Meyer Logistik zieht Bilanz nach zehn Monaten

Erfolg für die Stromer

Elektro-Lkw: Meyer Logistik zieht Bilanz nach zehn Monaten. Die beiden E-Lkw, die seit November 2014 für Meyer Logistik frische Lebensmittel in Berlin transportieren, haben sich bewährt: Energieeinsparungen um zwei Drittel im Vergleich zu Dieselfahrzeugen und eine hohe Zuverlässigkeit bilanziert das Unternehmen.

Nach zehn Monaten im Einsatz fällt die Bilanz für die beiden ersten in Deutschland in Dienst gestellten vollelektrisch angetriebenen 18-Tonner bei Meyer Logistik positiv aus: „Wir sind sehr zufrieden mit der Zuverlässigkeit der beiden Lkw und verzeichnen keinen höheren Wartungsaufwand oder längere Standzeiten als bei unseren Dieselmodellen“, berichtet Matthias Strehl, Geschäftsführer von Meyer Logistik. Pro Tag fahren die Verteiler-Lkw eine Schicht von bis zu drei Touren mit gekühlten Lebensmitteln für die Kunden Lidl und Rewe im Großraum Berlin. Dabei legen sie zwischen 80 und 120 Kilometer pro Tour zurück – ihre maximale Reichweite von mindestens 300 Kilometern schöpfen sie nicht aus. Hinsichtlich des Energieverbrauchs wurden die Erwartungen sogar übertroffen: Zwischen 60 und 90 Kilowattstunde pro 100 Kilometer hat Meyer für den Überland- und Stadtverkehr erwartet, 80 bis 110 Kilowattstunden auf Autobahnen. Tatsächlich verbrauchen die E-Force-Lkw knapp 88 Kilowattstunden pro 100 Kilometer beim Einsatz auf gemischten Touren mit Stadt-, Landstraßen- und Autobahnverkehr.

Anzeige

Das entspricht einem Kraftstoffverbrauch von weniger als neun Litern Diesel. „Durch die für den Verteilerverkehr optimale Reichweite und den besonders wirtschaftlichen Verbrauch, der um zwei Drittel niedriger ist als bei Lkw mit Verbrennungsmotor, sind die vollelektrischen 18-Tonner für unser Geschäftsmodell ideal geeignet“, erklärt Matthias Strehl. Zwei 400-Volt-Batterien liefern den nötigen Strom für die beiden Synchronmotoren mit insgesamt 300 Kilowatt Leistung (rund 408 PS); damit lassen sich problemlos 18 Europaletten oder 30 Rollcontainer transportieren. Gemeinsam mit den Partnern Lidl und Rewe entwickelte Meyer Logistik Konzepte zur langfristigen Auslastung der beiden E-Force-Lkw. „Ohne die Bereitschaft unserer Kunden, diesen Weg mit uns gemeinsam zu gehen, wären wir nicht so schnell so weit gekommen“, berichtet Matthias Strehl. „Für diese tolle Zusammenarbeit gilt ihnen unser Dank.“ Aktuell prüft Meyer das Marktangebot und kann sich vorstellen, weitere Elektro-Lkw anzuschaffen: „Wir sehen keinen Grund, diesen Weg nicht weiter zu gehen“, so der Geschäftsführer. bw

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Logistiksoftware

Die Nase vorn mit Speditionssoftware

Prozesse in der Logistik können heute nahezu vollständig mit Hilfe von Software abgewickelt werden - von der Auftragsabwicklung über die Lagerverwaltung bis zur Routenoptimierung. So arbeiten Unternehmen effizienter, was Kosteneinsparungen und...

mehr...

Industrietore

32 Tore für die Brauerei

Efaflex hat das neue Logistikzentrum von Budweiser mit 32 schnelllaufenden Industrietoren ausgestattet. Die Toranlagen fungieren als Abtrennung auf Förderbändern und zwischen Lagerräumen, als Ausgänge sowie als isolierende Hallenabschlüsse.

mehr...
Anzeige

Systemintegration für Mobile Applikationen

ABM Greiffenberger bietet für die Bereiche FTS und Material Handling Lösungen für Fahren, Heben und Lenken. Aus einem flexiblen Baukasten bestehend aus Radnabenantrieben sowie Winkel- und Stirnradgetrieben erhält der Anwender jeweils komfortable Komplettlösungen aus einer Hand. Diese überzeugen hinsichtlich Effizienz, Bauraum und Performance sowie einer hohen Systemintegration.

mehr...
Anzeige

Flottenmanagement

Nichts geht verloren

Digitales Flottenmanagement und mobile Servicesteuerung. Papierhersteller Papyrus Deutschland digitalisiert mobile Abläufe mit Couplinkyourfleet und vernetzt SAP, Tourenplanung, Fahrer und Kunden miteinander.

mehr...

Verbundprojekt Autotruck

Brummi allein unterwegs

Fraunhofer entwickelt im Verbundprojekt Autotruck zusammen mit der Industrie Technologien für autonom fahrende Lkw in Logistikzentren. Die Ergebnisse fließen auch in die Forschung zu selbstfahrenden Fahrzeugen für den normalen Straßenverkehr ein.

mehr...
Anzeige

Highlight der Woche

Neuer Sequenzwagen für Routenzüge
TENTE stellt auf der LogiMAT (Halle 10, F 15) einen modularen Sequenzwagen für Routenzüge vor. Durch den Verzicht auf die 3. Achse kann er schneller um 90 Grad verschoben werden. Weitere Vorteile: er ist stapelbar, unterfahrbar durch die Anfahrhilfe E-Drive elektrifizierbar und FTS-tauglich.

Zum Highlight der Woche...