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Logistik-Software - Hamburger Hafen wird intelligent

Schnelllauftore von EfaflexDauerläufer sichern den Warenverkehr

Efaflex-Lisa Mai-Tor

Zwischen 150 und 200 Mal pro Tag öffnen und schließen die insgesamt neun Schnelllauf-Spiraltore Efa-SST-L Premium in den Hallen von Lisa Mai Getränke in Bayreuth. Das sind mindestens 50.000 Öffnungszyklen pro Jahr. Eine Dauerbelastung, der die Tore von Efaflex standhalten.

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Logistik-SoftwareHamburger Hafen wird intelligent

Software-Lösung entschärft Flächenengpässe. Hamburgs Hafen wächst stetig. Gleichzeitig steigt das Verkehrsaufkommen, und die Infrastruktur stößt an ihre Grenzen. Ein weltweit einzigartiges Logistiksystem steigert die Effizienz des Warenflusses.

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Logistik-Software

Auf der Haupthafenstraße reiht sich Lastwagen an Lastwagen. Alleine hier sind laut Hamburg Port Authority (HPA) schon heute täglich rund 33.000 Fahrzeuge unterwegs, gut ein Drittel davon Lkw. Die Wartezeiten an überlasteten Abladestellen, geschlossenen Brücken oder Baustellen im Hamburger Hafen häufen sich. Dabei strapazieren die Staus nicht nur die Geduld, sondern kosten alle Beteiligten auch Zeit und Geld. „Durch die Erhöhung des Containerumschlags und den massiven Anstieg des Verkehrs stößt die Verkehrsinfrastruktur allmählich an ihre Grenzen“, erklärt Hafenchef Jens Meier. Fast zehn Millionen Container schlug der Hamburger Hafen 2014 um. Das Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) erwartet, dass sich die Anzahl der Container bis 2025 auf 25 Millionen mehr als verdoppeln wird. Dadurch wird sich zwangsläufig auch der Verkehr drastisch erhöhen. Das weltweit einzigartige Logistiksystem Smartport Logistics (SPL) soll den Hamburger Hafenverkehr deshalb optimieren. „So können wir vorhandene Infrastrukturen intelligent und effizient nutzen“, erklärt Meier.

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Steigerung der Effizienz
Anders ist das üppige Wachstum von Europas zweitgrößtem Containerhafen kaum zu bewältigen. Für einen Ausbau des 72 Quadratkilometer großen Areals fehlt der Platz, denn durch die Lage im Herzen der norddeutschen Millionenstadt ergeben sich natürliche Grenzen. Alternativen sind aufwändig: Flächen innerhalb des Hafens müssten restrukturiert werden, etwa durch den Rückbau alter Kaianlagen und Schuppen oder die Verfüllung ungenutzter Hafenbecken. „Die Hafenfläche ist begrenzt. Deswegen können und wollen wir Straßen, Schienen und Wasserwege nicht unbegrenzt ausbauen“, sagt Jens Meier. Im Testlauf hat sich das neue Logistiksystem bereits bewährt. „Wir konnten zeigen, dass Smartport Logistics die Effizienz der Hafenlogistik um mindestens zehn Prozent steigert“, sagt Kristian Weiß, Projektleiter und Partnermanager bei T-Systems. Anfang 2015 wurde die Anwendung in den regulären Betrieb integriert, denn die Zahlen sprechen für sich: „Jeder Lkw schafft pro Tag durchschnittlich eine Fahrt mehr als zuvor“, so Weiß.

App ersetzt Telematik-Einheit
Möglich wird dies, indem das System alle relevanten Verkehrs- und Infrastrukturdaten des Hafengeländes bündelt. Dazu zählen etwa die Standorte von Lkw und Containern, Terminal- und Depotinformationen, verfügbare Parkflächen, Brückenöffnungszeiten und Baustellen. „Unser Ziel ist der intelligente Hafen“, sagt Jens Meier. „Dazu gehört auch, eine optimale Informationsversorgung für alle Beteiligten im Hafen zu gewährleisten.“ Die Lösung ist eine Private-Cloud-Anwendung auf Basis der Connected Car-Plattform der Telekom und der SAP Connected Logistics-Software. Die Anwendung vereint Frachtdaten mit Informationen aus den Telematik-Systemen verschiedener Anbieter sowie die Verkehrs- und Infrastrukturdaten der HPA. Zudem stellt die Telekom eine Android-App für Tablets und Smartphones bereit, die als Telematik-Einheit in den Lkws dienen kann. Die Software SAP Connected Logistics bringt schließlich alle Echtzeit-Daten zusammen und stellt sie den Nutzern in einem Online-Portal zur Verfügung.

Smartport Logistics

Prozesse in Echtzeit abgestimmt
Spediteure sehen über das Portal, wenn eine Brücke geschlossen ist – und leiten betroffene Lkw-Fahrer über alternative Routen. Oder die Fahrer ziehen Pausen und spätere Aufträge vor. Solche Prozessoptimierungen erhöhen den Umschlag der Frachtgüter. „Mit Smartport Logistics haben wir begonnen, die an der Logistikkette Beteiligten zu vernetzen, sodass sie ihre Prozesse in Echtzeit aufeinander abstimmen können“, sagt Meier. „Wenn alle mitmachen, sind wir auf einem guten Weg.“ Wartezeiten werden auf diese Weise vermieden. Zudem sinkt der Schadstoffausstoß, wenn Lkws weniger im Stau stehen. Per Geofencing stellt die Software zudem sicher, dass der Lkw-Fahrer nur Meldungen erhält, die für ihn relevant sind – und nicht mit Daten überschwemmt wird. Geofencing-Systeme stecken Gebiete elektronisch ab. Dringt der Lkw in ein Gebiet mit einem frei wählbarem Radius ein, werden Informationsschwellen ausgelöst. Darüber kann das System wichtige Daten von irrelevanten trennen.

Übertragung auf andere Logistikbereiche möglich
Mithilfe der App-basierten Telematik-Lösung will die HPA möglichst viele Fahrzeuge im Hamburger Hafen vernetzen. „Je mehr Beteiligte das System aktiv nutzen, desto besser können wir das Potenzial ausschöpfen“, sagt Jens Meier.

Die Entwicklung im Hamburger Hafen werden indes auch andere gespannt verfolgen. Denn eine Optimierung der Logistik ist andernorts ebenfalls dringend notwendig. Bestehende Steuerungstools oder kaum vernetzte Insellösungen reichen nicht aus, um der steigenden Komplexität in der Logistikbranche gerecht zu werden. Die Telekom und SAP haben daher mit einer Vereinbarung für „connected logistics“ die Grundlage dafür gelegt, dass die Private-Cloud-Anwendung auch auf andere Logistikbereiche übertragen werden kann. Bald könnten also ebenfalls Flughäfen, Paketverteilungszentren oder Güterbahnhöfe von der Lösung profitieren.  bw

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