Demtaic-Kommissioniersystem

Bei Siemens wird’s kompakt

Dematic automatisiert das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz. Dafür installiert der Intralogistikspezialist dort das Lager- und Ware-zur-Person Stückgut-Kommissioniersystem Autostore mit direkt angebundener Fördertechnik.

Mit dem Kleinteilelager Autostore automatisiert Dematic das Siemens-Werk für Kombinationstechnik in Chemnitz. © Siemens

In dem kompakten Kleinteilelager werden künftig in mehr als 45.000 Behältern verschiedene Installations- und Elektronikkomponenten untergebracht, die Siemens Digital Industries Motion Control an dem Produktionsstandort für Schaltschränke von Steuerungsanlagen einsetzt. Das System ersetzt das derzeit noch manuell betriebene Fachbodenlager. Durch Autostore wird nicht nur die Lagerflächennutzung im Siemens-Werk für Kombinationstechnik Chemnitz optimiert, sondern gleichzeitig der Materialfluss automatisiert. Neben Zeit- und Kosteneinsparungen wird durch ein automatisiertes und 24/7 verfügbares System die Kapazität für die Produktionslogistik erweitert sowie die Fehlerquote bei der Zusammenstellung der Komponenten weiter reduziert. Ende dieses Jahres soll die Autostore-Anlage in Betrieb gehen.

„Oberste Priorität von Siemens war es, die Lagerfläche zu komprimieren. Mit unserer kompakten Autostore-Anlage liefern wir hierfür eine effiziente, genaue und zuverlässige Lösung“, sagt Jessica Heinz, Leitung Marketing und Business Development bei Dematic. Bei Siemens wird das modulare Stückgut-Kommissioniersystem auf einer Fläche von rund 780 Quadratmetern installiert. „Die Anlage erreicht eine maximale Lagerdichte bei minimalem Platzbedarf und sorgt damit für eine optimale Flächennutzung“, so Heinz. Durch den Behälterturm-ähnlichen Aufbau nimmt das System weniger Platz in Anspruch als das vorherige Fachbodenlager. Den dadurch gewonnenen Platz nutzt Siemens künftig für die Lagerung größerer Waren.

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Insgesamt umfasst das kompakte Kleinteilelager mehr als 45.000 Behälter. Diese sind in verschiedene Fächer unterteilt, sodass mehrere unter-schiedliche Produkte pro Behälter gelagert werden können. Auf der Ober-seite der Anlage fahren 34 Roboter, die auf das Inventar zugreifen, sobald es angefordert wird. Anschließend befördern sie es zu einem der fünf Kommissionierplätze, an denen die Komponenten für die Weiterverarbeitung in der Produktion gebündelt werden. „Dabei sorgt Autostore für weniger Fehler bei der Zusammenstellung und schnellere Prozesse“, sagt Heinz.

Zudem wird Autostore direkt an die ebenfalls durch Dematic gelieferte Fördertechnik angebunden und der Materialfluss bei Siemens weiter automatisiert. Dafür wird die Anlage über Förderbänder an den Wareneingang angeschlossen. Angelieferte Pakete können so direkt vom Lkw auf Dematic-Förderbänder entladen und über Lifte zu den Arbeitsstationen im Wareneingang befördert werden. Dort werden die Behälter des AutoStore-Systems befüllt.

Über weitere Förderbänder, die mittels Transferzellen an die Anlage angebunden sind, gelangen die Behälter anschließend automatisch an ihren Lagerplatz in dem Kleinteilelager. „Der gesamte Materialfluss erfolgt somit automatisch, sodass stets eine optimale Produktionsversorgung gewährleistet wird, die sich flexibel in die Arbeitsprozesse unseres Kunden einfügt“, sagt Heinz.

Die Integration des neuen Lagersystems in die IT-Landschaft übernimmt Siemens. Dabei setzt das Unternehmen auf die hauseigene Softwarelösung ASIS (Autostore Integration Service). Sie dient als Bindeglied zwischen Autostore, SAP, Fördertechnik und den Mitarbeitern. as

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