefziehverfahren hergestellten Verpackungen beliefert Bachmann sowohl Kunden im Food- wie auch Non-Food-Segment. Die Artikel aus den Produktionsmaschinen werden an zwölf angebundenen Arbeitsplätzen manuell in Kartons in unterschiedlichen Größen verpackt. Aus der Produktion werden die Kartons anschließend über die Bestandsfördertechnik in den Versandbereich transportiert. 175 Meter beträgt die Spurlänge zwischen den zwölf Produktionsarbeitsplätzen und der Übergabestation an die Fördertechnik. Bei den Produktionsmaschinen wurden manuelle Übergabestationen eingerichtet. Mit Abmessungen von 810 mal 420 mal 180 Millimeter überbrücken die FTS diese Transportdistanz mühelos und barrierefrei.

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Die Mitarbeiter an den Arbeitsstationen platzieren die gepackten Produktkartons auf die vor ihnen stehende Übergabestation und lösen über einen Taster den Abholtauftrag aus. Dieses fährt zum Arbeitsplatz, nimmt den Karton auf und transportiert ihn zur Übergabestation auf die bestehende Fördertechnik. Die Fahrzeuge sind auf ein Transportgewicht bis 35 Kilogramm ausgelegt. An einer Übergabeeinheit werden die Kartons dann von FTS automatisch an die Fördertechnik abgegeben. Anschließend fährt das Fahrzeug selbstständig zurück zur Pufferzone oder aber zur nächsten Arbeitsstation, um weitere Transportaufträge abzuarbeiten.

Dahinter steckt Technik, die sich gleichwohl in die vorhandene IT- und Lagerinfrastruktur integrieren lässt. So erfolgt die Navigation der Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde entlang einer optischen Fahrspur, die einfach, schnell und flexibel aufgebracht werden kann. Unter der Fahrspur platzierte RFID-Tags geben den FTS die Position an. Die Transportaufträge erhalten sie von einem Flottencontroller, der die Aufträge verwaltet und – nach wählbaren Strategien – den jeweiligen Fahrzeugen zuweist. Die Kommunikation erfolgt über WLAN.

Drei Weasel sind bei Bachmann Forming gegenwärtig im Einsatz. „Bei geänderten Aufkommens- oder Transportstrukturen können umgehend weitere Fahrzeuge ohne Aufwand in das Gesamtsystem integriert werden“, erläutert Bruno Skraber, Leiter Vertriebsprojektierung bei SSI Schäfer. „Das System ist sowohl hinsichtlich der Zahl der eingesetzten Weasel als auch vorgegebenen Fahrstrecke auf maximale Flexibilität ausgelegt.“ Bis zu 120 Transporte pro Stunde bewältigen die FTS in Hochdorf. Das sind in Summe rund eine Million Pakete pro Jahr. bw

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