Fördertechnik

Tauchfahrt mit dem Golf

Flexible Einzelfahrwerke für das Karossenhandling
Die beiden ersten, für den Korrosionsschutz entscheidenden Phasen bei der Automobillackierung sind Vorbehandlung und Tauchlackierverfahren. Optimierte Bewegungen helfen eine gute Beschichtungsqualität zu erreichen.

Wolfsburg wird zu einem Maßstab moderner Automobillackierung: Die dort für den neuen Golf installierten Vario­Shuttle-Linien kann man als zukunftsweisende Technologie für Vorbehandlung und das kathodische elektrophoretische Tauchlackier-Verfahren (KTL) bezeichnen. Es gibt für jeden Karossentyp individuell programmierbare Tauchkurven. Bei dem System der Firma Eisenmann übernehmen flexible Einzelfahrwerke das Karossen-Handling anstatt der oft üblichen Fördereinrichtungen. Bei den so individuell für jedes Fahrzeug programmierbaren Ein- und Austauchbewegungen lässt sich die Beschichtungsqualität optimieren. Das besondere des Systems: Der Behandlungsprozess lässt sich variabel an die gerade durchlaufende Karosse anpassen.

So hat jedes Fahrzeug der Golf-Plattform – neben dem am häufigsten gebauten Basismodell mit Fließheck vor allem der Bora und der Golf Variant – eine eigene, in vielen Simulationen und Testläufen genau ermittelte Tauchkurve. Ein derartiges, auf jede einzelne Karosse zugeschnittenes Programm ist mit Vario­Shuttle ohne großen Aufwand möglich. Gezielt lassen sich bestimmte Tauchbecken ansteuern oder überspringen. Diese Eigenschaft des Systems wird vor allem bei Fahrzeugen mit einem ausgeklügelten Materialmix aus Stahl, Aluminium, Magnesium und Kunststoff in Zukunft eine stärkere Rolle spielen.

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Von der Böblinger Technik profitiert nicht nur die Verfahrenstechnik, sondern auch die Fabrikplanung. In den meisten Fällen beansprucht das System weniger Fläche als eine Pendelförderanlage. Die Tauchbecken fallen ebenfalls kleiner aus. Jede der zwei in Wolfsburg installierten Linien im Single Loop-Design bewältigt 71 Karossen pro Stunde. Ein Streckenoval vereinigt zehn Vorbehandlungs- und vier KTL-Zonen sowie 40 Fahrwerke zu einem kompakten System. Guido Matthes

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