transport logistic Trendbarometer 2019

Logistikindustrie blickt optimistisch nach vorne

Trotz politischer und wirtschaftlicher Unwägbarkeiten sowie unternehmerischer Herausforderungen von Fachkräftemangel bis Digitalisierung zeigt sich die Logistikindustrie laut transport logistic Trendbarometer 2019 zuversichtlich und sieht die weitere wirtschaftliche Entwicklung eher positiv.

43 Prozent der Befragten sehen die wirtschaftliche Entwicklung global und in ihrem jeweiligen Land eher positiv, 41 Prozent gleichbleibend. © Messe München

„Das Trendbarometer der transport logistic zeigt gleichzeitig: Die Unternehmen stellen sich ihren Herausforderungen, passen sich an und investieren in Zukunftstechnologien“, berichtet Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Die Befragung hat im Februar 2019 das Meinungsforschungsinstitut IfaD im Auftrag der transport logistic unter bisherigen Messeteilnehmern online durchgeführt. 72 Prozent der 2.680 Befragten sind in leitender Stellung tätig.

Zuversichtlich trotz Herausforderungen
Vieler wirtschaftlicher und politischer Unwägbarkeiten zum Trotz: Logistikprofis in Deutschland (1.599 Befragte), anderen europäischen Ländern (868) und darüber hinaus (213) sehen die wirtschaftliche Entwicklung global und in ihrem jeweiligen Land eher positiv (43 Prozent) oder gleichbleibend (41 Prozent). Sie fühlen sich gewappnet: 60 Prozent der Unternehmen ergreifen Maßnahmen wie Effizienzprogramme, um eine mögliche Abschwächung der Konjunktur abzufedern. Darüber hinaus geben 61 Prozent an, dass sie wegen stärkerer Handelskonflikte und Strafzölle ihre Supply-Chain anpassen oder das in naher Zukunft tun werden.

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Keine Panik beim Brexit
Auch angesichts des Brexit-Chaos gibt sich der Großteil der Befragten entspannt: 38 Prozent sagen, dass sie auf alle Eventualitäten eingestellt sind. 50 Prozent sehen sich nicht unmittelbar betroffen. Nur zwölf Prozent befürchten massive Beeinträchtigungen durch einen harten Brexit.

Personalmangel als größte Herausforderung
Zu den größten Herausforderungen der Logistik-Industrie zählt der Mangel an gutem Personal: 45 Prozent beklagen den Fachkräftemangel, 33 Prozent den Fahrermangel. Zunehmender Preis- und Wettbewerbsdruck steht bei 40 Prozent ebenfalls ganz oben auf der Liste, 33 Prozent betrachten zudem die Digitalisierung der Geschäftsprozesse als besonders herausfordernd, 25 Prozent zunehmende bürokratische Auflagen. Die Befragten hatten zudem die Möglichkeit, eigene Themen anzugeben. Hier wurde insbesondere die Qualität der Infrastruktur bemängelt.

Die Unternehmen sehen jedoch nicht nur Herausforderungen, 60 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen in innovative Technologien investiert. Die Top 5-Technologien: Industrie 4.0 und IoT (25 Prozent), Telematik und autonomes Fahren gleichauf mit alternativen Antrieben / Elektromobilität (je 22 Prozent) sowie mit je 14 Prozent der Einsatz von Robotern sowie Künstliche Intelligenz.

Kooperation ist Trend in der City-Logistik
Verstopfte Innenstädte, Flächenkonkurrenz, Herausforderung letzte Meile – um die City-Logistik smart, schnell und sauber zu gestalten, sind die drei wichtigsten Maßnahmen: Kooperation mit anderen Akteuren (20 Prozent), Lieferfahrzeuge mit alternativen Antrieben (17 Prozent) und die Bündelung der Sendungen unterschiedlicher Dienstleister (14 Prozent).

Diesel unter Druck
Der Diesel-Antrieb ist unter Druck – und damit auch viele Unternehmen: 28 Prozent der Befragten geben an, dass (Diesel-) Fahrverbote die Profitabilität ihres Unternehmens gefährden. 33 Prozent haben in ihrem Unternehmen bereits alternative Antriebe im Einsatz, 41 Prozent wollen in naher Zukunft alternative Antriebe in ihren Fuhrpark integrieren. Bestehende Fahrzeuge nachrüsten wollen nur elf Prozent. Insgesamt sagen 54 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen in Neufahrzeuge investieren wird.

Mitten in der digitalen Transformation
Die Logistikindustrie befindet sich inmitten der digitalen Transformation. Elf Prozent sehen sich hier als Pioniere, 33 Prozent haben bereits eine digitale Gesamtstrategie im Unternehmen, 44 Prozent haben bereits viele Prozesse digitalisiert und lassen weitere folgen. 64 Prozent sagen, dass ihr Unternehmen genug in Digitalisierung investiert. 35 Prozent der Befragten sagen, dass ihr Unternehmen mit Start-ups zusammenarbeitet, um Innovation voranzutreiben. as

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