Elektro-Stapler im Crossdocking-Einsatz

Wohlfühl-Faktor für den Fahrer

Sechs Elektro-Gegengewichtsstapler der B-Reihe von Cesab arbeiten im Umschlagzentrum des Logistikdienstleisters Hellmann-Kunze in Karlsdorf. Die im Rahmen eines Full-Service Vertrags über fünf Jahre betreuten Geräte sind entsprechend der Anforderungen von Hellmann für den harten Cross-Docking-Einsatz ausgerüstet.

Ergonomisch gestalteter Fahrerarbeitsplatz für den Mehrschicht-Einsatz im Umschlagbetrieb des Crossdocking-Centers von Hellmann-Kunze. (Foto: Reinhard Irrgang)

Grundvoraussetzungen für die Beschaffung der Gabelstapler waren die hohen Umschlags-Anforderungen und harten Einsatzbedingungen im Cross-Docking von Stückgut im Drei-Schichtbetrieb auf den rund 6.000 Quadratmeter Hallenfläche. Wie Daniel Ullmann, Betriebsleiter des Cross-Docking-Centers Karlsdorf von Hellmann Worldwide Logistics ausführt, zählen namhafte Unternehmen wie der Automobilzulieferer Mahle-Behr und der Getriebe- und Antriebe-Hersteller SEW zu den Kunden. Die Stapler werden überwiegend für die Entladung der angelieferten Güter, die Touren-Konsolidierung und die tourengerechte Beladung der Ausliefer-Lkw eingesetzt. Bei den neuen Geräten handelt es sich um Elektrostapler B320 in 48-Volt-Ausführung mit zwei Tonnen Tragkraft und Triplex-Vollfreihubgerüsten mit 4,5 Metern Hubhöhe. "Das Lastenheft in der Entwicklung dieser 48-Volt-Maschine lag ganz klar auf Energie-Einsparung", betont Manuelo Carlet, Geschäftsführer der Cesab Deutschland. Hierzu zählen die energiesparend mit LED ausgestatteten, jeweils nur in Fahrtrichtung leuchtenden Arbeitsscheinwerfer vorn und hinten, das automatisch kinetische Energie in die Batterie zurückführende Nutzbremsungssystem, der Wegfall von Kühllüftern, da über das Kontergewicht gekühlt wird, was zudem den Geräuschpegel reduziert, und reicht bis zur software-gesteuerten Einstellung der Stapler. Dies ist wichtig, denn gerade im bei Hellmann Kunze üblichen Mehrschichtbetrieb sind individuelle Einstellungen des Fahrzeugs für den jeweiligen Bediener unerlässlich. Neben weiteren ergonomischen sowie die Sicherheit erhöhenden Features - wie speziell in Italien gefertigte Sitze, elektrische Bremsen und die Fuß-Umschaltung per Pedal für Vor- und Rückwärtsfahrten - bewirkt die individualisierte Justierung der Fahrparameter mit entsprechenden Beschleunigungs- und Bremswerten, dass sich der Fahrer an seinem Arbeitsplatz sicher und wohl fühlt und stets produktiv arbeiten kann.

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Die Fahrer profitieren von guter Sicht
Die Geräte sind mit dem von Cesab nach dem IMD-Mastdesign selbst entwickelten und produzierten Triplex-Freisicht-Hubgerüst mit integrierten Seitenschiebern mit oben und unten liegenden Zylindern ausgestattet. Durch die doppelte Verschiebemöglichkeit sind die Bewegungen gleichmäßig und parallel, entsprechend lassen sich die Stapler in härteren Anwendungsumgebungen einsetzen und sind unempfindlich gegen Staub und Schmutz. Laut Manuelo Carlet ist das mit außen liegenden Freihub-Zylindern ausgestattete Hubgerüst einzigartig in der Branche und sorgt für eine hervorragende Sicht auf die Gabeln beziehungsweise auf die Last. Dank der Doppel-C-Profile des Hubgerüstetes lassen sich die Mastlager exakt justieren und über die Excenter-Schrauben jederzeit problemlos nachstellen. Sie sind spielfrei, bieten somit deutlich erhöhte Handlings- und Arbeitssicherheit und sind auch bei der maximalen Hubhöhe von 4,5 Meter bei einem Lastschwerpunkt von 500 Millimeter noch für 1.800 Kilogramm Nutzlast geeignet.

Die Stapler werden in dieser Ausstattung Standard ab Werk geliefert, mit Ausnahme des von der Albert Wasmer als Händler installierten "Schocksystems". Dieses wird sich im Rahmen des Fünf-Jahres-Full-Service-Vertrags mit Hellmann für den Einsatz im Stückgut-Umschlag in seiner Mehrfachfunktion als Flottenmanagementsystem, für die Schadens-Prävention, für mehr Kostentransparenz und zur Erhöhung der Arbeits- und Betriebssicherheit bewähren. Der Fahrer meldet sich mit einem auf ihn per Zahlencode personalisierten Magnetschlüssel mit Transponder an. Über das Display mit Funktionen wie Auto-Teaching, Anzeige von Wartungs- und Kundendienst-Intervallen, einstellbarem Potentiometer und individuell justierbaren Parametern ist der Fahrer stets informiert. Mit bis zu 40 PIN-Codes für je 15 Fahrerprofile lässt sich die Leistung der Stapler dem Können, der Erfahrung sowie den Bedürfnissen der jeweiligen Bediener anpassen.

Wichtig im Rahmen der fordernden Geräteeinsätze ist auch die leichte Zugänglichkeit zum "Innenleben" der Stapler für Wartungsarbeiten. So sind, wie Manuelo Carlet am Gerät erläutert, die Elektronik, Antriebsmotoren und der Hydraulikpumpen-Motor übersichtlich und leicht zugänglich arrangiert, was die Wartungsarbeiten vereinfacht und zeitlich verkürzt. Zu den weiteren Merkmalen zählt der seitliche Batteriewechsel, für den sich das Batteriefach durch Lösen einer mechanischen Arretierung per Hebel leicht öffnen und schließen lässt. Bei Hellmann Worldwide Logistics kommen Flurförderzeuge zum Einsatz, die sich bei Inhouse-Tests durch die Fahrer hinsichtlich Handling, Ergonomie, Fahreigenschaften und Leistung bewährt haben. Weitere zentrale Aspekte bilden Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und die Ökobilanz der Geräte im täglichen mehrschichtigen Einsatz wie über die gesamte Zeitspanne am jeweiligen Einsatzort.

"Wir haben mit Albert Wasmer einen Full-Service-Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen, bei dem die Betriebsstunden auch branchenmäßig großzügig an den Rund-um-die-Uhr-Betrieb in Speditionen und Umschlagbetrieben angepasst sind. Zusammen mit den technischen Innovationen und den konstruktiven Verbesserungen der Geräte sowie mit den Erfahrungswerten haben wir hier mit dem Full-Service- und dem "Rundum-Sorglos-Paket" auch einen Meilenstein hinsichtlich Partnerschaft und Kooperation von Lieferanten und Kunden geschaffen".

Reinhard Irrgang/bw

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