Söhner entwickelt Verpackung für Airbags

Transport ohne Knall

Mit dem von Söhner Kunststofftechnik entwickelten Gefahrgut-Großladungsträger können Airbags sicher und geschützt gelagert und transportiert werden. Die zertifizierte Verpackungseinheit besteht aus einer 4-Fuß-Palette mit integriertem Stahlrahmen, einem doppelwandigen Kunststoffring, einem Deckel und speziell angepassten Innentrays, in denen die Airbags so verpackt sind wie sie später in der Produktion auch verbaut werden.

Maßgeschneiderte Innentrays sorgen für eine sichere Lagerung der Airbags. (Fotos: Söhner)

In den Abmessungen 1240 x 835 x 975 Millimeter ist der Gefahrgutbehälter kompatibel zu Euro-Gitterboxen und für den Lkw-Transport optimiert. Die Konstruktion des Großladungsträgers in Verbindung mit der Materialkombination ermöglicht Auflasten von bis zu 800 Kilogramm. Auf einer Ladeeinheit können so bis zu drei weitere Behälter dieser Art gestapelt werden. Die Nutzlast beträgt 110 Kilogramm, kann bei Bedarf allerdings erhöht werden.

Erleichterung beim Transport

Die Verpackungseinheit inklusive Airbags wurde durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) für die Gefahrgutklasse 1.4 (Explosive Stoffe und Gegenstände mit Explosivstoff) zugelassen. Über den zu bestehenden 6c Bonfire-Test ist der Behälter auch mit der entsprechenden Zulassung der Gefahrgutklasse 9 (Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände) ausgestattet. Der Wechsel von Gefahrgutklasse 1.4 in die logistisch vereinfachte Gefahrgutklasse 9 schafft eine erhebliche Erleichterung beim Transport. Hierdurch werden Versand und Annahme in Exportmärkten, sowie weltweite See- und Luftfrachten ohne Zeitverzögerungen oder Ausfälle in der Lieferkette möglich.

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Geschlossene Form des Behälteres für den Transport.

Das Handling des Gefahrgutbehälters ist simpel. Eine Ladeklappe an der Längsseite des Rings sorgt für ergonomische Entnahme bzw. Einlegen der mit Airbags befüllten Innentrays. Zudem ist die Ladeeinheit von allen vier Seiten unterfahrbar. Individuelle Kennzeichnungsmöglichkeiten in Form von Etiketten oder Kartentaschen können an mehreren Stellen angebracht werden. Die UN-Zulassungsnummer wird deutlich sichtbar in den Behälterring eingeprägt.

Lange im Einsatz

Als Mehrweglösung können die Behälter über mehrere Jahre im Einsatz verbleiben und tragen zur Abfallvermeidung und CO2-Reduktion bei. Anschließend lassen sich die Behälter vollständig recyceln. Neben Fahrer-, Beifahrer- und Kopfairbags ist der Behälter auch für den Transport von Generatoren, Gurtstraffern und ähnlichen Gefahrgüter geeignet – eine erneute Prüfung und Zertifizierung vorausgesetzt. bw

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