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Roboter wachsen weiter kräftig: Kein Ende der Konjunktur in Sicht

Roboter wachsen weiter kräftigKein Ende der Konjunktur in Sicht

Der weltweite Absatz von Industrie-Robotern hat 2015 die neue Rekordmarke von 248.000 Einheiten erreicht.

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IfR Roboterverkauf 2015

Das ist ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2014: 221.000 Einheiten). Damit setzt sich ein globaler Automations-Boom fort, der nach der Wirtschaftskrise 2009 einsetzte. Die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter stiegen seither auf mehr als das Vierfache (2009: 60.000 Einheiten. Bis 2018 werden weltweit 2,3 Millionen Einheiten in den Werkhallen arbeiten – mehr als doppelt so viele wie 2009 (1,0 Millionen). Das sind Ergebnisse der Roboter-Weltstatistik 2016, die von der International Federation of Robotics (IFR) veröffentlicht wird.

In den globalen Märkten sorgen stark automatisierende Schwellenländer ebenso wie bereits wirtschaftlich hoch entwickelte Regionen für positive Absatzzahlen. So stiegen in Europa die Verkaufszahlen für Industrie-Roboter 2015 insgesamt um zehn Prozent auf 50.000 Einheiten im Vergleich zum Vorjahr. Stärkste Einzelmärkte sind hier die drei EU-Länder Deutschland (20.000 Einheiten), Italien (6.700 Einheiten) und Spanien (3.800 Einheiten).

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Das Wachstum in Amerika entwickelte sich mit einem Absatzplus von 15 Prozent noch dynamischer mit insgesamt 37.000 Einheiten. Die USA führen die Liste mit 27.000 verkauften Units an (plus drei Prozent). Einen außergewöhnlich großen Automatisierungssprung verzeichnete Mexiko. Hier hat sich der Verkauf innerhalb eines Jahres mit knapp 5.500 Einheiten mehr als verdoppelt. Hintergrund für diese Entwicklung sind Investitionen der Autoindustrie, die von Mexiko aus in die USA und nach Südamerika exportiert.

Weltweit stärkster Wachstumsmarkt bleibt Asien. In der Region wurden 2015 insgesamt 156.000 Einheiten verkauft – ein Plus von 16 Prozent. Alleine China übertrifft mit 68.000 verkauften Industrie-Robotern das gesamte Marktvolumen Europas.

Vom Wachstum im Reich der Mitte (2015: plus 17 Prozent) profitieren die ausländischen Roboterhersteller mit einem Anteil von 69 Prozent am Gesamtmarkt. Gleichzeitig bauen die heimischen Wettbewerber ihren Marktanteil auf inzwischen 31 Prozent deutlich aus (2013: 25 Prozent). Die Robotermärkte Südkorea (2015: 37.000 Einheiten) und Japan (2015: 35.000 Einheiten) belegen beim weltweiten Absatz nach China die Ränge zwei und drei – gefolgt von den USA und Deutschland. Diese Top-Fünf-Länder stehen für drei Viertel des weltweiten Absatzes von Industrie-Robotern.

Aufgeschlüsselt nach Branchen führt die Automobilindustrie die Automation mit Industrie-Robotern weltweit mit dem größten Volumen an. 2015 wurden in diesem Segment rund 95.000 Einheiten verkauft – ein Wachstum von einem Prozent. Stärkste Wachstumsbranchen sind 2015 die Metallindustrie (plus 63 Prozent), die Kunststoffbranche (plus 40 Prozent) sowie die Elektronikbranche (plus 16 Prozent).

„Die Welle der digitalen Transformation und Automation wird den Roboter-Boom bis 2018 weiter forcieren“, sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics. „Revolutionäre IT-Entwicklungen rund um das Internet der Dinge und neue vernetzte Dienste verändern das produzierende Gewerbe grundlegend. Maschinen, Logistik und Produktionsstätten verschmelzen zu integrierten Cyber-Physical Systems. Ziel ist es, mit smarten Fabriken flexibler, kostengünstiger und produktiver zu arbeiten.“ bw

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