E-Stapler

Das Konzept ist grün

Energieeffiziente Stapler für den Lagereinsatz bei Daimler. Insgesamt 48 Flurförderzeuge von Cesab Material Handling hat der Kontrakt-Logistikdienstleister Transco seit Juli 2015 im Einsatz. Albert Wasmer, Karlsruhe, hat die insgesamt 66 Flurförderzeuge geliefert.

Zu der Flotte zählen 22 Schubmaststapler der Cesab-Baureihe R 320. (Foto: Irrgang)

Im Daimler-Werk Mannheim werden unter anderem Nutzfahrzeug- und Industriemotoren sowie Tauschmotoren für Lkw, Transporter und Traktoren hergestellt. Transco übernimmt die logistische Organisation des Zentrallagers Mannheim. Der Logistikdienstleister setzt auf das Grundkonzept „grün“ und signalisiert damit, dass er auf nachhaltige, wirtschaftliche, umweltfreundliche und zuverlässige Prozessabwicklung besonderen Wert legt. Transco hat sich für die Lieferung und Versorgung der Flurförderzeuge für die Zusammenarbeit mit dem Komplettlieferanten Albert Wasmer entschieden. Wasmer ist schon seit über 35 Jahren bundesweit Lieferant für Flurfördertechnik, Industrietore, Regalanlagen und weitere Produkte aus der Logistikbranche. Transco hat alle Geräte gekauft, die Wasmer übernimmt den Komplettservice sowie die UVV-Wartung für die gesamte Flotte. Der Auslieferumfang umfasst insgesamt 66 Flurförderzeuge, im wesentlichen 22 Schubmaststapler der Baureihe R 320, fünf Gegengewichtsstapler B 650 mit fünf Tonnen Tragkraft, sieben Gegengewichtsstapler B 625 mit 2,5 Tonnen Tragkraft, zwei Gegengewichtsstapler B 320 mit zwei Tonnen Tragkraft, zwei Niederhubwagen des Typs P 216 sowie sieben Kommissionierer. All diese Geräte sind von Cesab, und auch die von einem anderen Hersteller stammenden elf Schlepper wurden auf Wunsch von Transco in Grün und damit der Unternehmensfarbe von Cesab lackiert.

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Sichere und hochproduktive Einsätze
Die Schubmaststapler des Typs R 320 von Cesab bieten zwei Tonnen Nutzlast und 6,75 Meter Hubhöhe und sind ab Werk mit integriertem Seitenschieber sowie Zinkenverstellgerät ausgestattet. Wie alle an Transco gelieferten Cesab-Geräte hat Wasmer die Stapler unter anderem mit einem Flottenmanagementsystem sowie einem Schock-Sensor ausgestattet; dieser führt auch die Fahrer-Identifizierung durch. Auf Wunsch von Transco Logistik sind die Stapler mit Blue Safety Lights ausgerüstet, was die Einsatz- und Betriebssicherheit der Schubmaststapler signifikant erhöht. Wie Manuelo Carlet, Geschäftsführer Cesab Deutschland, erläutert, ist das blaue Licht des Blue Safety Lights immer erkennbar, auch bei Sonneneinstrahlung, so dass Personen oder die Bediener anderer Fahrzeuge in der Halle sofort sehen, dass ein Stapler angefahren kommt. Ein weiterer Vorteil der gelieferten Schubmast-Gabelstapler R320 ist die Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit bei Kurvenfahrt oder Fahrt mit angehobener Last. Dies dient der Betriebssicherheit und trägt zur Wirtschaftlichkeit bei.

Eine weitere Eigenheit erhöht die Sicherheit und steigert gleichzeitig die Umschlagsleistung. So dreht der Fahrmotor nun bei Lenkbewegungen nicht, wie früher, permanent mit. Dies schont die Kabel, denn bei den permanenten Verwindungen war früher ab einem bestimmten Zeitpunkt ein Kabelbruch vorprogrammiert. Durch diese Einrichtung spart der Fahrer spürbar Zeit. Denn muss er beispielsweise rückwärts aus einer Regalgasse fahren, dreht er nun das Lenkrad zwei Umdrehungen weiter, und die Maschine hat automatisch nicht nur das Rad wieder gerade ausgerichtet, sondern auch dementsprechend die Fahrtrichtung geändert. Das bedeutet, der Fahrer invertiert per Umdrehung des Lenkrads die Fahrtrichtung und fährt, ohne einen Fahrtrichtungsschalter betätigen zu müssen, in die gewünschte Richtung.

Die vielseitig einsetzbaren Elektro-Niederhubwagen vervollständigen die Flotte. (Foto: Irrgang)

Sensoren für intelligente Hubmaststeuerung
Zudem ist beim Schubmaststapler R eine neue Hydraulik für den Hubmast installiert worden: Bei den seitlich am Hubmast angebrachten Hydraulik-Leitungen ist ein bajonettähnlicher Schnellverschluss mit Ringdichtung innen angebracht, der den Eigendruck der Hydraulikleitung nutzt. Bei dieser Anordung muss nichts verschraubt werden. Sie ist im Bedarfsfall leicht zugänglich. Auch bei den Staplern der B 600er-Reihe spielen Features für die Sicherheit eine zentrale Rolle. So wird beispielsweise der sichere Betrieb des Mastes über eine Reihe von Sensoren intelligent gesteuert: Hierfür ist der Mast mit einem Hub-Sensor, einem zweiten Sensor am Hubgerüst sowie einem Drucksensor ausgestattet, der unterscheidet, ob Last aufgenommen ist oder nicht. Sobald zehn Prozent der Nominallast auf der Gabel sind, beim B 625 also 250 Kilogramm wird bei einer Gabelhöhe ab 50 Zentimetern die Geschwindigkeit automatisch reduziert.

Benutzerspezifische Fahrerprofile
Die optionale automatische Feststellbremse sorgt dafür, dass der Stapler zum Stehen kommt und auch stehenbleibt, wenn der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Zudem macht ein Gurtwarnsensor den Fahrer darauf aufmerksam, dass er nicht angeschnallt ist und verhindert so lange das Fahren, bis der Sicherheitsgurt ins Schloss eingerastet ist. Zusätzlich sind die Stapler an der Hinterachse mit Sensoren ausgestattet, die den Lenkwinkel angeben und hier auch in Abhängigkeit von der Lenkung die Geschwindigkeit reduzieren. Zudem lassen sich pro Gerät bis zu 40 optimierte, benutzerspezifische Fahrerprofile und bis zu 15 unterschiedliche, individuell programmierbare Leistungsprofile einstellen.

Schneller Batteriewechsel
Für sparsames Wirtschaften mit der On-Board-Energie sorgen konstruktive Merkmale, die sich als eher wenig spektakulär, dafür aber als wirkungsvoll für die Erhöhung der Batterielebensdauer erweisen. Hierzu zählt der Wegfall des Kühlerlüfter ebenso wie der Einsatz von LED-Energiesparleuchten und eines regenerativen Bremssystems. Da die Stapler im Mehrschichtbetrieb eingesetzt werden, ist jede Maschine mit einer Wechselbatterie ausgestattet. Wie Manuelo Carlet erläutert, ist bei den Geräten eine neue Art des Batteriewechsels eingeführt worden. So wird die Batterie nicht „im klassischen Sinne“ – und verbunden mit erheblichem Handlingaufwand – seitlich entnommen; vielmehr werden die an den Batterien nun angebrachten und mit Einfahr-Ösen versehenen Klappbügel hochgeklappt, ein Stapler hebt die Batterie nur minimal an und entnimmt sie, transportiert sie ab und setzt die Wechselbatterie ein.

Reinhard Irrgang/bw

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