Flurförderzeuge

Der Hol- und Bringdienst

Robustes, leistungsstarkes Arbeitstier oder feinfühliges, intelligentes Materialflussgerät? Die konkrete Intralogistik-Aufgabe bestimmt, welches Flurförderzeug zum Einsatz kommt. In diesem Themen-Schwerpunkt zeigt handling konkrete Anwendungsbeispiele.

Ein Flurförderzeugbeispiel: Der Geh- und Fahr-Hochhubwagen EXV-SF, der beim handling award 2015 den zweiten Platz belegte. (Foto: Still)

Die Fördertechnik und Intralogistik ist nach der Antriebstechnik die zweitgrößte Fachbranche im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die Branche verzeichnet seit Jahren Wachstum – sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export haben sich gleichermaßen erfreulich entwickelt. Die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen stieg im ersten Halbjahr dieses Jahres um drei Prozent. Mehr als die Hälfte der in Deutschland produzierten Lösungen und Anlagen geht ins Ausland. Südamerika und dort besonders Brasilien hatten in den vergangenen Jahren für die deutschen Hersteller eine große Bedeutung erlangt, daher sind etliche Hersteller von Flurförderzeugen mit eigenen Niederlassungen oder Tochtergesellschaften in Brasilien aktiv. Auch künftig dürfen die Hersteller von einer Steigerung des weltweiten Marktvolumens für Flurförderzeuge rechnen. Die Nachfrage in Westeuropa dürfte weiter wachsen; auch für Asien gilt dies, allerdings wird für China nur mit einem Wachstum der Segmente Lagertechnik und elektromotorische Gegengewichtsstapler gerechnet. Auch das Wachstum des nordamerikanischen Marktes dürfte sich weiter fortsetzen.

Angepasster Materialfluss
Zuvor klassische Hersteller von Flurförderzeugen oder Gabelstaplern haben sich mittlerweile als Intralogistik-Systemanbieter aufgestellt, denn es gilt, an die Anwendung angepasste Materialflusslösungen einzurichten. Gabelstapler, Hubwagen, Routenzüge, selbstfahrende Shuttles – Intralogistik hat viele Gesichter. Auf die Neuentwicklungen, die im nächsten Jahr vorgestellt werden, darf man gespannt sein – Anfang März 2016 trifft sich die Branche auf der Logimat und dann Ende Mai 2016 zur Cemat. Treiber der Entwicklung bei Flurförderzeugen sind beispielsweise die Energieeffizienz, Emissionsreduzierung, Flottenmanagement-Systeme im Hinblick auf Industrie-4.0-Technologien und Smart Factory sowie vor allem die Ergonomie: Der Fahrer soll sicher, ermüdungsfrei und gesundheitsschonend unterwegs sein, denn das hebt die Umschlagsleitung und senkt die Fehlerquote. Intuitive Bedieneinheiten, Sicherheitsdeichseln, gedämpfte Standplattformen, reduzierte Schwingungen, Sichtmaximierung, drehbare Fahrersitze sind nur einige Beispiele von Ausstattungsfeatures, die den Fahrer während seiner Arbeit unterstützen sollen.

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Aber nicht nur die Nachfrage nach intelligenten Neufahrzeugen steigt, auch das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft interessiert die Hersteller von Flurförderzeugen; bei Jungheinrich zum Beispiel wuchs es im ersten Halbjahr um satte elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.  pb

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