Corona-Pandemie

Kion schließt Werke über Ostern

Kion nutzt die traditionell ruhigere Osterzeit, und setzt vorübergehend für zunächst durchschnittlich zwei Wochen die Fertigung in wesentlichen Produktionswerken in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Indien aus.

Das Kion Headquarter in Frankfurt/Main © Kion

„Unsere umfangreichen Maßnahmen zum Gesundheitsschutz sind der richtige Weg, um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch unsere Kunden und Lieferanten keinem Infektions-Risiko auszusetzen“, betonte CEO Gordon Riske. „Die Gesundheit und die Sicherheit der Beschäftigten und ihrer Familien haben absolute Priorität. Gleichzeitig tragen wir unserer Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Versorgung der Bevölkerung Rechnung. Und wir bereiten uns schon jetzt darauf vor, sowohl Produktion als auch Auslieferungen nach Abklingen der derzeitigen Ausnahme-Situation zügig wieder auf Normalniveau hochzufahren."

Kion spielt während der aktuellen Pandemie eine bedeutende Rolle bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung. Kritische Branchen wie das Gesundheitswesen, die Pharmaindustrie, die Lebensmittelproduktion, die Logistik und der Lebensmitteleinzelhandel müssen zwingend unterstützt werden, um die Bevölkerung zuverlässig versorgen zu können.

Während der Betriebsruhe wird die Unternehmensgruppe auch die Voraussetzungen für eine nachhaltige Verbesserung der zuletzt angespannten Materialverfügbarkeit schaffen. Zulieferbetriebe insbesondere in Italien und Frankreich sind derzeit entweder von massiven Beeinträchtigungen ihrer Produktion betroffen oder vorübergehend sogar komplett geschlossen worden. Ziel ist es, bis nach Ostern größere Puffer an Teilezulieferungen aufzubauen, um nach Aufhebung behördlicher Einschränkungen mit einer geordneten und effizienten Produktion fortfahren zu können.

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In Deutschland wird im Einvernehmen mit den jeweiligen betrieblichen Partnern die Produktion in den Fahrzeugwerken in Aschaffenburg und Hamburg sowie in den konzerneigenen Komponentenwerken in Weilbach, Dinklage und Geisa in den beiden Osterwochen vom 6. bis voraussichtlich zum 17. April ruhen. Am Standort Reutlingen wird die Produktion vom 14. bis 24. April unterbrochen. Anschließend ist geplant, die Produktion Schritt für Schritt wieder hochzufahren. Die vorübergehende Produktionsunterbrechung und die anschließende Hochlaufphase sollen "mit verschiedenen bewährten Personalinstrumenten flexibel abgebildet" werden, hieß es laut Mitteilung. Der Konzern setze unter anderem auf den Abbau von Zeitguthaben aus den vergangenen Jahren sowie - je nach lokaler Notwendigkeit - auch auf Kurzarbeit.

Prognose wegen Corona-Pandemie zurückgezogen
Angesichts der Unsicherheit über den weiteren Verlauf, die Dauer sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa und den USA hat der Vorstand der Kion Group beschlossen, die im Geschäftsbericht 2019 veröffentliche Prognose für das Geschäftsjahr 2020 zurückzuziehen. „Zwar entwickelt sich die Lage in China - wie erwartet - bereits wieder deutlich positiv, allerdings lässt die aktuelle Situation in Europa und die zu erwartende Entwicklung in den USA zum jetzigen Zeitpunkt keine ausreichend gesicherte Einschätzung unserer Geschäftsentwicklung im weiteren Verlauf des Jahres zu“, sagt Gordon Riske. „Wir werden daher im weiteren Verlauf des Jahres unsere Prognose, in der noch keine Auswirkungen der Corona-Pandemie enthalten waren, aktualisieren.“ as

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