Fördertechnik

Voreilung sorgt für Verspätung

Reibungsloser Antrieb und Transport durch kleinere ­Toleranz
Wenn ein Kettenhersteller und ein Spezialist für Versandmanagement zusammenarbeiten kommen bestimmt keine Kettenbriefe dabei heraus. Anlass für die Kooperation war ein Problem mit dem Antrieb an einem der Kuvertiersysteme. Die Lösung sorgt nun dafür das die Post pünktlicher ankommt.

In den Kuvertiermaschinen von Pitney Bowes, USA, laufen zwei Rollenketten parallel zueinander, wobei ein Synchronlauf der Ketten unbedingt erforderlich ist. Bei Voreilung einer Kette oder ungleichmäßiger Abnutzung kann die Maschinenleistung stark beeinträchtigt werden. Laut Susan Kearney, Strategische Einkäuferin, musste man die bisher verwendete Lösung alle ein bis zwei Wochen auswechseln. Der Maschinenausfall und die Wartungsarbeiten verursachten den Kunden dabei hohe Kosten. Die Aufgabe bestand darin, die Wartungsintervalle zu vergrößern und die Ausgaben pro verarbeitetem Dokument zu senken. Änderungen an ausgelieferten Maschinen sollten das bestehende Produktionsniveau möglichst wenig oder gar nicht beeinträchtigen. Als Lieferant für die Kette kam der englische Spezialist Diamond Chain in Frage. Richard Rufo, Verkaufsleiter dieses Unternehmens, arbeitete mit Ingenieuren beider Firmen an einer Lösung für die anspruchsvolle Anwendung. „Die Amerikaner waren an einem Testlauf interessiert, um zu sehen, ob wir uns als Zulieferer für die Anwendung qualifizieren würden. Wir entwickelten mehrere Prototypen und dann wurde geprüft, welche Leistung unser Produkt hat”, so Richard Rufo.

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Toleranz immer wichtiger

Um unter den Kettenherstellern den richtigen Zulieferer zu finden, führten die Amerikaner Umfragen und Auswertungen durch. Dieser Prozess schloss Vor-Ort-Besichtigungen, Geschäftsevaluierungen, Machbarkeitsstudien und Zweistrom-Testläufe an anspruchsvollen Anwendungen ein. Alle von potenziellen Zulieferern eingereichten Produkte untersuchte man mit den gleichen Parametern und an der selben Maschine. Der Prüflauf erfolgte bei hoher Geschwindigkeit und unter extremen Bedingungen mit Papier und mechanischem Staub – eine Anwendungsform, die hohe Anforderungen an die verwendeten Prüflinge stellt. Noch mal Richard Rufo: „Durch die Verbindung von verbesserten Kettenoutput, Alleinstellungsmerkmalen und der Materialzusammensetzung ging unser Gliederband aus diesem Wettbewerb als Sieger hervor. So wurden wir zum alleinigen Kettenlieferanten für die 8er Serie.“

Die anspruchsvolle Anwendung ließ die Engländer noch einen Schritt weiter gehen. Dem neuen Kunden bot man Antriebsglieder an, die in die Toleranzklasse 2 fallen. Bei der Herstellung verpflichteten sich die Spezialisten aus England dazu, nur standardisierte Teile zu verwenden. In der Vorlastphase hat die Abpassung der Ketten in dieser Klasse eine Toleranz von 0,083 Millimeter pro 0,5 Meter. Die Präzision ist besonders beim Parallellauf der Züge wichtig. Sie sorgt für die Funktion der Anlage mit übereinstimmenden Maßen und einer gleichmäßigen Abnutzung.Guido Matthes

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