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Transparenz in der Supply Chain - Der Lieferkette auf der Spur

Hauptsitz ausgebautSchuon weiter auf Wachstumskurs

Schuon_Neubau Haiterbach

Die Spedition Schuon hat ihren Hauptsitz in Haiterbach um ein neues Verwaltungsgebäude erweitert. Innerhalb von acht Monaten entstand ein dreistöckiger Bürokomplex mit einer Gesamtfläche von 900 Quadratmetern und Platz für 50 Mitarbeiter.

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Transparenz in der Supply ChainDer Lieferkette auf der Spur

Sicherheit in der Lieferkette. An einer Supply Chain sind mehrere Akteure beteiligt – vom Unternehmen, das das Material liefert, bis hin zu dem Unternehmen, das das fertige Produkt vertreibt. Wenn ein Partner Compliance- oder Sicherheitsrichtlinien nicht befolgt, entstehen Risiken. Digitalisierung bietet die Möglichkeit sämtliche Prozesse an jedem Punkt innerhalb der Lieferkette einsehen und steuern zu können.

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Sicherheit in der Lieferkette.

Dramatisch endete der Musikgenuss einer jungen Australierin, die sich Anfang des Jahres auf dem Heimflug von Peking nach Melbourne befand. Ihre kabellosen Kopfhörer explodierten, und sie erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht. Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass sich die in den Kopfhörern verbauten Lithium-Ionen-Batterien entzündeten. Ein Horrorszenario – nicht nur für Verbraucher, die diese Batterien tagtäglich in Smartphones und Computern nutzen, sondern auch für Verantwortliche im Supply Chain Management.

Unternehmen, die nicht die richtigen Maßnahmen und Vorkehrungen treffen, um Sicherheitsrichtlinien zu gewährleisten, setzen sich und ihre Kunden einem großen Risiko aus. Wer langfristig erfolgreich am Markt agieren will, muss nicht nur dem Preis angemessene Qualität liefern und funktionierende Vertriebswege haben, sondern auch dafür Sorge tragen, dass die Produkte sicher sind. Diese einfache Regel gilt für den kleinen Werkzeughersteller genauso wie für den großen Automobilkonzern. Doch wie kann man in der heutigen vernetzten Welt, in der immer mehr Akteure in die komplexe Supply Chain eingebunden sind, sicher sein, dass die Partner liefern, was sie versprechen?

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Moderne Lieferketten basieren auf Zusammenarbeit. Verschiedene oft international verstreute Unternehmen kooperieren, wobei jedes für einen zentralen Part in der Lieferkette, angefangen von der Bereitstellung von Rohstoffen, der Herstellung von Produkten über die Verbreitung von Waren bis hin zum Verkauf an den Endkunden verantwortlich ist. Da der Erfolg einer Lieferkette von unterschiedlichen Organisationen abhängt, ist es unerlässlich, mit zuverlässigen Partnern zusammen zu arbeiten. Wer beispielsweise aus Gründen der Kosteneinsparung einen billigeren Zulieferer wählt, stellt das Risikomanagement vor neue Aufgaben und läuft Gefahr, Abstriche hinsichtlich Sicherheit- und Qualitätsstandards zu machen. Nur wie lässt sich überprüfen, ob ein Geschäftspartner vertrauenswürdig ist und ob er zum Erfolg der gesamten Lieferkette beitragen kann?

Laut einer SAP-Studie sind 90 Prozent der CEOs davon überzeugt, dass sich die Digitalisierung der Wirtschaft entscheidend auf ihre Branche auswirkt. Um in der zunehmend komplexer werdenden Umgebung von Unternehmen und Organisationen wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Unternehmen dazu angeraten, traditionelle Lieferketten durch digitale Lieferketten abzulösen. Digitalisierung ermöglicht Echtzeit-Betrachtung, also die Möglichkeit zu jedem Zeitpunkt sämtliche Prozesse an jedem Punkt innerhalb der Lieferkette einsehen und steuern zu können. So lassen sich Informationen von den verschiedenen Partnern leichter abrufen und von den entsprechenden Verantwortlichen auswerten. Dadurch lassen sich Probleme antizipieren, gegen drohende Gefahren wappnen, Unsicherheiten reduzieren, Risiken minimieren, Sicherheit erhöhen sowie Compliance gewährleisten.

Die so gewonnene Transparenz ermöglicht die bestmögliche Betrachtung der gesamten Lieferkette. Diese Einsicht geht idealerweise über die Tier-1-Zulieferer bis zu den Zulieferern der Zulieferer – und deren Schwachstellen hinaus, so dass sich Probleme frühzeitig erkennen lassen. Digitalisierung ist jedoch lediglich der erste Schritt, wenn es darum geht, Sicherheit und Compliance in der Lieferkette zu verbessern. Ausschlaggebend ist, wie die aus der digitalen Lieferkette neu gewonnene Sicht auf die Dinge genutzt wird: Mit dem Mehr an Informationen lassen sich beispielsweise notwendige Schritte unternehmen, um Partner-Compliance besser zu managen, Sicherheitsdatenblätter erstellen, Gefahrgüter korrekt kennzeichnen, verpacken, transportieren und lagern, sichere Arbeitsmethoden kommunizieren, sowie sicherheitsrelevante Störfälle vermeiden. Digital Supply Chain Management trägt somit dazu bei, Kunden vor Unfällen wie beispielsweise explodierenden Kopfhörern zu schützen und Unternehmensrisiken zu minimieren.

Hans Thalbauer/as


Wie verändert das IoT das Supply Chain Management?
Im Einzelhandel geht es zum Beispiel darum, Szenarien von Einkaufserlebnissen vorherzusehen und Käufer genau im richtigen Moment überzeugend anzusprechen. Omnichannel-Strategie ist das dabei das Stichwort. Zielgruppengenaue Angebote, Konsolidierung der Abverkaufstrends aus der ständigen Inventur sowie der Stimmungen und Meinungen der Kunden etwa aus den sozialen Medien in einer echtzeitfähigen Datenbasis wie SAP Leonardo steht für Digitalisierung im Handel – was immer wieder den Rückgriff auf die Lieferkette erfordert, wenn etwa die Quelle eines Auftrags erkannt werden muss, dieser mit Beständen aus beliebigen Orten der Logistikkette erfüllt und Retouren und Zahlungen effektiv bearbeitet werden müssen. Eine Baumarktkette erzielt beispielsweise einen um 30 Prozent höheren Umsatz, indem sie online mit schnellen Preisanpassungen und Sonderangeboten auf Markttrends und Wettbewerberkampagnen reagiert.
Die Folgen für den Handel sind ebenso wie bei anderen Unternehmen die Erhöhung der Marge. Eine 29 Prozent höhere operative Marge, wenn Verkaufstrends überwacht und Minderumsätze proaktiv angegangen werden; 58 Prozent mehr Umsatz mit Cross- und Up-Selling, wenn Verkäufer im Kundengespräch Zugang zu Produkt- und Wettbewerberdaten haben; 30 Prozent weniger Fehlbestände, wenn Buchbestand und aktueller Lagerbestand ständig abgeglichen werden; 32 Prozent Zeitersparnis vom Auftragseingang bis zur Auslieferung; um 13 Prozent verringerte Lagerhaltungskosten – dies sind Faktoren, die zur Verbesserung des Ergebnisses beitragen (Quelle: SAP Performance Benchmarking).

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