Vision-Technologie von Zetes

Barcode-Scanner für die Blumen-Lieferung

Pflanzen-Lieferant Floréac nutzt zur automatischen Warenausgangskontrolle die Vision-Technologie von Zetes. Mit dem Kamera-basierten System können große Mengen von 2D-Barcodes in einem einzigen Scanvorgang schnell gelesen und sofort mit dem ERP-System verknüpft werden. So wird sofort erkannt, ob alle Produkte auf dem Transportkarren Teil derselben Lieferung sind.

Die Vision-Technologie ist eine Imaging-Lösung, die Barcodes erfasst, die Informationen dekodiert und mit einem Produktionssystem online verknüpft. (Bild: Zetes)

Floréac ist im Handel und Vertrieb von Topfpflanzen in Europa tätig. Der Versand an Kunden – hauptsächlich spezialisierte Gartenzentren, Baumärkte und Großhändler – erfolgt ein- bis dreimal pro Woche vom Distributionszentrum in Lochristi (Belgien) mit 100 Mitarbeitern. Die Kunden kommen meist aus Großbritannien, Frankreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz. Die Topfpflanzen werden auf branchenspezifischen, dänischen Karren ausgeliefert. Bei Floréac laufen die Transportkarren intern über eine Kettenförderanlage mit RFID-Technologie durch das gesamte Distributionszentrum. Die Kommissionier-Etiketten, die mit einem 2D-Barcode versehen sind und den Auftragspositionen der Aufträge entsprechen, werden während der Kommissionierung vorne am Karren auf eine Papptafel geklebt. Nachdem der Karren vollständig beladen wurde und für den Transport fertig ist, wird er vom Kettenförderer an die richtige Laderampe befördert.

12.000 bis 14.000 Auftragspositionen pro Tag

Unter Berücksichtigung der manuellen Verarbeitung von Auftragspositionen mit einem Volumen von 25 bis 35 Auftragspositionen pro Karren und mit 12.000 bis 14.000 Auftragspositionen pro Tag in Spitzenzeiten würden regelmäßig menschliche Fehler im logistischen Ablauf auftreten. „Wir haben manchmal Auftragspositionen in Rechnung gestellt, die gar nicht geliefert wurden“, sagt Dirk Criel, Logistikplaner bei Floréac. Damit fehlerfreie Lieferungen, einschließlich einer korrekten Ladeliste pro Transportkarren, garantiert werden können, suchte Floréac nach einer Lösung, die ein schnelles und effizientes System für die Warenausgangskontrolle für fertige Transportkarren bietet. Die automatische Erkennung von Fehlern und der Aufbau einer Bilddatenbank im Falle von Beschwerden stellten die wichtigsten Herausforderungen dar.

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Floréac fand die Lösung bei Zetes im System für die Warenausgangskontrolle mit Vision-Technologie. Die Vision-Technologie ist eine Imaging-Lösung, die umgehend eine große Anzahl an Barcodes (1D und 2D) erfasst, die Informationen dekodiert und mit einem Produktionssystem (ERP, MRP, WMS) online verknüpft. Floréac kann auf diese Weise sofort erkennen, ob alle Produkte auf dem Transportkarren Teil derselben Lieferung sind. Das Floréac Vision-System wurde als Schnittstelle in der Bodenkette eingerichtet. Die Bilder der Transportkarren werden im Vorbeifahren erfasst und der Logistikablauf werde so nie verzögert oder unterbrochen.

Automatisches Scannen und Dekodieren mehrerer Barcodes

Das System nimmt zwei Bildsätze von jedem fertigen Transportkarren auf: Der erste Satz besteht aus einem Bild des fest angebrachten, eindeutigen 2D-Barcodes vom Transportkarren selbst, das mit dem Bild aller 2D-Kommissionieretiketten verknüpft wird, die sich vorne am Transportkarren auf einer Tafel befinden. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass alle Auftragspositionen auf dem Transportkarren mit der ID des Transportkarrens verknüpft werden. Diese Informationen werden an SAP gesendet, das überprüft, ob alle Kommissionier-Etiketten Teil derselben Lieferung sind. Wenn dies nicht der Fall ist, wird der Transportkarren herausgenommen und ein Fehlerbericht für den zuständigen Mitarbeiter gedruckt, sodass dieser den Fehler korrigieren kann.

Dirk Criel, Logistikplaner bei Floréac (Bild: Zeres)

„Ein zweiter Satz von Farbbildern, die von zwei herkömmlichen Digitalkameras aufgenommen werden, können bei Bedarf als visueller Nachweis der gelieferten Pflanzen verwendet werden“, ergänzt Dirk Criel. Die Bilder der einzelnen Transportkarren werden in der Bilddatenbank gespeichert und dienen im Falle einer Beschwerde von Kunden als Nachweis hinsichtlich Menge, Qualität, richtiger Farbe oder Größe der Pflanzen. Alle überprüften Transportkarren werden vom Kettenförderer zur richtigen Laderampe transportiert, wo pro Transportkarren eine Ladeliste gedruckt wird.

Qualität der Farbbilder als Herausforderung

„Da unsere Logistikgebäude aus Gewächshäusern bestehen, in denen sich der Tageslichtanteil ständig ändert, konnte anfangs die Qualität der Farbbilder nicht gewährleistet werden. Die Erfassung der 2D-Barcodes lief andererseits von Anfang an reibungslos. Zusammen mit Zetes suchten wir nach einer praktischen und effizienten Lösung des Problems und fanden diese, indem wir zwei Digitalkameras integrierten, die sich automatisch an die Wetterbedingungen anpassen“, erklärt Dirk Criel. Seit der Einführung der Vision-Technologie hat sich die Zahl der Beschwerden aufgrund menschlicher Fehler drastisch verringert. Jeder Fehler wird jetzt umgehend erkannt, korrigiert und dem entsprechenden Mitarbeiter mitgeteilt. Auch die Beschwerden über„in Rechnung gestellte, aber nicht gelieferte Artikel“ seien zurückgegangen. „Da wir anhand objektiver Bilder einen Nachweis erbringen können, hat sich der Betrag für Gutschriften mehr als halbiert“, fügt Criel hinzu. „Darüber hinaus konnte Floréac dem Wunsch seiner Kunden nachkommen und jedem Transportkarren eine fehlerfreie und ausgedruckte Ladeliste beifügen. as

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