Fördertechnik

Hinter Gittern

Schutz von Personen steht im Vordergrund
Stahl, was ist aus dem Werkstoff nicht schon alles hergestellt worden. Das Spektrum reicht von Autos, Brücken, über Schiffe, Türme aller Art bis hin zu Wolkenkratzern. Nun wird das Angebot um einen Schutzzaun für Förder- und Montageanlagen erweitert.

Das Hammerwerfen eine gefährliche Disziplin ist können Sie sich bestimmt leicht vorstellen. Man muss nur mal darüber nachdenken was mit einer 7,26 Kilogramm schweren Eisenkugel passiert, die von einem rotierenden Kraftpaket auf 30 m/s beschleunigt wird und nach 70, 80 Metern mehr oder weniger unkontrolliert auf dem Rasen einschlägt. Da wundert es nicht, dass die Damen und Herren dieser Sportart hinter Gitter müssen. Aber Schutzeinrichtungen sind nicht nur im Hochleistungssport an der Tagesordnung. Auch im privaten Bereich sind Zäune präsent. Sei es nun die Umrandung des Schrebergartens, die Einfriedung der Sportanlage oder der altbekannte Jägerzaun am Grundstück, überall trifft man auf Absperrungen jeglicher Couleur. Die sind auch meistens gewollt. Ein Muss sind sie dagegen im industriellen Bereich. Hier sollen sie das Personal vor beweglichen, gefährlichen Maschinenteilen fernhalten aber auch die Anlagen vor unbefugtem Zutritt bewahren.

Stahlvariante

Heutige Förder- und Montageanlagen sind durch den hohen Automatisierungsgrad eine potentielle Gefahrenquelle, Schutzeinrichtungen haben hier eine große Bedeutung. Rose und Krieger hat mit dem Blocan Schutz- und Abtrennungssystem aus Aluminium – es wurde in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft entwickelt – bereits viele Jahre Erfahrungen auf dem Gebiet gesammelt. Mit der neuen Variante GMS (Gittermattensystem) aus Stahl bieten sie jetzt eine modular aufgebaute Einrichtung an, die durch den einfachen, flexiblen und kostengünstigen Aufbau manches Sicherheitsproblem lösen kann. Durch die standardisierten Rasterabstände der Gitterfelder ist eine Anordnung in verschiedenen Abschnitten möglich. Spezielle Halter, am Pfosten vormontiert, vereinfachen die Steckmontage und der Monteur kann die Felder in beliebigen Winkeln aufstellen, wobei sich die Sicherheitsabstände gemäß EN 294 und EN 811 in allen Bereichen einhalten lassen. Erhältlich sind die in lichtgrau pulverbeschichteten Stahlgittermatten in den Maschenweiten 25 oder 50 Millimeter, die Höhe ist jeweils 200 Millimeter. Sonderfarben gibt es auf Anfrage. Die Querstäbe der Zaunelemente haben einen Durchmesser von sechs und die Längsstäbe einen von fünf Millimeter.

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Das Unvollkommene

Allerdings ist auch das beste Schutzsystem unvollkommen, wenn es nicht begehbar ist. Deshalb runden Schwenktüren, Schiebetüren (optional auch mit Sicherheitsschalter) und ein umfangreiches Zubehör das Angebot ab. Das System ist vor allem für den Einsatz von großflächigen Schutzmaßnahmen im Anlagen- und Maschinenbau konzipiert. Um bei der Auslegung solcher Einrichtungen eine schnelle und passende Vorgehensweise zu finden, hier ein paar Tipps: Am Anfang steht natürlich die Planung. Anhand des Grundrisses einer Maschine oder Anlage, die mit dem Schutzsystem versehen werden soll, wird der Sicherheitsabstand nach der entsprechenden Norm festgelegt. Dann ist es sinnvoll den Materialbedarf zu ermitteln. Dafür ist erst die gewünschte Gittermattenbreiten und Maschenweite auswählen. Daraus ergibt sich dann die benötigte Pfostenanzahl. Zusätzlich kann der Konstrukteur Schwenk- und Schiebetüren einplanen, dabei sollte er aber berücksichtigen das im Lieferumfang dieses Herstellers bereits Pfosten enthalten sind. Zum Schluss: Zubehör nicht vergessen!

Eine kleine, aber dennoch wichtige Komponente des Systems ist der Gittermattenhalter. Dadurch lassen sich die Gitternetze auf einfache Weise befestigen. Er ist bereits im Lieferumfang der Pfosten enthalten und vormontiert. Jedoch können Sie ihn auch direkt an der Konstruktion anbringen und durch einen speziellen Kunststoffeinsatz dient er sogar als Scharnier. Durch die Befestigung der Zaunelemente in unterschiedlichen Winkeln steht der Realisierung von komplizierten Zaunverläufen nichts mehr im Wege. Die für den Zugang notwendigen Schwenk- und Schiebetüren sind alle pulverbeschichtet und mit den entsprechenden Pfosten (50 mal 50 Millimeter) und den Haltern versehen. Optional stehen Handgriffe/Handläufe aus eloxiertem Aluminiumrohr zur Verfügung, die sich nachträglich an den Gittermatten montieren lassen und deren Grifffläche aus Polyamid GF besteht. (ma)

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